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Friedlich, farbig und fröhlich

Auf den verschiedenen Sportanlagen in Hochdorf präsentierte sich gestern ein buntes Bild mit rund 5500 Turnenden und teilweise hochstehendem Sport. Und auch das Feiern gehört zu einem Turnfest.
Theres Bühlmann

«Auf drei musst du die Arme heben, sonst bist du zu spät. Nein, auf acht einen kleinen Schritt nach links, damit du korrekt in der Reihe stehst.» Noch einmal die Übungen durchgehen, die Korrekturen der Leiterinnen entgegennehmen. Und mit Vollgas geht’s ins zweite Wochenende beim Verbandsturnfest des Turnverbandes Luzern, Ob- und Nidwalden in Hochdorf. Laute Musik schon von weither hörbar, die rund 5500 Turnenden präsentierten ein buntes Bild.

Die Vereinswettkämpfe waren angesagt, das Herzstück eines jeden Turnfestes. Das monatelange Üben, Feilen und Schleifen hatte, fürs Erste zumindest, ein Ende. Nun galt es, irgendwie die Nervosität in den Griff zu bekommen. Jetzt nur nicht stürzen, nicht aus dem Takt geraten. Dann die Schlusspose – und immer schön lächeln. Abklatschen, auf die Noten warten und zum nächsten Wettkampfplatz dislozieren. Schön geordnet, mit dem Fähnrich an der Spitze. Alles friedlich, fröhlich, freundlich und familiär. Und immer wieder den Flüssigkeitshaushalt an den «mobilen Tankstellen» auffüllen.

Mit rund 50 Turnenden im Alter von 15 bis 32 Jahren begab sich der TV Rain auf die kurze Reise nach Hochdorf. Ein polysportiver Verein seien sie, sagte Aktuarin Marion Walther (24). Dies unterstreicht ein Blick auf die Disziplinen: Barren, Boden, Speer, Gymnastik Kleinfeld und Pendelstafette. In Hochdorf angekommen, machten sie es sich gestern Morgen auf den Anlagen des Schulhauses Zentral gemütlich – unter Sonnenschirmen und bei einem kühlen Getränk. Dann der erste Aufbruch, die Barrenturner begaben sich in die Avanti-Halle, denn dieses Gerät war als erste Disziplin angesagt.

Rainer übernachteten auf dem Zeltplatz

«Der Besuch eines Turnfestes ist für unsere Mitglieder der Höhepunkt im Vereinsjahr», weiss Marion Walther, die in der Kleinfeld-Gymnastik mitturnte. Natürlich hätten sie gewisse Ambitionen, «aber das Beisammensein und die Pflege des Vereinslebens darf nicht zu kurz kommen.» Trotz der Nähe zum Festort, die Rainer übernachteten auf dem Zeltplatz, «so können wir am Abend gemütlich zusammensitzen und feiern. Schliesslich haben wir uns intensiv auf dieses Turnfest vorbereitet.» Und sie machte sich mit ihrer Gruppe auf, den Vereinskollegen Support zu geben, «denn die gegenseitige Unterstützung ist mega-wichtig».

BTV Luzern: Auf den letzten Drücker

Tiefes Durchatmen beim BTV Luzern gestern Morgen. Präsident Beni Boos gab Entwarnung, das Kontingent, um in der 1. Stärkeklasse im dreiteiligen Vereinswettkampf zu starten und so bei der Vergabe des Turnfestsieges mitzureden, wurde knapp erfüllt (siehe Ausgabe vom 15. Juni). Der mehrmalige Schweizer Meister begann am Sprung. Unter dem rhythmischen Applaus der Zuschauer und Konkurrenten wirbelten die 38 Turnerinnen und Turner durch die Luft. Fehlerfrei kam die Equipe aber an diesem Gerät nicht durch den Wettkampf, «wir verzeichneten einige Stürze, zudem schlichen sich Programmfehler ein, was auf fehlende Konzentration zurückzuführen ist», sagte Leiter Sandro Gasser. Note 9,60. Die Schaukelringe wurden mit 9,75 bewertet, die Performance am Barren mit 9,58, was das Endresultat von 28,93 Zählern ergibt. Der BTV Luzern wurde knapp vom zürcherischen Rüti (28,95) abgefangen. Einige Vereine nahmen ihren Wettkampf erst am Abend auf, Aufschluss über die definitiven Platzierungen wird erst die Rangverkündigung von heute Sonntag geben.

Über 4000 Personen nahmen übrigens das Angebot des Veranstalters wahr und logierten am zweiten Wochenende auf dem eigens dafür hergerichteten Zeltplatz oder in den Massenlagern. So konnte abends ausgiebig gefeiert werden. Der Sport macht einen Teil des Turnfestes aus. Die Party und das Bier danach gehören auch dazu. Und dies wurde dann auch zelebriert, unter Schatten spendenden Schirmen und Bäumen, im Festzelt mit «fröhlichen Alpenraudis» oder im Pouletzelt, wo das Trio Vollgas aufspielte. Und dieser Name war gestern Programm – bei den Wettkämpfen und beim Feiern ...

Gymnastik. Zu zweit: 1. Carmen Boog/Valérie Boog (Büron) 9,54. 2. Emily Flammer/Nadja Rosenberg (Steinhausen) 9,50. 3. Ivo Boog/Nicole Boog (Büron) 9,33. – Einzel: 1. Agustiya Guerenstein (Steinhausen) 9,72. 2. Lia Katz (Steinhausen) 9,57. 3. Maja Olsen (Steinhausen) 9,53.

Hinweis: Alle Infos unter: www.seetal2018.ch

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