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Saison mit vielen Neuerungen

Reiko Peter plant für den Herbst die Rückkehr unter die besten 100 Spieler der Welt. Erstmals bereitet sich der Luzerner mit einem eigenen Trainer vor. Und auch auf der Profi-Tour gibt es Veränderungen.
Stefan Kleiser
Der Luzerner Reiko Peter (rechts), hier am GC-Cup gegen den Engländer Adrian Waller. (Bild: Stefan Kleiser (Uster, 12. März 2018))

Der Luzerner Reiko Peter (rechts), hier am GC-Cup gegen den Engländer Adrian Waller. (Bild: Stefan Kleiser (Uster, 12. März 2018))

Zweieinhalb Wochen hatte Reiko Peter den Schläger zur Seite gelegt. «Ich war ein bisschen ausgelaugt von den vielen Turnieren», erklärt der Luzerner Profi: «13 PSA-Turniere und vier closed satellites, das war für eine Comeback-Saison sehr ambitioniert.» Zuletzt spielte der 29-Jährige im Mai in Argentinien, Paraguay und Brasilien um Weltranglistenpunkte. Zwei Mal schied er in der ersten Runde aus, in São Paulo stand er im Halbfinal.

«Spielerisch ist es nicht ideal gelaufen», urteilt Reiko Peter. «Südamerika war sehr cool», ergänzt er trotzdem. In der letzten Woche hat die Nummer 106 der Welt die Vorbereitung für nächste Saison aufgenommen. Erstmals arbeitet er dabei mit einem persönlichen Trainer. «Es ist mein guter Freund Jonas Dähler, der auch einmal Profi gewesen ist.» Der 28-Jährige, Junioren-Nationaltrainer und Instruktor im Fitnesspark National Luzern, hat ihm einen Trainingsplan zusammengestellt. «Der Fokus liegt am Anfang beim Krafttraining. Später ist es für mich sehr wichtig, an der Schnelligkeit zu arbeiten», erklärt Peter. «Das ist das, was ich noch nicht aufholen konnte.» Nach zwei Hüftoperationen bestreitet er erst seit letztem Herbst wieder Wettkämpfe. Die Ergebnisse waren teilweise sehr gut und teilweise durchschnittlich. «Die Konstanz kommt mit dem Spielen und dem Selbstvertrauen von alleine wieder», ist Reiko Peter sicher. Mit der zum ersten Mal individuellen Vorbereitung («ab und zu neue Reize sind sehr wichtig») will Reiko Peter wieder unter die besten 100 Squasher der Welt vorrücken. Vor den gesundheitlichen Problemen hatte er auf Rang 66 gelegen. Allerdings kann der Bronzemedaillengewinner der letzten Schweizer Meisterschaft, der nächste Woche aus Kanada zurückkehrt, im Juli wegen eines Zivildienstes nur reduziert trainieren.

Weniger Plätze für eigene Spieler

Seit einigen Jahren werden in Kriens im Frühjahr kleinere Weltranglistenturniere ausgetragen. Zuletzt wurde unter dem Label «Pilatus Indoors» am Sekisui Open und am Karli Open um Punkte für das World Ranking gespielt – und um je 10 000 Dollars Preisgeld. Auch 2019 gebe es diese Turniere, bestätigt OK-Präsident Tim Miescher. «Wir sind derzeit am Suchen eines Datums.» Voraussichtlich finden die Turniere Anfang oder Mitte Mai statt. Wie viele Krienser an den Heimturnieren mittun dürfen, ist offen. Klar ist aber: Da es auf der Profi-Tour keine Qualifikation mehr gibt, werden es weniger sein. 2018 durften dank jeweils einer Wild Card und vier Local Spots fünf Männer sowie fünf Frauen aus Kriens internationale Erfahrung sammeln. In der neuen Form sind keine Local Spots mehr vorgesehen. (skl)

Einfluss auf das Vorankommen könnte auch das neue Reglement für die Weltranglistenturniere haben. Die Professional Squash Association passt auf August mehr als nur Details an. So sind die Events in neue Preisgeldkategorien eingeteilt, und die Punkte für das World Ranking werden nach einem neuen Schlüssel verteilt. Zudem werden die Gewinner nicht mehr in 16er- oder 32er-Tableaus ermittelt, sondern aus einem 24- oder 48-Teilnehmer-Feld.

Schwieriger, in die grossen Turniere zu kommen

Die Neuerung, welche die Profis am meisten betrifft: Es gibt künftig keine Qualifikation mehr. An einem Turnier ist man drin oder nicht. Dafür sind die 8 oder 16 stärksten Teilnehmer direkt für die zweite Runde gesetzt. «Das gibt mehr Geld», bemerkt Peter. Bisher gingen die Verlierer der ersten Qualifikationsrunde nämlich leer aus und mussten auch die Unterkunft selbst bezahlen.

Aus der Unterhaltung mit Konkurrenten hat der 29-Jährige vor allem eines herausgehört: «Viele befürchten, dass es sehr schwierig werden wird, sich nach oben zu arbeiten, denn man muss ja unter den besten 46 sein, um in die grossen Turniere zu kommen.» Er glaube nicht, dass er weniger oft starten könne, «aber eventuell nicht mehr bei ganz so vielen grossen Turnieren». Und es könne auch sein, dass die kleineren Turniere nun noch stärker besetzt sein werden. Die gute Vorbereitung ist also noch wichtiger.

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