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Hergiswil will nicht in die 1. Liga aufsteigen

Die Katze ist aus dem Sack, nach monatelangem Zögern hat sich der FC Hergiswil am Montag entschieden
Meisterfeier des FC Hergiswil. (Bild: Manuela Jans, 9. Juni 2018)

Meisterfeier des FC Hergiswil. (Bild: Manuela Jans, 9. Juni 2018)

Der Verein verzichtet auf den Aufstieg in die 1. Liga, obwohl er es sportlich mit dem 1. Rang in der Gruppe 4 der 2. Liga interregional geschafft hätte. Vor dem Montagstraining trafen sich Vorstand, Trainer und Mannschaft zum klärenden Gespräch. Daraus entstand die Einsicht, dass die Promotion im Gesamtpaket eine zu grosse Belastung für den Klub wäre. «Das Budget müssten wir um 40000 Franken auf rund 400000 Franken erhöhen», sagt Präsident Kurt Blättler.

Hinzu kämen die Auflagen, die unter anderem einen eingezäunten Weg vom Sportplatz in die Kabine fordern. Dies zum Schutz von Spielern und Schiedsrichtern, «weil es auch in der 1. Liga Hooligans gibt», wie Blättler vom Vizepräsidenten des 1.-Liga-Komitees erfahren hat. Da die Kabinen in Hergiswil nicht im Klubgebäude, sondern im benachbarten Schulhaus untergebracht sind, wäre es kompliziert geworden, für jedes Heimspiel besagten Kanal aufzubauen.

SC Goldau könnte profitieren

Im Weiteren standen die Spieler nicht geschlossen hinter einem Aufstieg. «Wenn ich zudem in unsere 2. Mannschaft und zu den Junioren hinunter schaue, stelle ich fest: Das Potenzial für die 1. Liga ist nicht vorhanden. In den Nachwuchs werden wir nun mehr investieren», erklärt Blättler. Die Rasensanierung für rund eine Viertelmillion Franken wird derweil trotzdem vorgenommen. «Wir müssen den Platz um zwei Meter verbreitern», so Blättler. Denn eigentlich ist die Grossmatt auch nicht 2.-Liga-inter-tauglich. «Sollten wir absteigen, dürften wir mit diesem Platz nicht mehr aufsteigen.»

Profiteur von Hergiswils Absage könnte der zweitplatzierte SC Goldau sein – er will sich erst heute entscheiden. (ss)

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