Uris Rollhockeyaner sind am Tiefpunkt angelangt – Tabellenletzter der NLA

Die Urner Rollhockeyaner verlieren das NLA-Kellerduell in Uttigen mit knapp mit 3:4.

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Felipe Sturla (am Ball) glich zwischenzeitlich zum 2:2 aus.

Felipe Sturla (am Ball) glich zwischenzeitlich zum 2:2 aus.

Bild: Urs Hanhart (Seedorf, 27. November 2019)

(ji) Als die Schiedsrichter das NLA- Spiel zwischen Uttigen und Uri am vergangenen Samstagabend kurz vor 18.00 Uhr abpfiffen, waren die Urner am Tiefpunkt angelangt. Nach der bitteren 3:4-Niederlage liegen die Urner nun mit drei Punkten Rückstand abgeschlagen am Tabellenende.

Dabei startete der RHC Uri vielversprechend in das Kellerduell im Berner Oberland. Adrian Briker traf bereits nach etwas mehr als einer Minute mit einem satten Rückhandschuss ins Lattenkreuz. Dabei war Briker ursprünglich überhaupt nicht in der Startformation vorgesehen. Er rückte erst wenige Sekunden vor dem Anpfiff für Joshua Imhof nach, der am Rollmaterial einen technischen Defekt zu beklagen hatte. Mit dem frühen Führungstreffer war das Spiel so richtig lanciert. Beide Teams schenkten sich nichts und agierten aus einer gesicherten Abwehr. Die grösste Torgefahr drohte beidseitig nach schnell vorgetragenen Kontern. Doch beide Torhüter zeigten sich von ihrer besten Seite.

Nach dem Ausgleich spielt die Angst bei den Urner mit

So brauchte es einen Geniestreich von Sascha Frey, der ein Zuspiel zum 1:1-Ausgleich direkt via Pfosten im Tor der Urner unterbrachte. Die Berner Oberländer waren fortan das gefährliche Team. Das war aber auch dem Umstand geschuldet, weil die Urner nach dem Ausgleich verunsichert wirkten und so nur noch zögerlich in die Zweikämpfe einstiegen, was auch den 1:2-Rückstand zur Folge hatte. Die Angst vor einer weiteren Niederlage stand den Urner nun ins Gesicht geschrieben. Dennoch winkte die Wende, als Felipe Sturla mit einem schmeichelhaften Penalty 23 Sekunden vor der Pause zum 2:2 ausglich.

In der Pause schien Uri-Trainer Carlos Sturla die richtigen Worte gefunden zu haben, denn die Urner starteten fulminant. Schliesslich besorgte Captain Joshua Imhof, der nach einer Verletzungspause sein Comeback feierte, mit einem Rückhandschuss den erneuten Urner Führungstreffer (3:2). Wenige Sekunden später hatte Imhof erneut eine Topmöglichkeit, liess diese aber ungenutzt. Im Gegenzug traf der ehemalige Urner Patrick Greimel zum 3:3-Ausgleich für Uttigen. Für Uri kam es in der Folge schlimmer: Uttigen ging nur eine halbe Minute später mit 4:3 in Führung.

Remo Walther brachte Urner zu Verzweifeln

Noch blieben 15 Minuten, in denen sich die Urner mit aller Kraft gegen die drohende Niederlage stemmten. Felipe Sturla, Joshua Imhof und Manuel Gisler scheiterten aber allesamt an Remo Walther, dem starken Rückhalt der Berner Oberländer. Der Ausgleich sollte nicht gelingen, die Urner hatten den Tiefpunkt erreicht.

Uri-Trainer Carlos Sturla zeigte sich nach dem Spiel bitter enttäuscht: «Die Niederlage schmerzt, sie war alles andere als zwingend. Wir hatten genug Möglichkeiten, um das Spiel für uns zu entscheiden.»

NLA-Rollhockey

Männer: Uttigen – Uri 4:3. Genf – Montreux 3:2. Dornbirn – Montreux 3:4. Diessbach – Biasca 7:4. – Rangliste: 1. Genf 8/24. 2. Diessbach 8/18. 3. Montreux 9/17. 4. Dornbirn 8/10. 5. Wolfurt 9/10. 6. Biasca 8/9. 7. Uttigen 8/9. 8. Wimmis 7/7. 9. Uri 7/4.

RSC Uttigen – RHC Uri 4:3 (2:2)
Grüenäblätz. – 200 Zuschauer. – RHC Uri: Ricardo Figueiredo; Manuel Gisler, André Da Costa, Remo Schuler, Felipe Sturla (1 Tor), Michael Gerig, Adrian Briker (1), Joshua Imhof (1), Marc Blöchlinger.

Nächstes Spiel. Sonntag. 16.00: RHC Uri – Wimmis (Rollhockeyhalle, Seedorf).

Frauen: Uttigen – Uri 3:1. – Rangliste: 1. Vordemwald 5/15. 2. Diessbach 4/9. 3. Montreux 5/9. 4. Uttigen 5/8. 5. RHC Uri 5/6. 6. Schweiz U17 5/4. 7. Gipf-Oberfrick 5/0.