RHC Uri kassiert bittere Niederlage

Die Urner verlieren das Schicksalsspiel gegen Dornbirn mit 4:5 nach Penaltyschiessen. Der Playoff-Einzug rückt in weite Ferne.

Urs Hanhart
Hören
Drucken
Teilen
Der RHC Uri (Captain Joshua Imhof am Ball) liess zu viele gute Chancen ungenutzt.

Der RHC Uri (Captain Joshua Imhof am Ball) liess zu viele gute Chancen ungenutzt.

Bild: Urs Hanhart (Seedorf, 2. Februar 2020)

«Das Wettkampfglück scheint uns in dieser Saison wirklich nicht hold zu sein», bilanzierte Uris Coach Philipp Schuler am Sonntag nach dem Schlusspfiff. «Heute hatten wir es in den Händen, das Match in der regulären Spielzeit für uns zu entscheiden und die dringend benötigten drei Punkte einzufahren. Aber leider war die Chancenverwertung ungenügend. Das Manko lag vor allem im mentalen Bereich.» Mit einem Sieg hätte sein Team in der Tabelle zum RHC Dornbirn aufschliessen können. Stattdessen ist der Abstand zu den Vorarlbergern nun auf vier Punkte angewachsen. Auf den neuen Tabellenvierten Wimmis beträgt der Rückstand jetzt sogar fünf Zähler.

In den restlichen drei Runden noch unter die Top Vier vorzustossen, ist für die Urner jetzt schon fast ein Ding der Unmöglichkeit, zumal sie noch zweimal gegen den ungeschlagenen Leader Genf antreten müssen. Trotzdem gab sich Schuler kämpferisch und betonte: «So lange es noch eine Chance gibt, in die Playoffs einzuziehen, geben wir nicht auf. Wir werden in den letzten drei Runden alles daransetzen, möglichst viele Punkte zu holen.»

Feuerwerk nach der Halbzeitpause

Der RHC Uri startete ziemlich schwach ins Heimspiel gegen Dornbirn. Die erste Halbzeit war durch viele unnötige Ballverluste gekennzeichnet und endete mit 1:3 aus Sicht der Platzherren. In der zweiten Halbzeit kamen die Gastgeber dann völlig verwandelt aus der Kabine. Sie setzten mächtig Druck auf, machten den Zwei-Tore-Rückstand innerhalb von nur fünf Minuten durch Treffer von Felipe Sturla und Joshua Imhof, der einen direkten Freistoss verwandelte, wett. Und es kam sogar noch besser für die in dieser Phase fulminant spielenden Urschweizer. Sturla bescherte seinem Team in der 31. Minute mit einem eiskalt versenkten direkten Freistoss die 4:3-Führung. Danach ging der Schwung allerdings wieder etwas flöten, weil die Urner zwei Strafen kassierten und vier Minuten lang in Unterzahl spielen mussten. Diese überstanden sie zwar schadlos, aber kaum war diese Phase vorüber, gelang den Gästen auf etwas glückliche Art der 4:4-Ausgleich (38. Minute). In den letzten zwölf Minuten der regulären Spielzeit waren fast nur noch die Hausherren am Drücker. Sie liessen mehrere Topchancen ungenutzt. Sieben Sekunden vor Ablauf der 50 Minuten traf Sturla mit einem Rückhandschlenzer die Latte.

Auch in der zehnminütigen Verlängerung standen die Gastgeber deutlich näher am Siegtreffer als die Österreicher. Die beste Chance vergab Sturla, der in der 54. Minute einen direkten Freistoss verschoss. Weil in der Overtime keine Tore fielen, musste die Entscheidung im Penaltyschiessen fallen. Dieses war nichts für schwache Nerven, ging es doch quasi nochmals in eine Verlängerung. Erst nach dem siebten Schützen stand fest, dass Dornbirn zwei Punkte erhält und sich Uri mit einem Zähler bescheiden muss.

«In der ersten Halbzeit gab es in unseren Reihen zu viele individuelle Fehler», betonte Coach Schuler. «Im zweiten Durchgang lief es dann deutlich besser. In Zukunft müssen wir unbedingt verhindern, dass uns unnötige Ballverluste unterlaufen. Dadurch bauen wir ungewollt den Gegner auf. Zudem müssen wir mit mehr Überzeugung in die Abschlüsse gehen.»

RHC Uri – Dornbirn 4:5 n. P. (1:3,3:1,0:0,0:0)
Rollhockeyhalle Seedorf. – SR Lewis, Novo.
Uri: Blöchlinger, Fugueiredo; Remo Schuler, Gerig, Gisler, Imhof (2), Briker, Sturla (2), Aschwanden, André Schuler.
Dornbirn: Mirantes, Gomes; Fässler, Gomez (2), Brunner (1), Hagspiel (2), Stockinger, Michael Sahler, Stefan Sahler.