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Innerschweizer Turner halten dem Medaillen-Druck stand

Die Innerschweizer Turner sichern sich an den nationalen Titelkämpfen in Biasca vier Medaillen. Damit bestätigen sie die guten Leistungen innerhalb des Verbandes.
Stefanie Meier
Oben: Die beiden Mannschaften im Gruppenbild. Unten: Der Rickenbacher Christof Hüsler zeigt einen perfekten Abgang von den Ringen.Bild: Marianne Baschung (Biasca, 11. November 2018)

Oben: Die beiden Mannschaften im Gruppenbild. Unten: Der Rickenbacher Christof Hüsler zeigt einen perfekten Abgang von den Ringen.Bild: Marianne Baschung (Biasca, 11. November 2018)

Jagen und gejagt werden: Wer dem Druck nicht standhielt, wurde Rang für Rang nach hinten durchgereicht. Der Verband Luzern-, Ob- und Nidwalden reiste mit 24 Geräteturnern nach Biasca. Darunter befanden sich einige Medaillenanwärter. So sorgten am Samstag die Rickenbacher Christof Hüsler und Simon Stalder mit hervorragenden Leistungen für viel Furore. Hüsler, der im vergangenen Jahr knapp am Podest vorbeiturnte, gewann bei den Männern die Bronzemedaille, obwohl er zwischenzeitlich nicht mehr an einen Podestplatz glaubte. Am Sprung haderte er mit dem Minitrampolin und dem optimalen Einsprung und blieb so unter seiner gewohnten Leistung.

Am Barren (9,60) und Reck (9,40) trumpfte Hüsler aber erneut auf und sicherte sich in letzter Sekunde Bronze. Der Rickenbacher war während des Wettkampfes wie immer konzentriert und die Ruhe selbst: «Die letzten Trainings vor der SM haben sich ausbezahlt.» Er, der hauptsächlich mit der Sprung- und Barrensektion und nur spärlich – meistens kurz vor der SM – den Mehrkampf trainiert, freute sich umso mehr über diesen dritten Rang.

Wenig später gab es für die Rickenbacher noch mehr zu jubeln. Top-Favorit und Vorjahres-Dritter Simon Stalder machte Jagd auf Edelmetall. Nicht die bronzene und auch nicht die silberne, sondern die goldene soll es sein. «Ich bin ein ehrgeiziger Turner, doch die Freude am Turnen steht bei mir immer an erster Stelle», sagt der 27-jährige, dem gleich zu Beginn des Wettkampfes ein unnötiger Standfehler am Startgerät Barren unterlief.

Den anspruchsvollen Doppelsalto als Ausgang stand er nicht sauber, er machte einen grossen Ausfallschritt nach hinten. Auf diesem Niveau sind gerade solche Unsicherheiten matchentscheidend. Doch wer Stalder kennt, der weiss, dass er sich deswegen keineswegs unter Druck setzen lässt. Nach dem zweiten Gerät, dem Reck, übernahm er die Führung und keiner kam mehr an seine Leistungen heran. Stalder, der Überflieger, sicherte sich mit knapp vier Zehntelpunkten Vorsprung den Sieg vor Vorjahressieger Christoph Schärer (Orpund). Des Sieges sicher sein konnte er sich aber erst ganz am Ende des Wettkampfes. «Stéphane Détraz aus Morges und Stefan Meier aus Obfelden hatte ich auch noch auf der Rechnung. Die waren mir dicht auf den Fersen und nicht zu unterschätzen», meinte Stalder. Détraz und Meier teilten sich schliesslich Rang 3 und der Vorjahreszweite Andreas Gasser aus Belp nahm sich nach seiner missglückten Leistung am Reck selbst aus dem Rennen.

Mehr Risiko am Boden

Stalders Repertoire an Elementen ist kaum zu übertreffen. Gekonnt und sehr spontan ergänzte er den Salto rückwärts am Boden mit einer ganzen Schraube. «Ich fühlte mich gut, der Boden hat gut ‹gespickt› und darum habe ich die Übung kurzfristig geändert.» Diese Lockerheit war wohl der Schlüssel zum Erfolg.

Weitere Innerschweizer sorgten für ein grossartiges Verbandsergebnis. Simon Lindemann (Büron) erreichte in der K5 Schlussrang 8, Manuel Bernet (Altbüron) wurde hervorragender 6. in der K6. In der Königsklasse 7 gelangen Alexander Kurmann (BTV Luzern/Rang 5) und Janis Fasser (Sempach/Rang 8) ebenfalls ein Top-10-Ergebnis. Sie legten damit den Grundstein für einen vielversprechenden Teamwettkampf am darauffolgenden Tag.

Team-Gold in der Kategorie A

Auch als Team waren die Innerschweizer einmal grosse Klasse. Das B-Team mit Christof Hüsler, Luca Gartenmann (beide Rickenbach), Manuel Bernet (Altbüron), Mario Meier (BTV Luzern) und Simon Lindenmann (Büron) zeigte einen fehlerfreien Wettkampf. Das Team von Trainer Walter Hüsler aus Rickenbach schnupperte zeitweise an Gold und gewann letztlich verdient Silber. In der Kategorie A lag die Aufmerksamkeit hauptsächlich bei den Teams aus Luzern, Ob- und Nidwalden sowie Bern und Zürich. Die Berner wollten den Titel verteidigen, die beiden anderen Teams wollten dies mit allen Mitteln verhindern. Simon Stalder, Daniel Schacher (beide Rickenbach), Fabio Gasser, Alexander Kurmann (beide BTV Luzern) sowie Janis Fasser (Sempach) gelang es, den Bernern die Stirn zu bieten. «Das Team zeigte einen hochstehenden und konstanten Wettkampf. Ihnen war anzumerken, dass sie diesen Sieg unbedingt wollten», erklärte Trainer Patrick Hepp. Verwöhnt von den Erfolgen, mussten sich die Luzerner dann zwei Jahre lang von den Bernern geschlagen bekennen und gingen heuer dementsprechend motiviert ans Werk. «Es war einfach nur gigantisch, was sie gezeigt haben, lobte Hepp. Die Zentralschweizer bewiesen von Beginn an Nervenstärke und einen enormen Siegeswillen, zeigten Übungen nahezu perfekt, liessen sich weder an der Ausführung, noch an der Haltung und Landung wertvolle Punkte nehmen und gewannen überlegen Gold vor Bern und Zürich. (stm)

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