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Der Grosswanger Ringer Stefan Reichmuth setzt auf die Karte Sport

Stefan Reichmuth gewinnt locker den zweiten Schweizer Meistertitel in der Elitekategorie. Für den 23-Jährigen aus Grosswangen stehen jedoch die Weltmeisterschaften in Kasachstan im Fokus.
Simon Gerber
Stefan Reichmuth hat die Zukunft im Blickfeld. (Bild: Philipp Schmidli (Willisau, 22. Dezember 2018))

Stefan Reichmuth hat die Zukunft im Blickfeld. (Bild: Philipp Schmidli (Willisau, 22. Dezember 2018))

Entspannt verfolgte Stefan Reichmuth an den Schweizer Freistil-Meisterschaften in der Sporthalle Brüel in Einsiedeln die Finalkämpfe seiner Teamkollegen Timon Zeder und Lukas Bossert von Willisau Lions. Beide mussten sich nach einer Niederlage mit der Silbermedaille begnügen. Reichmuth selber lieferte einen perfekten Wettkampf ab. Weil in der Gewichtsklasse bis 97 Kilogramm nur fünf Teilnehmer angetreten waren, gab es keinen Finalkampf. Es wurde nach dem nordischen System gerungen, wo jeder gegen jeden einen Kampf auszutragen hatte.

Dabei war Stefan Reichmuth wie erwartet eine Klasse für sich. Der Rottaler machte mit seinen Kontrahenten kurzen Prozess und gab keinen einzigen Punkt ab. Das Niveau war allerdings bescheiden. «Trotzdem nahm ich die Meisterschaften nicht auf die leichte Schulter. Es muss zuerst immer gerungen werden. So waren die Fights für mich ein sehr gutes Training», resümierte Stefan Reichmuth. Der 23-Jährige gewann nach 2014 erst seinen zweiten Titel in der Elitekategorie. Das hat jedoch seinen Grund. An den letzten vier Titelkämpfen war der gelernte Zweiradmechaniker immer an internationalen Turnieren oder in Trainingslagern unterwegs.

Sparringpartner aus Deutschland

Dieses Jahr absolviert Stefan Reichmuth bis Mitte Mai einen dreiwöchigen Sportler-WK in Magglingen. Am Vormittag stehen jeweils zwei Blöcke im Kraft- und Konditionsbereich auf dem Trainingsplan. Am Nachmittag wird auf der Ringermatte gekämpft. Dafür steht dem Luzerner extra ein Sparringpartner aus Deutschland zur Verfügung. «Das sind für mich erstklassige Bedingungen», schwärmt Reichmuth. Die weitere Saisonplanung ist nun auf die Weltmeisterschaften im September in Kasachstan ausgerichtet. «Dort möchte ich mich in der Gewichtsklasse bis 86 Kilogramm unter den ersten sechs klassieren und mich so für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio qualifizieren», präzisiert Stefan Reichmuth.

Diese Aussage passt zu seiner professionellen Einstellung und seiner grossen Leidenschaft zum Ringsport. Um den olympischen Traum mit aller Konsequenz zu leben, setzt Reichmuth zu 100 Prozent auf den Sport. Dies sei für ihn ein grosses Privileg. Ohne Sponsoren, die Unterstützung der Familie und einem guten Umfeld im Klub sowie im Verband wäre ein solches Projekt allerdings kaum realisierbar. Bis im September ist Reichmuth ständig im Ausland unterwegs und ist in seinem Elternhaus in Grosswangen nur noch selten anzutreffen.

Ein Dämpfer zu Beginn des Jahres

Das Jahr 2019 begann für den ambitionierten Freistilringer mit einem Dämpfer. Schon im vergangenen Dezember spürte Reichmuth Schmerzen im linken Knie. Nach einer MRI-Untersuchung entschied er sich in Absprache mit dem Arzt und dem Trainer Ende Februar für eine Meniskusoperation. Dank des raschen Heilungsprozesses konnte Stefan Reichmuth an den Europameisterschaften in Bukarest im April bereits wieder auf die Matte zurückkehren. Allerdings befand er sich nicht in der körperlichen Verfassung, um mit den Besten mithalten zu können. Die Defizite waren noch zu gross. Nach einer hauchdünnen Niederlage schied Reichmuth nach dem ersten Kampf aus. Jetzt gehe es wieder stetig aufwärts und er sei wieder in der richtigen Spur. «Die Form wird immer besser. Nach dem Sieg in Einsiedeln bin ich locker und neu motiviert», blickt Stefan Reichmuth zuversichtlich in die Zukunft.

Einsiedeln. Schweizer Freistil-Meisterschaften (82 Teilnehmer/500 Zuschauer). Bis 60 kg: 1. Urs Wild (Weinfelden). 2. Timon Zeder (Willisau Lions). 3. Patrick Rölli (Hergiswil). 4. Dany Kälin (Einsiedeln). – Bis 65 kg: 1. Randy Vock (Freiamt). 2. Lukas Bossert (Willisau). 3. Simon Gerig (Schattdorf). 5. Michel Schönbächler (Einsiedeln). 6. Leon Kempf (Schattdorf). – Bis 70 kg: 1. Michael Bucher (Freiamt). 2. Pascal Strebel (Freiamt). 3. Jan Neyer (Einsiedeln). 4. Lars Neyer (Einsiedeln). 5. Martin Grüter (Hergiswil). – Bis 75 kg: 1. Adrian Mazan (Einsiedeln). 2. Roger Junker (Weinfelden). 3. Nico Küng (Freiamt). 6. Philippe Kunz (Hergiswil). – Bis 80 kg: 1. Tanguy Darbellay (Team Valais). 2. Théry Chardonnens (Team Valais). 3. Marc Dietsche (Kriessern). 4. Sämi Fuchs (Brunnen). 5. Mirco Studer (Willisau Lions). 6. Bruno Achermann (Ufhusen). – Bis 86 kg: 1. Marc Weber (Thalheim). 2. Andreas Burkard (Einsiedeln). – Bis 97 kg: 1. Stefan Reichmuth (Willisau Lions). 2. Michael Nydegger (Sense). 3. Simon Marti (Ufhusen). – Über 97 kg: 1. Andrii Vyshar (Oberriet-Grabs). 2. Sven Neyer (Einsiedeln). 3. Dominik Streiff (Tuggen).

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