Der Nachwuchs des FC Luzern hat gute Aussichten

Die U21 des FC Luzern startet am Samstag die 1.-Liga-Rückrunde mit dem Auswärtsspiel in Baden.

Nicolás Schneuwly
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FCL-U21-Stürmer Lino Lang (rechts) durfte auch schon mit der ersten Mannschaft trainieren.

FCL-U21-Stürmer Lino Lang (rechts) durfte auch schon mit der ersten Mannschaft trainieren.

Lz / Boris Bürgisser / LZ / Boris Bürgisser

«Es ist immer wieder wie eine neue Medaille; ich betrachte es als Erfolg. Für mich steht der Spieler im Vordergrund, und wenn es in diesem Moment für einen Jungen das Richtige ist, dann unterstütze ich das», beantwortet Sandro Chieffo die Frage, wie es für ihn sei, seine Spieler ins Kader der ersten Mannschaft zu schicken. Es sei nicht immer leicht, wenn er kurzfristig Spieler ins Fanionteam abgeben oder junge Spieler aus der U18 holen müsse. Aber darüber wisse man Bescheid, bevor man die Stelle eines U21-Trainers antrete. Das mache den Job andererseits so spannend und sei eine riesige Challenge für ihn, findet Chieffo, der seit dieser Saison das Zepter des FCL-U21-Teams in der Hand hält.

Der 40-jährige Chieffo, der in seiner Trainerlaufbahn unter anderem schon Assistenztrainer von Uli Forte beim FCZ war, ist mit der Rückrundenvorbereitung sehr zufrieden. Sie hätten im Trainingslager in Benidorm an der Costa Blanca optimale Bedingungen mit einem tollen Hotel und guten Rasenplätzen vorgefunden.

Ein grosser Schritt von der U18 in die U21

Sechs Wochen hat die ganze Vorbereitung gedauert. Es gab keine neuen Verletzten und Chieffo und sein Trainerstaff konnten Spieler begrüssen, die verletzt waren, jetzt wieder bei der Mannschaft sind und mindestens teilweise mittrainieren können. «Die Jungs haben super mitgezogen, ich habe ein sehr gutes Gefühl und bin für die Rückrunde optimistisch», zeigt sich Chieffo zuversichtlich.

Eine gute Vorbereitung für die zweite Halbsaison ist notwendig, denn rückblickend sei die Vorrunde sicher nicht zufriedenstellend gewesen, analysiert Chieffo. Man dürfe aber nicht vergessen, dass sie über eine sehr junge U21 mit Spielern verfügten, die sie aus der U18 nachgezogen hätten. Der Wechsel vom Juniorenspitzenfussball U18 zum Niveau der U21 sei ein grosser Schritt. Es brauche eine gewisse Zeit, um sich an den Erwachsenenfussball zu gewöhnen. Das hätten sie vor allem anfangs Saison gemerkt. Die fehlende Wettkampfreife, Abgeklärtheit und Erfahrung seien deutlich spürbar gewesen. Andere Teams in der 1. Liga hätten Spieler mit einer Vergangenheit in der Challenge League oder gar in der Super League. «Wir haben teures Lehrgeld bezahlt. Das Positive ist aber, dass wir uns zum Schluss der Vorrunde stabilisiert und die letzten vier Partien nicht mehr verloren haben», bilanziert Chieffo.

Als eines seiner Trainervorbilder nennt Chieffo den deutschen Julian Nagelsmann von Red Bull Leipzig, da dieser mit sehr jungen Fussballern zusammenarbeite. Chieffo verfolgt ebenfalls gerne die Spiele der «jungen Wilden» vom FC St.Gallen. Er ist sich sicher, dass sie auch bei Luzern bei der Arbeit mit jungen Spielern auf einem sehr guten Weg seien. Sie hätten einige in der U21, die sich hervorragend entwickelt hätten und auf dem Sprung in die erste Mannschaft und den Profifussball seien. Zum Beispiel Julian Hermann oder Lino Lang, die zeitweise mit der ersten Mannschaft trainieren können.

Wieder rücken zwei Spieler in die 1. Mannschaft auf

Im letzten Sommer wurden die drei Spieler David Mistrafovic, Marco Burch und Darian Males fix ins Kader der Profimannschaft aufgenommen und hatten dort ihre ersten Super-League-Einsätze. In der Winterpause wurden mit Lorik Emini und Ashvin Balaruban weitere U21-Spieler ins Kader des Fanionteams aufgenommen. Zudem kommen mit Stefan Knezevic, Idris Voca oder Silvan Sidler seit Längerem regelmässig Spieler in der ersten Mannschaft zum Einsatz, die in den U-Mannschaften des FCL ausgebildet worden sind.

Die sportliche Zukunft des FC Luzern scheint in guten Füssen zu liegen.

Transfers

Zugänge: Leandro Santoro (Sursee), Ardon Jasari (FCL U18), Carl Gabriel Persson (Schweden). – Abgänge: Kenan Heric (FC Black Stars), Lorik Emini, Ashvin Balaruban (beide 1. Mannschaft FCL), Timo Bertucci (SC Buochs).