Leisten die Muotathaler dem KTV Altdorf Schützenhilfe?

In der letzten Qualifikationsrunde der 1.-Liga-Handballer liefern sich der KTV Altdorf und Emmen ein Fernduell.

Urs Hanhart
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Für den KTV Altdorf, hier Fabian Auf der Maur beim Sprungwurf, ist ein Sieg gegen Kriens Pflicht.

Für den KTV Altdorf, hier Fabian Auf der Maur beim Sprungwurf, ist ein Sieg gegen Kriens Pflicht.

Urs Hanhart, Urner Zeitung

Durch die schon fast sensationelle Heimniederlage (38:39)des Tabellenzweiten Emmen vor Wochenfrist gegen den Ranglistenvorletzten Wohlen ist es im Kampf um den zweiten Aufstiegsrundenplatz in der 1. Liga (Gruppe 3) überraschend nochmals spannend geworden. Altdorf und Emmen liegen vor der abschliessenden und alles entscheidenden 14. Qualifikationsrunde mit je 19 Punkten gleichauf. Allerdings stehen die Luzerner in Bezug auf die Torbilanz mit einem Plus von 45 Treffern deutlich besser da als die Altdorfer, die nur 15 Plustore auf dem Konto haben.

Mit dieser Ausgangslage hat es Emmen in den eigenen Händen, den Einzug in die Finalrunde zu schaffen. Mit einem Sieg wäre der NLB-Absteiger definitiv qualifiziert. Allerdings bekommen es die Luzerner Vorörtler mit Muotathal, einen denkbar schwierigen Widersacher, zu tun. Die Schwyzer sind das Team der Stunde und haben schon seit geraumer Zeit einen hervorragenden Lauf. In den letzten fünf Runden landeten sie vier Siege. Dagmersellen, Wohlen und Kriens wurden von den Schwyzern richtiggehend vom Platz gefegt. Und auch Leader Olten kam im Kräftemessen mit dem Tabellenvierten gewaltig ins Wanken und musste letztlich einen Punkt liegen lassen. Klar ist, dass sich Emmen im Vergleich zum Spiel gegen Wohlen, vor allem in der Abwehr, gewaltig steigern muss, wenn es den Matchball nutzen will.

Demgegenüber steht Altdorf zum Qualifikationsabschluss mit dem weit abgeschlagenen Schlusslicht Kriens morgen Samstagabend in der Feldli-Arena ein geradezu einfacher Gegner gegenüber. Die Luzerner sind das mit Abstand schwächste Team der Gruppe 3. Von den bisherigen 13 Partien konnten sie nur gerade ein Spiel für sich entscheiden. Ansonsten setzte es lauter Niederlagen ab.

Kriens brachte auch Leader Olten ins Wanken

Die Urner sind allerdings gut beraten, den Tabellenletzten nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Kriens hat an einem guten Tag nämlich durchaus das Rüstzeug, auch den Spitzenteams gefährlich zu werden. Diese Erfahrung musste vor Wochenfrist sogar Spitzenreiter Olten machen. Kriens heizte dem grosser Favoriten fast 50 Minuten lang tüchtig ein. Die Solothurner konnten sich nur dank einem fulminanten Schlussspurt den Sieg und damit vorzeitig die Qualifikation für die Aufstiegsrunde sichern.

Dass die Spiele gegen Kriens kein Selbstläufer sind und dieser Gegner keinesfalls als Kanonenfutter betrachtet werden darf, erfuhren die Altdorfer bereits in der Hinrunde am eigenen Leib. Ende Oktober konnten die Urner Hauptörtler den krassen Aussenseiter nur hauchdünn mit 31:30-Toren besiegen. Zudem war es ein ziemlich glücklicher Erfolg, denn die Luzerner lagen zwischenzeitlich deutlich in Führung, brachten das Polster aber nicht über die Runden.

Altdorf muss seine Pflichtaufgabe erledigen und allseits erwarteten Sieg einfahren. Ob es letztlich für den Einzug in die Finalrunde reicht, hängt dann davon ab, ob Muotathal den Urnern die erhoffte Schützenhilfe zu leisten vermag.

Handball, 1.-Liga-Männer

14. und letzte Qualifikationsrunde. Samstag. Alle 18.00: Altdorf – Kriens (Feldli-Arena). Dagmersellen – Olten. Emmen – Muotathal. Wohlen – Muri AG.

Ranglistealle 13 Spiele): 1. SG Olten 22 (377:314). 2. Emmen 19 (463:418). 3. Altdorf 19 (337:322). 4. Muotathal 16. 5. Dagmersellen 12. 6. Muri 8. 7. Wohlen 6. 8. HC Kriens 2 (338:427).