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Keine Bronze für Volley Luzern – aber viele Komplimente für den vierten Rang

Luzerns NLA-Team verlor auch sein zweites Spiel im Kampf um die Bronzemedaille gegen Schönenwerd 0:3. Die alte Saison ist damit vorbei – die neue indes auf der Spur.
Roland Bucher
Volley Luzern mit Libero Jörg Gautschi (Mitte) schliesst die NLA-Saison auf Rang vier ab. Bild: Eveline Beerkircher (Luzern, 14. April 2019)

Volley Luzern mit Libero Jörg Gautschi (Mitte) schliesst die NLA-Saison auf Rang vier ab. Bild: Eveline Beerkircher (Luzern, 14. April 2019)

Der Funke Hoffnung blieb bis am Schluss, doch Schönenwerd, die Nummer drei im Lande, war gnadenlos: wenns eng wurde, schalteten die Solothurner einen Gang höher – Volley Luzern war am Sonntag ein tapferer Widersacher, ärgerte den Gegner tüchtig, kam aber eigentlich in keinem Moment in die Situation, einen Satz zu seinen Gunsten erzwingen zu können. «Sie waren besser», resümierte Luzerns Libero Jörg Gautschi. So bleibt nach einer Partie, die – wohlgemerkt – beim Saisonabschlussbankett noch einmal für viel Spass, Unterhaltung und Freude an hoher Volleykunst sorgte, die Erkenntnis: für mehr als diesen 4. Platz, für diese Ehrenmeldung, die sich Volley Luzern mit fetten Buchstaben in die Chronik notieren darf, reichte es nicht. Weil: die Konkurrenz personell (noch) stärker bestückt war.

«Wir sind enttäuscht», gestand Gautschi, «wer an Bronze schnuppert und dann im letzten Augenblick scheitert, der jubelt nicht.» Es habe in den entscheidenden Partien ein bisschen an der Konstanz, vielleicht auch an der Überzeugungskraft gefehlt: «Wir waren auch ausgebrannt, die letzten Kräfte nach einer langen Saison haben einfach nicht mehr gereicht, um noch einmal einen Sondereffort zu leisten.» Die Enttäuschung, die werde sich legen, betont Gautschi, «irgendeinmal werden wir dann sehr stolz darauf sein, diesen vierten Rang erobert zu haben. Wer hat uns das zugetraut?» Und man dürfe sich keine Illusionen machen: «Es wird unerhört schwer, in der kommenden Meisterschaft diese Position zu verteidigen.»

Europacup-Abenteuer wartet auf die Luzerner

Wer denkt jetzt, da es in die lange Sommerpause geht, an morgen, übermorgen? Natürlich der Teamchef. Josef Wicki geht in den nächsten Wochen die Arbeit nicht aus: «Wir müssen mit Abgängen rechnen, wir müssen schauen, dass wir ein ähnlich gutes Kader in die nächste Saison schicken können. Das wird nicht leicht.» 300000 Franken Budget stehen zur Verfügung, im besten Fall: die Hälfte weniger als den Spitzenvereinen in dieser Liga. Die Herausforderung ist gross, sich einmal mehr dem Krösus entgegenzustemmen, zu zeigen, dass wenig(er) Mittel optimal eingesetzt Berge versetzen können.

Über welche Berge Volley Luzern ins Europacup-Abenteuer reisen, für das sie sich mit Rang vier qualifiziert haben, weiss Josef Wicki noch nicht: «Wir werden irgendwo zwischen Lissabon und Minsk landen. Aber das ist ein weiterer Meilenstein in unserer Entwicklung.»

Am Schluss des Spiels, am Ende einer grossen Saison tat Volley Luzern das, was man macht, wenn man um jeden Franken Geld kämpft, wenn man – so darf man das durchaus sagen – ums Überleben in der höchsten Eliteliga tut: sie versteigerten die Dresses der Protagonisten. Strahinja Brzakovic, der Liga-Topskorer, und Kevin Saar, die Nummer 2 bei den Punktejägern, lagen auch hier obenaus. Wahrscheinlich sagen sie bald «Tschüss», sie haben die Begehrlichkeit höher kotierter und honorierender Vereine geweckt. Aber, mit viel Symbolcharakter: Der Libero-Umhang von Jörg Gautschi heimste das höchste Angebot ein. Gautschi, der bleibt auch nächstes Jahr im Team eine fixe Grösse, gewährleistet Kontinuität. Das ist durchaus gut zu wissen.

Nationalliga A. Männer. Playoffs. Final (best of 5), 2. Runde: Lausanne UC (3. der Qualifikation) – Amriswil (1.) 3:1 (23:25, 25:23, 25:23, 28:26); Stand 2:0.

Klassierungsspiele (Best of 3), 2. Runde. Rang 3: Volley Luzern (4.) – Schönenwerd (2.) 0:3 (20:25, 22:25, 20:25); Schlussstand 0:2. – Rang 5: Näfels (6.) – Chênois (5.) 3:2 (25:12, 22:25, 22:25, 25:23, 16:14); Schlussstand 2:0. – Rang 7: Jona (8.) – Uni Bern (7.) 3:2 (22:25, 25:20, 25:19, 17:25, 15:10); Schlussstand 2:0.

Volley Luzern – Schönenwerd 0:3

Bahnhofhalle. – 450 Zuschauer. – SR Sikanjic, Wiederkehr. – Sätze: 20:25, 22:25, 20:25. – Spieldauer: 84 Minuten. – Luzern: Newcombe, Amstutz, Brzakovic, Anagnostopoulos, Döös, Saar, Gautschi (Libero); Widmer, Köpfli, Häfliger, Perezic.

Nationalliga A. Frauen. Playoffs. Klassierungsspiele (Best of 3), 2. Runde. Rang 3: Kanti Schaffhausen (3. der Qualifikation) – Düdingen (1.) 0:3 (23:25, 16:25, 19:25); Schlussstand 0:2. – Rang 5: Franches-Montagnes (6.) – Volley Lugano (5.) 1:3 (25:27, 25:21, 22:25, 25:27); Stand 1:1. – Rang 7: Cheseaux (8.) – Genève Volley (7.) 3:1 (23:25, 25:14, 25:21, 25:17); Schlussstand 2:0.

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