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Ohne die freiwilligen Helfer geht's nicht: Für Donato Brancaccio ist dieser Tag ein Familienfest

Rund 550 Helferinnen und Helfer stehen jeweils am Luzerner Stadtlauf im Einsatz. Einer davon ist der 65-jährige Donato Brancaccio. Er wohnt in Horw und hat seine Wurzeln in Italien.
Michael Wyss
Der gebürtige Italiener Horwer Donato Brancaccio ist auf dem Kapellplatz mit Kabelbinder und Zange im Einsatz. (Bild: Michael Wyss, Luzern, 4. Mai 2019)

Der gebürtige Italiener Horwer Donato Brancaccio ist auf dem Kapellplatz mit Kabelbinder und Zange im Einsatz. (Bild: Michael Wyss, Luzern, 4. Mai 2019)

«Ich helfe, wo ich gebraucht werde. Egal wo auch immer, ich mache alles gerne. Es gibt keine Lieblingsarbeiten. Ich bin ein Allrounder», so Donato Brancaccio mit einem breiten Grinsen. Den 65-Jährigen, der sehr bescheiden ist und gerne im Hintergrund wirkt und das Rampenlicht scheut, kennt man unter den vielen am Stadtlauf engagierten Chrampferinnen und Chrampfern seit Jahrzehnten. «Eine gute Seele, ein angenehmer Typ, immer gut gelaunt und für ein Spass bereit. Auf ihn ist Verlass», tönt es in seinem Kollegenkreis. Mit seiner aufgesetzten Dächlikappe, seinem Rucksack, seiner Zange und den Kabelbindern in der Hand, eilt er von einem zum anderen Ort. «Donato, kannst du hier helfen. Hast du noch Kabelbinder?», tönt es. Am Samstagmorgen war der 65-Jährige an der Bahnhofstrasse (Start) und beim Kapellplatz (Ziel) damit beschäftigt, Absperrgitter aufzustellen und Werbeblachen anzubringen.

1971 kam Brancaccio in die Schweiz. Seither wohnt der im italienischen Benevento (liegt knapp 70 Kilometer nördlich von Napoli) aufgewachsene Chrampfer in Horw. «Seit 32 Jahren helfe ich hier am Stadtlauf mit. Ich freue mich immer sehr auf diesen Anlass in Luzern. Man trifft sich hier in der Altstadt und hat eine gute Zeit miteinander. Es geht nicht nur um das Schaffen, sondern auch die Kameradschaftspflege ist mir wichtig.» Brancaccio, der inzwischen seinen Ruhestand geniesst und früher seinen Lebensunterhalt als Maschinist verdiente, hat zwei Kinder und zwei Grosskinder. «Meine Familie, die in der Region wohnhaft ist, kommt auch immer an den Stadtlauf, was sehr schön ist für mich. Dieser Tag ist ein Familienfest für mich.»

Brancaccio, der Mitglied bei der Leichtathletikvereinigung Horw ist und auch im Verein als Helfer im Einsatz steht, hat grossen Gefallen am Laufsport gefunden. «Das fasziniert mich, wenn ich die Jüngsten bis zu den Ältesten hier durch die Gassen der Altstadt rennen sehe. Ich bewundere sie alle für ihre Leistungen. Es ist ein richtiges Volksfest. Ich interessiere mich generell für alle Sportarten.» Und Fussball? Schlägt das Herz für den SSC Napoli? «Nein, ob man es mir glaubt oder nicht, ich bin ein Inter-Mailand-Fan. Darf ich das überhaupt sagen?» (er schmunzelt)

Apropos, ist Brancaccio nun Italiener oder doch ein bisschen auch Schweizer? «Halt, ich bin Napoletaner und nicht Italiener. Mein Herz schlägt auch für die Schweiz. Ich bin ja auch schon bald während 50 Jahren hier, praktisch mein ganzes Leben.» Und nun muss Brancaccio wieder ein Jahr warten. Kabelbinder und Zange verstauen für ein Jahr, wie schlimm ist das? «Kein Problem, im Herbst helfe ich ja am SwissCity-Marathon in Luzern mit. Ich bin seit der Geburtsstunde dieses Anlasses mit dabei als Helfer. Die Vorfreude auf den 27. Oktober ist riesig», sagt der Süditaliener und ist schon wieder auf dem Sprung zu einem anderen Kollegen. «Donato, hast du noch Kabelbinder?»

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