Leichtathletik
Gute Leistungen trotz Dauerhitze: Agnou und Gaio sichern sich in Kreuzlingen die Meistertitel im Mehrkampf

An den Schweizer Mehrkampf-Meisterschaften in Kreuzlingen glänzt vor allem die Bielerin Caroline Agnou.

Jörg Greb
Drucken
Caroline Agnou sichert sich in Kreuzlingen den Schweizer Meistertitel im Mehrkampf.

Caroline Agnou sichert sich in Kreuzlingen den Schweizer Meistertitel im Mehrkampf.

Pascal Muller/Freshfocus

Mit drei Zielen ist die 26-jährige Caroline Agnou in die Ostschweiz gefahren: den Siebenkampftitel zu verteidigen, die 6000-Punkte-Grenze zu übertreffen und Freude zu haben.

Alles glückte vollumfänglich – trotz fordernder Dauerhitze und viel Kühlungsbedarfs für den Körper zwischen den Einsätzen.

Caroline Agnous Karriere hatte vor sieben Jahren glanzvoll begonnen. 2015 holte sie sich an den U20-Europameisterschaften mit 6123 Punkten die Goldmedaille, damit qualifizierte sie sich für die Elite-WM in Peking.

Agnou nicht vollumfänglich zufrieden

Zwei Jahre später stellte Caroline Agnou an den U23-Europameisterschaften mit 6330 Punkten bei ihrem erneuten Triumph einen Schweizer Rekord auf. Dieser hielt allerdings nur eine Woche, ehe er von Geraldine Ruckstuhl übertroffen wurde. Der dritte internationale Erfolg glückte mit Universiade-Bronze zwei Jahre später.

Auf dem Weg zum Meistertitel gelang einiges, aber nicht alles. Den Auftakt über die 100-Meter-Hürden (13,91) bezeichnete Caroline Agnou als verhalten.

Dafür passten der Hochsprung (1,74 Meter) und das Kugelstossen (14,38 Meter) vorbildlich. Der den ersten Tag abschliessende 200-Meter-Lauf (24,73) liess wieder Wünsche offen. Am zweiten Tag zeigte sich der Kräfteverschleiss nach dem angesteuerten 6-Meter-Sprung (6,08 Meter).

Es folgten die enttäuschende Speerleistung (48,53 m) und der 800-Meter-Lauf (2:21,27).

Vorsprung von 250 Punkten auf die Zweitplatzierte

Mit ihren 6131 Punkten verfügte Caroline Agnou in Abwesenheit von Rekordhalterin Annik Kälin über einen Vorsprung von 250 auf die Zweitplatzierte Lydia Boll und von 306 Punkten auf die Dritte, Celine Albisser, obwohl beide Höchstpunktetotale realisierten.

Mit ihrer Steigerung kann sich Caroline Agnou Hoffnungen auf die Qualifikation für die Europameisterschaften von Mitte August in München machen.

Der Favorit setzt sich durch: Finley Gaio vom SC Liestal

Der Favorit setzt sich durch: Finley Gaio vom SC Liestal

Donato Caspari

Auch bei den Männern gewann mit dem Liestaler Finley Gaio der Favorit. Seine 7756 Punkte zeigen jedoch einen beträchtlichen Abstand zum Schweizer Rekordhalter, dem abwesenden Simon Ehammer, der mit 8377 Punkten zu Buche steht.

Der Titelgewinn indessen war für Finley Gaio eine klare Sache. Er verfügte über einen Vorsprung von 170 auf den Zweiten, Nino Portmann, und von 296 Punkten auf den Dritten, Simon Staub. Diese stellten beide neue Hausrekorde auf.

Aktuelle Nachrichten