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Eschenbach weiter ohne Punkte

Dem FC Eschenbach bleibt auch im dritten Spiel der 2.-Liga-inter-Saison der erste Punktgewinn verwehrt. Trotz der 2:3-Niederlage gegen Brunnen sieht Goalie Marco Grünig gute Ansätze.
Ruedi Vollenwyder
Eschenbachs Roger Zimmermann (links) wird vom Brunner Blendi Pajaziti unter Druck gesetzt. (Bild: Dominik Wunderli (Eschenbach, 25. August 2018)

Eschenbachs Roger Zimmermann (links) wird vom Brunner Blendi Pajaziti unter Druck gesetzt. (Bild: Dominik Wunderli (Eschenbach, 25. August 2018)

«Wenn man so viele Fehler macht, kann man nicht gewinnen. Und das Siegtor der Brunner mit einem Sonntagsschuss passte haargenau zu dieser Partie.» Mit dieser Analyse traf Eschenbachs Goalie Marco Grünig den Nagel auf dem Kopf. Hektischer hätte diese Partie nicht beginnen können. Und für diese Hektik mit Folgen muss sich die Eschenbacher Hintermannschaft an der eigenen Nase nehmen. Schon in der 5. Minute profitierte Albion Krasniqi von einem Missverständnis zwischen Stefan Überschlag und Randy Würsch – 0:1. In der 13. Minute sündigte die Defensive erneut, Salvatore Viola erbte zum 2:0 für Brunnen.

In seinem 141. Spiel für ­Eschenbach hatte Marco Grünig (24), der seit der Saison 2012/13 das Tor hütet, beide Male nicht den Hauch einer Abwehrchance. «Für uns waren diese zwei Tore ein Start nach Mass», resümierte Brunnens Trainer Marko Spiess. Doch wie sich sein Team danach präsentierte, passte dem Trainer überhaupt nicht. Sein lakonischer Kommentar: «Meine Spieler meinten, sie hätten den Sieg wohl schon im Sack.»

Das Pressing der Eschenbacher

Eschenbach kam immer mehr auf. In der 33. Minute scheiterte Robin Niederberger am sehr guten Goalie Nico Schmid. Eine Minute vor der Pause setzte Jan Walker einen Freistossball an den Pfosten. Den Abpraller schoss der ehemalige Sins-Spieler Niederberger daneben. Der von vielen Stockfehlern geprägte Match hätte schon vor der Pause kippen können. Nach der Pause kam ein verwandelter FC Eschenbach aus der Kabine. Man spielte ein aggressives Pressing, dem die Spiess-Truppe nicht gewachsen war. Die Folge: Innert sieben Minuten glich Eschenbach das Skore durch Jan Walker (51.) und einen Kopfballtreffer von Randy Würsch zum 2:2 aus.

Und powerte weiter: Die Schwyzer müssen sich bei ihrem Keeper Nico Schmid bedanken, dass das 2:2 hielt – ehe sie, völlig entgegen dem Spielverlauf, in der Nachspielzeit (93.) das Siegtor feiern konnten. Dominik Steiner traf aus dreissig Metern mit einem Sonntagsschuss zum 3:2. Den Trainer freute es, seine Kritik kam aber postwendend. «Ein sehr glückhafter Sieg. Nach der frühen Führung kam von unserer Seite her rein gar nichts mehr», bemängelte er.

Klar, dass nach diesem späten Gegentor bei den Einheimischen die Stimmung in den Keller sank. Doch der routinierte Goalie Marco Grünig sah nach dem verpatzten Spielbeginn auch gute Ansätze. «Nach dem frühen Rückstand wären andere Teams kaputt gewesen. Wir hingegen rappelten uns wieder auf. Und diese Kehrtwende stimmt mich positiv. Nur schade, dass die Leistungssteigerung nicht zum ersten Punktgewinn reichte.» Ärger kam bei ihm gleichwohl auf: «Das späte Gegentor tut extrem weh.» Zumal der zuverlässige Goalie seine Fähigkeiten in der zweiten Halbzeit mangels Brunner Möglichkeiten nicht unter Beweis stellen konnte.

Das Motto von Goalie Marco Grünig

Der als Polymechaniker im Betrieb seines Vaters (Grünig+Elmiger) arbeitende Eschenbacher interpretiert seinen Part auch im Match gegen Brunnen als impulsiven, voll mitgehenden Antreiber. Sein Credo: «Ich will in jedem Match das Beste für mein Team. Wenn es nicht läuft, werde ich eben etwas lauter. Ich freue mich aber genauso euphorisch, wenn wir erfolgreich sind.» Dazu hatte der in Schwarzenberg wohnhafte leidenschaftliche Jasser (Übername Göpf Egg) allerdings noch keine Gelegenheit.

Er zweifelt aber nicht daran, dass sich der Erfolg bald einstellt. «Mit den Rücktritten von Pascal Odermatt, Adrian Sager, Raphael Felder und Samuel Stauber ging viel Routine verloren. Und auch die Tore des letztjährigen Topskorers Sandro Zimmermann, der zum SC Buochs wechselte, fehlen. Wir brauchen noch etwas Zeit, um in die Gänge zu kommen.» Getreu Grünigs persönlichem Motto: «Weiter, weiter, immer weiter. Work hard, or go home!» will man vom Tabellenende wegkommen.

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