Nur ein Sieg hält die Urner Playoff-Träume am Leben

Der RHC Uri steht vor einem kapitalen Spiel: Er empfängt am Sonntag im Playoff-Kampf den RHC Dornbirn.

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Für die Urner (hier Tim Aschwanden, vorne) wäre die Qualifikation für die Playoffs eine grosse Überraschung.

Für die Urner (hier Tim Aschwanden, vorne) wäre die Qualifikation für die Playoffs eine grosse Überraschung.

Bild: Kurt Briker

ji. Vier Runden vor Ende der Qualifikation liegt der RHC Uri in der NLA nur vier Punkte von einem Playoff-Platz entfernt. Weil sie im Vergleich zur unmittelbaren Konkurrenz allerdings am meisten Spiele bestritten haben, käme das Erreichen der Playoffs einer grossen Überraschung gleich.

Damit die Hoffnung am Leben bleibt, müssen die Urner das Heimspiel am Sonntag (16 Uhr, Rollhockeyhalle, Seedorf) gegen den RHC Dornbirn unbedingt gewinnen. Die Partie verspricht allein schon deshalb Spannung, weil auch die Vorarlberger noch auf Punkte angewiesen sind. Zwar liegen sie momentan auf einem Playoff-Rang, spüren aber den Atem mehrerer Konkurrenten im Nacken.

Goalie Figueiredo kann den Unterschied machen

Für dieses kapitale Spiel kehrt Uri-Torhüter Ricardo Figueiredo nach abgesessener Zwei-Spiele-Sperre in die Mannschaft zurück. Der Portugiese kann an einem guten Tag den Unterschied ausmachen. Doch nicht nur deshalb blickt Trainer Carlos Sturla der Partie mit viel Optimismus entgegen: «Mein Team hat in den letzten Wochen Fortschritte gemacht. Wir sind auf einem guten Weg. Am Sonntag werden Details entscheiden, aber ich bin überzeugt, dass wir gewinnen werden.»

Wie knapp es zugehen kann, haben die Urner im Hinspiel in Dornbirn am eigenen Leib erfahren. Nach einer ausgeglichenen Partie musste das Penaltyschiessen entscheiden, in dem die Urner schliesslich den Kürzeren zogen. Bei den Vorarlbergern wechseln sich Licht und Schatten in dieser Saison ab. Mal spielen sie hervorragend, mal nur mittelmässig. Vor allem was das Toreschiessen betrifft, ist der RHC Dornbirn noch nicht so richtig in Fahrt gekommen. Das überrascht insbesondere deshalb, weil die Vorarlberger mit Kilian Hagspiel einen der Toptorschützen der vergangenen Saison in ihren Reihen wissen. Aus Urner Sicht ist zu hoffen, dass sich der Knopf nicht ausgerechnet am Sonntag löst.

Felipe Sturla ist eine Attraktion

Den Knopf endgültig gelöst hat Felipe Sturla. In seiner zweiten Saison beim RHC Uri gehört der Italiener zu den Attraktionen der Liga. Mit einem Hattrick in Biasca hat er sich auf Rang 3 der Torschützenliste gehievt. 16 Tore in zwölf Spielen sind eine eindrückliche Bilanz. Doch auch er hat nur eines im Kopf: «Solche individuellen Statistiken sind zwar schön anzuschauen, interessieren mich aber nur am Rande. Am Ende zählt für mich der Erfolg des Teams und damit in erster Linie die Playoff-Qualifikation. Mit allem anderen kann ich mir nichts kaufen.»