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Sarner Unihockeyaner bekommen Limiten aufgezeigt

Die NLA-Unihockey-Premiere von Ad Astra Sarnen endet in einer Enttäuschung. Uster ist in allen Belangen überlegen und siegt hoch 9:0.
Melk von Flüe
Die Sarner müssen sich im NLA-Auftakt gegen Uster an viele Gegentreffer gewöhnen. Bild: Claudio Reber (Sarnen, 14. September 2019)

Die Sarner müssen sich im NLA-Auftakt gegen Uster an viele Gegentreffer gewöhnen. Bild: Claudio Reber (Sarnen, 14. September 2019)

Der Rahmen für das erste NLA-Spiel in der Vereinsgeschichte von Ad Astra Sarnen war NLA-tauglich. 533 Zuschauer fanden sich in der Halle ein, um die Obwaldner zum Saisonauftakt zu unterstützen. Die leisen Hoffnungen auf eine Überraschung wichen aber bald der Erkenntnis, dass in der höchsten Schweizer Unihockey-Liga ein anderer Wind weht als in der NLB. Der UHC Uster – ein Team, das im Mittelfeld der Tabelle anzusiedeln ist – zeigte Aufsteiger Ad Astra die Limiten gnadenlos auf und gewann gleich mit 9:0.

«Das war totales Neuland für uns. Wir haben uns bestmöglich vorbereitet, aber nun klar gesehen, an was es noch fehlt», sagte Ad-Astra-Verteidiger Valerio Läubli. Uster agierte präziser, schneller, abgeklärter und vor allem kaltblütiger. In den Startminuten boten die Obwaldner den Gästen noch Paroli. Die Ustermer kontrollierten zwar das Spielgeschehen, doch auch Ad Astra war dem 1:0 einige Male nahe. «Wir haben in den ersten zehn Minuten gut mitgehalten und sind zu ein paar guten Chancen gekommen», erkannte Valerio Läubli richtig. Doch ein Torerfolg war Sarnen nicht vergönnt – bis zur Schlusssirene nicht. «Wir hatten in der Vorbereitung bereits Mühe mit dem Toreschiessen», so Läubli weiter. Im Abschluss muss sich das Team von Eetu Vehanen noch stark verbessern, wenn es in der NLA bestehen möchte.

Sarner Kampfgeist nicht belohnt

Die Offensive von Ad Astra musste zum Saisonauftakt aber auch ohne zwei Teamstützen auskommen. Mit dem finnischen Neuzuzug Kaapo Savinainen und Captain Roman Schöni fehlten zwei Spieler, denen das Toreschiessen im Blut liegt. Beim schmalen Sarner Kader sind dies Ausfälle, die nicht einfach verkraftet werden können. Ganz nach der Vereinsphilosophie erhielten so junge Spieler die Chance, NLA-Luft zu schnuppern. Ein Trio mit Jahrgang 2001 kam während den gesamten 60 Minuten zum Einsatz. Ihnen erging es wie den arrivierten Teamkollegen: Uster zeigte ihnen schonungslos die Grenzen auf. Trotzdem liessen die Obwaldner nie den Kampfgeist vermissen. «Das Resultat ist brutal, doch kämpferisch können wir uns nichts vorwerfen», zog Valerio Läubli Bilanz. Die Belohnung in Form des Ehrentreffers gelang trotzdem nicht.

Kulmalas späte Rache

Dafür leitete ein alter Bekannter die Sarner Kanterniederlage ein. Der Finne Markus Kulmala traf in der 14. Minute zum 0:1 und schoss zudem zwei weitere Tore. Kulmala spielte in der vergangenen Saison bei den Kloten-Dietlikon Jets, die von Ad Astra in den Auf-/Abstiegsspielen in die NLB verbannt wurden. Nach dem Wechsel zu Uster nahm Kulmala nun späte Rache für den Abstieg. Doch dies dürfte bei Ad Astra Sarnen niemanden gekümmert haben. Für die Obwaldner geht es in den kommenden Spielen darum, sich an das Tempo in der NLA zu gewöhnen und erste Erfolgserlebnisse in Form von Toren zu feiern. Einfacher werden die Aufgaben allerdings nicht: Es folgen die Partien gegen Malans, Vizemeister GC und Meister Wiler-Ersigen, die allesamt stärker einzuschätzen sind als der UHC Uster.

Sarnen – Uster 0:9 (0:3, 0:2, 0:4)

Dreifachhalle, Sarnen. – 533 Zuschauer. – SR Brunner/Büschlen. – Tore: 14. Kulmala (Kanebjörk) 0:1. 18. Heierli (Schubiger) 0:2. 19. Juhola (Florian Bolliger) 0:3. 34. Kulmala (Suter) 0:4. 40. Juhola (Florian Bolliger) 0:5. 46. Kanebjörk (Kulmala) 0:6. 48. Suter (Urner) 0:7. 56. Schubiger (Heierli) 0:8. 57. Kulmala (Urner) 0:9. – Strafen: 5-mal 2 Minuten plus 1-mal 10 Minuten (Cornel von Wyl) gegen Sarnen. 2-mal 2 Minuten gegen Uster. – Sarnen: Amrein; Markström, Höltschi; Kunelius, Läubli; Kramelhofer, Berchtold; Eberhardt, Cornel von Wyl, Marco Schöni; Liikanen, Basil von Wyl, Boschung; Dubacher, Jonas von Wyl, Durot; Muff, Furrer. – Uster: Feiner; Klauenbösch, Heierli; Steiger, Bolliger; Hurni, Gallati; Stäubli, Schubiger, Berweger; Beerli, Suter, Juhola; Urner, Kanebjörk, Kulmala. – Bemerkungen: 32. Amrein hält Penalty von Juhola. Ad Astra ohne Savinainen (verletzt), Roman Schöni und Britschgi (abwesend).

Im Cup eine Runde weiter

Ad Astra Sarnen hat sich am Sonntagnachmittag vom Meisterschaftsschock etwas erholt und bezwang den NLB-Club Fribourg mit 6:5. Die Obwaldner zogen dank diesem knappen Sieg in die Achtelfinals des Schweizer Cups ein. Es musste dennoch bis zum Schluss gezittert werden: Das 5:2 in der 52. Minute durch Lauri Liikanen brachte Sarnen keine Sicherheit – im Gegenteil. Die Freiburger glichen innert 32 (!) Sekunden zum 5:5 aus. Das Nervenkostüm der Gäste zerbrach deswegen nicht: 84 Sekunden nach dem 5:5 erzielte Robin Markström auf Pass von Roman Schöni den viel umjubelten Siegestreffer. (reb)

Fribourg – Sarnen 5:6 (1:1, 1:2, 3:3)
Sporthalle Giffers-Tentlingen, Giffers. – 124 Zuschauer. – SR Bühler/Bühler. – Tore: 3.  Müller (Ducommun) 1:0. 9. Roman Schöni (Cornel von Wyl) 1:1. 30. Roman Schöni 1:2. 34. Heini (Ruffieux) 2:2. 35. Jonas von Wyl (Cornel von Wyl) 2:3. 46. Marco Schöni 2:4. 52. Liikanen (Markström) 2:5. 53. Roulin (Aerschmann) 3:5. 53. Aerschmann 4:5. 53.  Aerschmann (Roulin) 5:5. 54. Markström (Roman Schöni) 5:6. – Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Fribourg; 1-mal 2 Minuten gegen Sarnen.

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