Die Lage des FC Alpnach nach der Derby-Niederlage gegen Buochs ist ernst

Der FC Alpnach kommt weiterhin nicht auf Touren. Die Obwaldner verloren das 3.-Liga-Unterwaldner-Derby gegen den Buochs II mit 0:1.

Ruedi Vollenwyder
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Der Alpnacher Nico Wallimann (links) im Laufduell mit dem Buochser Markus Niederberger.

Der Alpnacher Nico Wallimann (links) im Laufduell mit dem Buochser Markus Niederberger.

Pius Amrein (lz) / Luzerner Zeitung

Die Unterwaldner 3.-Liga-Kicker tun sich diese Saison schwer. Blickt man vor dem Derby zwischen dem FC Alpnach und SC Buochs II auf die Rangliste, dann findet man die Buochser mit sechs Punkten auf Rang 8. Die Hergiswiler Reserven stehen mit ebenfalls drei Zähler aus dem 2:1-Derbysieg gegen Alpnach und dem 2:1-Triumph gegen Adligenswil auf Rang 9. Die Obwaldner um Trainer Patrik Odermatt konnten vor dem zweiten Unterwaldner Derby mit einem 0:0 gegen Adligenswil einen einzigen Punkt aufs Konto schreiben lassen. So kam dem Derby gegen die Buochser Reserven eine enorme Bedeutung zu.

Die Buochser unter dem neuen Trainer Marco Blasucci stiegen nach dem 4:0-Derbysieg gegen Hergiswil II, dank drei Toren des ehemaligen 2.-Liga-inter-erfahrenen Sarnen-Spielers Ruben Dos Santos, mit «geschwellter Brust» in das letzte Unterwaldner Vorrundenderby gegen den FC Alpnach. Die Buochser gaben sich in diesem Derby keine Blösse.

Direkte rote Karte unmittelbar nach der Pause

Sie setzten die Alpnacher mit ihrem in die Tiefe angelegten Spiel immer wieder unter Druck. In der 20. Minute sorgte Ruben Dos Santos für den ersten Warnschuss. Und zwölf Minuten später verpasste Markus Niederberger mit einem zu hoch angesetzten Heber den Buochser Führungstreffer. Dieser fiel dann fünf Minuten später. Wiederum steil angespielt wurde der schnelle Niederberger im Strafraum gefoult. Penalty! Der technisch versierte Roberto Cataldi versenkte den Ball zur Buochser 1:0-Führung. Die ohne Konzept spielenden Alpnacher waren zur Pause mit dem knappen Rückstand noch gut bedient.

Die zweite Spielhälfte begann dann mit einem Paukenschlag. In der 49. Minute zeigte Ref Daniel Raric Ruben Dos Santos die direkte rote Karte. «Sicher habe ich nach dem Foulspiel die Hände verworfen. Diese Geste hätte er aber auch nur mit Gelb ahnden können», haderte der Buochser Spielmacher. Es war also alles aufgegleist, um die Alpnacher wieder ins Spiel zu bringen. Und diese hatten eine Minute nach dem Ausschluss mächtig Glück, dass das Team um Trainer Patrik Odermatt nicht noch mehr in Rückstand geriet. Scheiterte doch der agile Markus Niederberger am aufmerksamen Alpnach-Goalie Manuel Müller.

In diesem intensiv, aber total anständig geführten Derby waren die Alpnacher zweimal nahe am Ausgleich. In der 53. Minute verpasste Sven Burch mit einer Direktabnahme knapp. Vier Minuten später blieb der unterbeschäftigte Buochs-Goalie Maurus Barmettler gegen den allein auf ihn zulaufenden Marco Imfeld siegreich. Die Alpnacher konnten das Resultat nicht mehr auf ihre Seite kehren. Zu ungestüm, zu ideenlos war das Spiel der Alpnacher angelegt.

Stürmer Bodgan Cojacaro, der seit dieser Saison für den FC Alpnach spielt, sieht den Grund dieser Niederlage «in unserem noch nicht gefestigten Spiel». «Es braucht einfach noch Zeit, bis sich unsere Spielanlage mit den vielen neuen jungen Spielern festigt. Auf alle Fälle macht es mir Spass, trotz der miserablen Tabellenlage, in diesem voll motivierten Team zu spielen.»

Auf der gegnerischen Seite ist das Glücksmoment recht hoch. Trainer Marco Blasucci: «Meiner Meinung nach haben wir dieses Derby verdient gewonnen. Mit den nun neun eingespielten Punkten bin ich mehr als nur zufrieden. Wir konnten so nach hinten ein gutes Punktepolster anlegen.» Für den FC Alpnach ist die Ausgangslage hingegen äusserst prekär. Mit nur einem einzigen Zähler auf dem Konto sieht es für die Truppe um Patrik Odermatt düster aus.

Hinweis

Telegramm auf Seite 26.