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Skirennfahrerin Nathalie Gröbli und die Parallele zu Beat Feuz

Nathalie Gröblis Rennkalender ist vollgepackt mit Weltcup- und Europacup-Rennen. Wieso sich die Nidwaldnerin als «Rennhund» bezeichnet, hat sie unserer Zeitung verraten.
Peter Gerber Plech
Für Nathalie Gröbli gibt’s auf der Abfahrt keine Weltcup-PunkteBild: Philipp Guelland/EPA (Garmisch-Partenkirchen, 27. Januar 2019)

Für Nathalie Gröbli gibt’s auf der Abfahrt keine Weltcup-PunkteBild: Philipp Guelland/EPA (Garmisch-Partenkirchen, 27. Januar 2019)

Es war der vorläufige Höhepunkt der Saison. Die ersten 2920 Abfahrtsmeter im Weltcup standen bevor. Nathalie Gröbli stieg am Sonntag mit Startnummer 37 – zwischen der Schwedin Lin Ivarsson und der Deutschen Meike Pfister – ins Rennen auf der Kandahar-Piste von Garmisch-Partenkirchen. Wegen der vielen Unterbrechungen dauerte es, bis Nidwaldnerin das Starttor zu ihrem 15. Saisonrennen hatte aufstossen dürfen. Punkte gab es für die 22-Jährige wie schon im Super-G am Tag davor keine. Weil dem Weltcup, respektive den dort erzielten Resultaten, in Gröblis Winter 2018/19 nicht das Hauptaugenmerk gilt, waren die Tage in Garmisch und zuvor in Cortina d’Ampezzo nicht verlorene Zeit. Viel mehr sind die Trainings, die Rennen und die Erlebnisse auf höchster Ebene unter der Haben-Spalte der Abrechnung gemachter Erfahrungen zu verbuchen.

«Zeig einfach das, was du kannst»

Nathalie Gröblis Karriere soll sich kontinuierlich entwickeln. Gute Resultate im Europacup und nach Möglichkeit zu Schluss der Lohn in Form eines fixen Startplatzes in mindestens einer Speed-Disziplin für den Weltcup-Winter 2019/20 sind das Ziel. «Ich setzt mir gerne Ziele die mich fordern, die aber gleichzeitig auch realistisch und erfüllbar sind», sagt die Fahrerin aus dem B-Kader von Swiss Ski. Schon der Einstieg in den Wettkampf-Winter 2018/19 entsprach genau diesem Plan. «Das war etwas überraschend für mich, da das Herbsttraining nicht gut funktioniert hat und ich quer durch die Disziplinen hindurch nie wirklich schnell gewesen bin», gesteht Nathalie Gröbli.

Verrückt machen liess sich die 22-Jährige durch diese Trainings nicht und sie legte sich für die ersten Rennen ein einfaches, aber wie die Resultate zeigen sollten wirkungsvolles Rezept zurecht: «Zeig einfach das, was du kannst und was du drauf hast», habe sie sich gesagt. Und das war definitiv mehr, als die Übungseinheiten auf den Schweizer Gletschern die Athletin und deren Trainer hatten vermuten lassen. Ende November zwei FIS-Riesenslaloms in Arosa, zwei Siege. Anfang Dezember drei Europacup-Rennen in Kvitfjell, der erste Podestplatz auf dieser Stufe und zwei Top-5-Klassierungen. Ein Start nach Mass. Und weil das Rezept schon einmal funktioniert hatte, kam es auch bei den Europacup-Rennen in Zauchensee zur Anwendung. In den Abfahrtstrainings kam Nathalie Gröbli nicht auf Touren – die Plätze 47, 35 und 38 waren ziemlich bescheiden. Es kamen die Rennen: Sechste und Vierzehnte in der Abfahrt, gar Vierte im Super-G.

Als eine irgendwie «normale Geschichte» stuft Nathalie Gröbli ihre Entwicklung vom Training hin zum Rennen ein und verweist auf die ähnlich verlaufenen Jahre als Juniorin. «Auch dort mussten sich die Trainer daran gewöhnen, dass ich im Rennen immer ein gutes Stück besser und schneller bin als im Training.» Den Grund für diese Eigenheit kennt sie selber nicht. In Gesprächen mit Trainern habe sie mehrfach versucht, eine Antwort zu finden. Sie arbeite im Training ganz normal an den technischen Feinheiten und könne dort auch Korrekturen anbringen und umsetzen, sagt Gröbli. Die Zutat Tempo könne sie dem Gericht aber erst beimischen, wenn es ernst gilt. Ist also Nathalie Gröbli – man denke da an Beat Feuz – ein Rennhund? «So kann man es natürlich auch sagen», meint sie und lacht.

12. im Kombi-Slalom von Les Diablerets

Kaum ist der Weltcup mit den Garmisch-Rennen Geschichte ist Nathalie Gröbli im Euroacup gefordert. Gestern stand in Les Diablerets der Slalom der alpinen Kombination, wo sie 12. wurde, auf dem Programm, heute steht der Super-G auf dem Programm. «Auf diese Rennen freue ich mich. Und auch auf die Rennen Mitte Februar in Crans Montana. Dort kenne ich die Strecke schon ganz gut.» Und da Nathalie Gröbli dieser Tage von Rennen zu Rennen reist und das Training eher im Hintergrund steht, befindet sie sich im permanenten Rennmodus. Keine schlechte Voraussetzung für einen «Rennhund».

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