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Sein Siegeszug hat erst begonnen

Michael Gwerder aus Brunnen siegt am Innerschweizer Nachwuchsschwingertag in Adligenswil. Das nächste Ziel des 17-jährigen Schwyzers ist der Kranz am Innerschweizer Schwingfest am Sonntag in Ruswil.
Simon Gerber
Der Brunner Michael Gwerder feiert auf dem Rücken seiner Klubkameraden den Tagessieg am Innerschweizer Nachwuchsschwingertag in Adligenswil. (Bild: Roger Grütter (Adligenswil, 24. Juni 2018))

Der Brunner Michael Gwerder feiert auf dem Rücken seiner Klubkameraden den Tagessieg am Innerschweizer Nachwuchsschwingertag in Adligenswil. (Bild: Roger Grütter (Adligenswil, 24. Juni 2018))

Michael Gwerder holte sich zum vierten Mal einen Kategoriensieg am Innerschweizer Nachwuchsschwingertag in Adligenswil. Ein solcher Leistungsausweis gelang bisher nur wenigen Talenten, zuletzt dem heutigen Spitzenathleten Joel Wicki. Wie gross die Genugtuung beim Schwyzer war, zeigte sich nach dem Triumph im Schlussgang gegen Ueli Zürcher. Der 17-Jährige strahlte über das ganze Gesicht und liess sich auf den Schultern seiner beiden Trainingskameraden Severin Steiner und Lukas Reichmuth vom Publikum feiern.

Er sei am Morgen mit einem guten Gefühl aufgestanden und mit dem Sieg im Hinterkopf zusammen mit seinem Vater in den Kanton Luzern gefahren. Der Auftakt gelang Michael Gwerder nach Mass. Er machte gegen den zweifachen Kranzgewinner Simon Schmid kurzen Prozess und besiegte ihn beim zweiten Angriff. Im vierten Gang wurde die Siegesserie des Favoriten jäh gestoppt. Der Luzerner Ueli Zürcher konterte seinen Angriff mit Kurz erfolgreich.

Michael Gwerder

Geboren: 30. September 2000
Wohnort: Brunnen
Grösse: 187 Zentimeter
Gewicht: 100 Kilogramm
Beruf: Maurer-Lehrling im 2. Lehrjahr
Klub: Schwingerverband am Mythen
Trainer: Edi Kündig
Erfolge: Schlussgang am Eidgenössichen Nachwuchsschwingertag 2015 in Aarburg. Kategoriensiege an den Innerschweizer Nachwuchsschwingertagen 2015–2018. Kränze am Zuger 2017 sowie Schwyzer und Luzerner Kantonalen 2018 Vorbild Philipp Laimbacher
Hobbys: Schwingen, Velofahren, zu Hause helfen

Vierter Kategoriensieg in Serie

Der Maurer-Lehrling liess sich durch diese überraschende Niederlage aber nicht entmutigen. Er revanchierte sich im Schlussgang gegen Zürcher schon nach 14 Sekunden mit Kurz. «Es ist ein spezieller Moment für mich, weil ich bei diesem Wettkampf bereits den vierten Kategoriensieg in Serie einfahren konnte. Ich bin extrem glücklich, dass ich den Ausrutscher im letzten Duell wieder korrigieren konnte», resümierte Gwerder. Vor dem Schlussgang habe er von seinem Vater noch die letzten Tipps erhalten und sich wie immer vor einem Duell zurückgezogen. Im Stillen sei er die Taktik gegen seinen Gegner nochmals durchgegangen.

Schlussgang am Innerschweizer Nachwuchsschwingertag in Adligenswil zwischen Steiner Severin (unten) und Bucher André. Bild: Roger Grütter

Schlussgang am Innerschweizer Nachwuchsschwingertag in Adligenswil zwischen Steiner Severin (unten) und Bucher André. Bild: Roger Grütter

Im Gespräch wirkt Michael Gwerder offen, ruhig und eher zurückhaltend. Das Scheinwerferlicht behage ihm überhaupt nicht. Lieber verfolge er mit grossem Einsatz seine sportlichen Ziele. Eine weitere Herausforderung steht schon am Sonntag beim Innerschweizer Schwingfest in Ruswil an. Vor einem Jahr in Alpnach schnupperte der 100 Kilogramm schwere und 187 Zentimeter grosse Sennenschwinger am Kranz. Diesen verpasste er nach dem Gestellten gegen keinen Geringeren als den Eidgenossen René Suppiger im sechsten Durchgang lediglich um einen Viertelpunkt. «Es wäre super, wenn es in Ruswil klappen würde. Ich setze mich jedoch nicht unter Druck und will in jedem Gang meine beste Leistung auspacken», erklärt der stets gut gelaunte Naturbursche. Bei seinem vielfach offensiven Kampfstil sei der Kurz momentan noch sein Paradeschwung. «In der Vielseitigkeit und in der Bodenarbeit ist bei mir aber noch Steigerungspotenzial vorhanden», erklärt der Hobby-Velofahrer.

Vater schickte ihn zum Schwingen

Die Initialzündung für das Schwingen kam vom Vater Bruno. Er schickte den kräftigen Jüngling im Alter von sieben Jahren ins Training beim Schwingerverband am Mythen. Dort traf Michael Gwerder auf ein professionelles Umfeld. Zu den Förderern zählen der damalige Jungschwingerleiter Armin Auf der Maur und der heutige Technische Leiter Edi Kündig. Er hält grosse Stücke auf Gwerder. «Er ist sehr umgänglich, trainingsfleissig und hat optimale körperliche Voraussetzungen für das Schwingen. Zudem zeichnet ihn ein guter Wettkampfinstinkt aus. Genau so wie Michael wünscht man sich als Trainer einen Sportler», lobt Edi Kündig den Hoffnungsträger der Schwyzer. Er eilte schon als Jungschwinger von Erfolg zu Erfolg. Mit nur 16 Jahren liess sich Michael Gwerder letztes Jahr am Zuger Kantonalfest mit dem ersten Kranz krönen. Zwei weitere kamen heuer am Schwyzer und Luzerner dazu. Diese Auszeichnungen bestätigen, dass dem jungen Athleten der Übergang vom Nachwuchs zu den Aktiven bestens gelungen ist. Das Fernziel von Michael Gwerder ist die Teilnahme am Eidgenössischen Schwingfest nächstes Jahr in Zug.

Einzug der Schwinger zur Siegerehrung. Bild: Roger Grütter

Einzug der Schwinger zur Siegerehrung. Bild: Roger Grütter

Zweiter Platz für Simon Schmid

Der Mitfavorit Simon Schmid klassierte sich bei den 18-Jährigen hinter Michael Gwerder mit vier Siegen auf dem zweiten Platz. Bei den 17-Jährigen liess sich Severin Steiner nach 2016 und 2017 zu seinem dritten Kategoriensieg gratulieren. Im Schlussgang hatte der Schwyzer gegen den Zuger André Bucher zwei für ihn heikle Momente zu überstehen. In der vierten Minute gewann der angehende Zimmermann-Lehrling schliesslich mit einem Übersprung. Im Luzerner Schlussgang der 16-Jährigen liess Fabian Scherrer aus Uffikon nichts mehr anbrennen und bodigte Roman Wandeler aus Buttisholz nach drei Minuten mit einem perfekten Wyberhaken. In der Kategorie der 15-Jährigen gab es mit den Entlebuchern Marc Lustenberger und Leon Riebli zwei Sieger. Lustenberger setzte sich im Schlussgang zwar gegen den Zuger Chris Steiner durch, musste jedoch seinen Trainingskameraden noch punktgleich zu sich aufschliessen lassen.

Jahrgang 2003. Schlussgang: Marc Lustenberger (Hasle) bezwingt Chris Steiner (Neuheim) mit Kurz und Nachdrücken. – Rangliste: 1. Marc Lustenberger und Leon Riebli (Schüpfheim), je 58,00 Punkte. 2. Chris Steiner, Marco Schöpfer (Wiggen) und Renato Barmettler (Ennetmoos), je 57,00. 3. Yvan Duss (Hasle), Andreas Kathriner (Stalden bei Sarnen), je 56,75. 4. Matteo Garovi (Flüeli-Ranft) 56,50. 5. Lukas Bissig (Attinghausen) und Maro Ettlin (Kerns), je 56,25. 6. Kevin Würsch (Beckenried), Jonas Durrer (Wolfenschiessen), Curdin Portmann (Steinhuserberg), Silvan Appert (Ingenbohl) und Alex Styger (Schindellegi), je 56,00.

Jahrgang 2002. Schlussgang. Fabian Scherrer (Uffikon) bezwingt Roman Wandeler (Buttisholz) mit Lätz. – Rangliste: 1. Fabian Scherrer 58,00. 2. Urs Riebli (Schüpfheim) 57,50. 3. Adrian Egli (Steinhuserberg) und Bruno Suter (Rickenbach), je 57,25. 4. Roman Wandeler und Christoph Waser (Beckenried), je 56,75. 5. Marco Hürlimann (Walchwil) und Reto Kaufmann (Wilihof), je 56,50. 6. Florian Lustenberger (Rickenbach/SZ) 56,25. 7. Mathias Dittli (Allenwinden) und Livio Fischlin (Goldau), je 56,00.

Jahrgang 2001. Schlussgang: Severin Steiner (Ibach) bezwingt André Bucher (Finstersee) mit Übersprung. – Rangliste: 1. Severin Steiner 58,50. 2. Sven Wyss (Römerswil) 57,00. 3. Fabian Aregger (Hergiswil bei Willisau) 56,75. 4. André Bucher 56,50. 5. Simon Schnider (Hasle) und Jonas Gisler (Spiringen), je 56,25. 6. Jan Ettlin (Kerns) und Samuel Schwyzer (Kottwil), je 56,00.

Jahrgang 2000. Schlussgang: Michael Gwerder (Brunnen) bezwingt Ueli Zürcher (Buttisholz) im ersten Zug. – Rangliste: 1. Michael Gwerder 58,00. 2. Simon Schmid (Flühli) 57,00. 3. Jonas Troxler (Urswil) 56,75. 4. Ueli Zürcher, Mathias Hürlimann (Walchwil) und David Wüest (Grosswangen), je 56,25. 5. Daniel Meier (Alosen) 56,00. 6. Fabian Birchler (Trachslau) und Thomas Ettlin (Kerns), je 55,50.

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