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Waffenläufer mit speziellem Comeback

Eine Gruppe junger Luzernerinnen stimmt sich am 42. Luzerner Stadtlauf auf den Polterabend ein. Ihr Motto: «Die Hochzeit naht… Renn!» Was der Auserwählte davon hält, ist nicht überliefert.
Stephan Santschi
Veronika Furrer (Vierte von rechts) stimmt sich mit der Poltergruppe auf den Stadtlauf ein. (Bild: Roger Zbinden, 4. Mai 2019)

Veronika Furrer (Vierte von rechts) stimmt sich mit der Poltergruppe auf den Stadtlauf ein. (Bild: Roger Zbinden, 4. Mai 2019)

Hans Furrer ist als einer der erfolgreichsten Waffenläufer in die Schweizer Sportgeschichte eingegangen. Zwei Mal wurde er Schweizer Meister, fünf Mal gewann er unter anderem auch den Klassiker in Frauenfeld. Am Stadtlauf gab der Rickenbacher nun ein Comeback, wenn auch nicht leibhaftig. Vielmehr war es sein ehemaliger Wettkampfanzug, der Auslauf erhielt. Getragen von seiner Tochter Veronika Furrer.

Hintergrund: Die 28-Jährige feierte am Tag des Stadtlaufs ihren Polterabend. Im Tarnanzug und mit bräutlichem Kopfgeschmeide stand sie im Zentrum der achtköpfigen Gruppe aus der Region Sursee, die als Team Bride mit dem Motto: «Die Hochzeit naht… Renn!» am Volksrennen teilnahm. Zusammengesetzt war das Aufgebot aus Freundinnen aus der Schulzeit, drei künftigen Schwägerinnen und ihrer Schwester Sarah Gasser-Furrer, die an der Hochzeit am 15. Juni dann auch als Tätschmeisterin fungieren wird.

Beim Thailändisch-Kochen platzt das Geheimnis

Sarah Gasser war es denn auch, die sich das Ganze ausgedacht hatte. Da Veronika in der Freizeit oft joggt und selber schon an diversen Laufveranstaltungen in der Region teilgenommen hat, lag ein sportlicher Programmpunkt an ihrem Junggesellinnenabend auf der Hand. «Ich wusste, dass der Stadtlauf stattfindet. Ich war deshalb nicht wirklich überrascht, als ich von unserer Teilnahme erfuhr», erzählt Veronika und lacht. Das Geheimnis vermochten die Freundinnen übrigens bis am Samstag zu bewahren. Dann aber versprach sich der Koch, bei dem sie am Vormittag noch zum Thailändisch-Kochen vorbeigeschaut hatten.

Und so machten sich die Frauen zwischen 18 und 31 Jahren kurz nach 17 Uhr in der Kategorie der Firmengruppen «Happy Runners» auf die 1,51 Kilometer lange Strecke. «Wer weiss, vielleicht gewinne ich dieses Rennen ja», mutmasste Veronika Furrer mit einem Schmunzeln. Schliesslich bedeutet ihr Vorname im Altgriechischen die Siegbringende und da ihr künftiger Mann mit Nachnamen Sieger heisst, lag ihr Triumph geradezu in der Luft. Ihre Schwester hatte freilich aber ein anderes Drehbuch vorgesehen. «Veronika wäre gerne schneller gerannt. Da wir aber nicht alle gleich fit sind, kamen wir geschlossen ins Ziel», berichtet Sarah Gasser.

Zuschauer erinnern sich an den prominenten Vater

Auf dem Weg verteilte Veronika Furrer Schokoladenherzchen ans Publikum und sorgte dabei tatsächlich für einen Wiedererkennungseffekt. Waffenlauf-Fans erkannten nämlich das Foto von Hans Furrer auf ihrem Rücken und hatten Freude am Auftritt der künftigen Braut. «Es brauchte schon etwas Überwindung, mit diesem Anzug zu laufen. Ich tat es meinem Vater zuliebe», gestand Veronika Furrer. «Sei froh, dass wir nicht auch noch sein Gewehr mitgenommen haben», erwiderte Sarah lachend.

Als Belohnung wurde Veronika von ihrem Team immerhin über die Ziellinie getragen. Dann gings zurück zum Thailänder und zum Nachtessen. Der Polterabend war stimmungsvoll eingeläutet, die Partynacht konnte beginnen. Bleibt zu hoffen, dass ihr Auserwählter das Motto der Laufgruppe nicht wörtlich nimmt …

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