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Fortitudo Gossau steigt nach elf Jahren aus der Nationalliga A ab

Nach der 24:29-Heimniederlage gegen GC Amicitia Zürich im vierten Playout-Vergleich steigt Fortitudo Gossau nach elf Jahren aus der NLA ab. Zu Beginn der Partie liegt Gossau 4:1 im Vorsprung.
Fritz Bischoff
Nach elf Jahren in der höchsten Spielklasse muss Fortitudo Gossau in der nächsten Saison wieder in der NLB antreten: Die Gossauer sind nach Spielende enttäuscht und niedergeschlagen. (Bild: Michel Canonica)

Nach elf Jahren in der höchsten Spielklasse muss Fortitudo Gossau in der nächsten Saison wieder in der NLB antreten: Die Gossauer sind nach Spielende enttäuscht und niedergeschlagen. (Bild: Michel Canonica)

Es herrschte gestern Abend in der Schlussphase der Playout-Partie zwischen Fortitudo Gossau und GC Amicitia Zürich in der mit 600 Zuschauern sehr gut gefüllten Buchenwaldhalle eine laute und aufpeitschende Stimmung. Beim 21:23 bestand die Möglichkeit eines Sieges für die Gastgeber immer noch. Auch als die Gäste ihren Vorsprung wieder ausbauen konnten, brach die Stimmung nicht ein.

Doch dann ertönte die Schlusssirene, auf der Anzeigetafel leuchtete das 24:29-Schlussergebnis auf – in der Halle herrschte Totenstille, die nur durch den Freudentanz der Zürcher Gäste gebrochen wurde. So wie das Gossauer Publikum seine Ruhe benötigte, so erging es auch den Spielern. Wortlos, zum Teil mit Tränen in den Augen oder mit dem Leibchen über den Kopf gezogen, sassen sie auf der Auswechselbank oder am Boden.

Jetzt wurde allen bewusst, dass der Abstieg nach elf Jahren in der Nationalliga A Tatsache geworden war. Das Ziel ist der direkte Wiederaufstieg Als Erster fand Gossau Präsident Franz Würth Fassung und Worte wieder. Er nahm das Mikrofon in die Hand, dankte allen und gab die Losung für die nächste Saison in der NLB heraus. «Unser Ziel ist es, in einem Jahr wieder aufzusteigen. Darauf freuen wir uns.»

Am 30. April 2008 war Fortitudo Gossau dank eines 30:25 in der letzten Partie der NLB-Finalrunde bei Stäfa erstmals in die NLA aufgestiegen und hatte sich in der Folge – zum Teil in extremis – immer wieder erfolgreich gegen den Abstieg aufgebäumt. Doch in dieser Saison reichte es nun nicht mehr. Der einzige Spieler, der den Aufstieg vor elf Jahren und nun wieder den Abstieg miterlebte, ist Gabriel Würth. Für den Captain liegt der Grund des Abstieges nicht in der gestrigen Niederlage begründet. «Schon die Vorbereitungsphase verlief nicht optimal. Wir hatten zahlreiche verletzte Spieler und dann folgte Anfang Jahr der Trainerwechsel von Markus Klemencic zu Oliver Roth. Da passte schliesslich zu vieles nicht zusammen.»

Trotz allem erschien die zwölfte NLA-Saison in Folge lange Zeit doch noch möglich zu werden. Nur knapp wurde die Playoff-Qualifikation verpasst. «So haben wir unser grosses Ziel nicht erreicht. Wir sind alle masslos enttäuscht», hielt Trainer Oliver Roth fest. Sein Blick ist bereits nach vorne gerichtet. «Analysieren, verdauen und abhaken.»

(Bild: Michel Canonica)(Bild: Michel Canonica)
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12 Bilder

Alles vorbei: Fortitudo Gossau verliert das Spiel der letzten Chance und steigt ab

Kein Grund zum Aufhören

So einfach sich dies anhören mag, so schwierig wird dies sein. Das weiss auch Gabriel Würth und gerade deshalb schaut auch er nach vorne und meint zu seiner ganz persönlichen Situation: «Ein Rücktritt steht für mich nicht zur Diskussion, denn mit einem Abstieg beendet man seine Karriere nicht.» So wird Fortitudo Gossau auch künftig auf seinen Captain zählen können. Wie wichtig er ist, hat sich auch in der letzten Saisonpartie gegen GC Amicitia gezeigt. Er motivierte sein Team immer wieder, war kämpferisches Vorbild. Dieser Kampf der Mannschaft war über die gesamte Spielzeit unverkennbar. Der Wille, die Abstiegsentscheidung zu vertagen, war bei Fortitudo präsent. Doch am Ende waren die Zürcher das bessere Team, das mit Ausnahme der Anfangsphase immer geführt hatte und dank der grösseren Substanz im Kollektiv und der breiter abgestützten individuellen Klasse der verdiente Sieger war.

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