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Der Giswiler Langläufer Janik Riebli meistert seinen Berufswechsel

Mit den Swiss-Cup-Rennen in Ulrichen ist für Janik Riebli der Startschuss in die neue Saison erfolgt. Der B-Kaderathlet von Swiss Ski bestreitet seine erste Saison als Profisportler.
Roland Bösch
Der 20-jährige Giswiler Janik Riebli unterwegs im Walliser Schneegestöber anlässlich des ersten Swiss-Cup-Wochenendes in Ulrichen. (Bild: Urs Steger (Ulrichen, 2. Dezember 2018))

Der 20-jährige Giswiler Janik Riebli unterwegs im Walliser Schneegestöber anlässlich des ersten Swiss-Cup-Wochenendes in Ulrichen. (Bild: Urs Steger (Ulrichen, 2. Dezember 2018))

Als wir Janik Riebli am Sonntagabend am Telefon zum Interview erreichten, schaut er gerade mit seiner Freundin Fabiana einen Film. Noch vor einem Jahr wäre es undenkbar gewesen, dass der Obwaldner in der Wettkampfphase Zeit gefunden hätte, um es sich vor dem Fernseher gemütlich zu machen. «Nach den Rennsonntagen kehrte ich jeweils auf meinen Lehrbetrieb zurück, wo spätestens am Montagmorgen um fünf Uhr der Wecker läutete und zur Arbeit rief», blickt Janik Riebli in die Vergangenheit.

Im Sommer 2018 hat Riebli die Ausbildung zum Landwirt erfolgreich abgeschlossen. Der Obwaldner konzentriert sich nun an seinem Trainingsstandort Davos voll und ganz auf den Spitzensport. Dem 20-Jährigen ist diese Umstellung nicht ganz einfach gefallen. «Ich war es gewohnt, von der Arbeit schmutzige Hände zu haben. So musste ich zuerst lernen, was es heisst, Sport als Beruf auszuüben.» Mittlerweilen hat sich Janik Riebli an den neuen Tagesablauf gewöhnt und auch den nötigen Ehrgeiz für die neue Situation entwickelt: «Ich will meinen Beruf, ob als Bauer oder als Sportler, richtig machen. Ich investiere jetzt viel mehr Zeit in die Vor- und Nachbearbeitung der Trainings, die Ernährung erhält einen höheren Stellenwert und auch die Erholungsphasen plane ich viel gezielter ein.»

Auch als Spitzensportler auf dem Hof anzutreffen

Alles in allem sind die einzelnen Tage als Sportler nicht weniger intensiv geworden. Übrigens, zwischendurch ist Janik Riebli doch noch auf einem Traktor anzutreffen. «Meinem Kopf hat es sehr gut getan, im Sommer und Herbst einige Male auf meinem ehemaligen Lehrbetrieb auszuhelfen oder auf dem elterlichen Hof anzupacken.» Ein Bauernsohn bleibt halt auch als Spitzensportler ein Bauernsohn.

Parallel zum Wechsel ins Profileben erfolgte für Janik Riebli auch der Wechsel ins B-Kader. Als Jüngster im Team hat sich der Athlet des Skiclubs Schwendi-Langis langsam herangetastet. Offen gibt Janik Riebli zu: «Der Trainingsaufwand war viel härter und viel umfangreicher, als ich mir vorgestellt hatte. Ich habe glücklicherweise schnell gelernt damit umzugehen und kann enorm von den vielen gemeinsamen Trainings profitieren.»

Mit Dreijahresplan zum Erfolg

Der am Wochenende in Ulrichen gestartete Wettkampfwinter steht für Janik Riebli unter dem Motto «Erfahrungen sammeln». Erstmals startet er in der Männer-Kategorie. Für den Giswiler ist klar, dass es in diesem Winter ziemlich schwierig ist, grosse Erfolge zu erzielen: «Ich habe mir deshalb bewusst einen Dreijahresplan zurechtgelegt mit dem Fernziel Weltcup.» Ein erster wichtiger Schritt hat er mit dem 15. Rang im Sprint und Platz 17 im Einzelrennen über 16,2 Kilometer bei den Swisscup-Rennen abgeliefert. Beide Male war er bester Schweizer seines Jahrgangs. «Jahrgangsbester zu sein tut immer gut. Aber ich bin mir bewusst, dass jetzt nur noch die Gesamtrangliste zählt und ich mich nach vorne orientieren muss.» Janik Riebli lässt keine Zweifel offen, dass er bereit ist, seinem «neuen» Beruf als Spitzensportler alles unterzuordnen.

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