Trotz Doppelfunktion: Team des Meggers Aldo Meyer erreicht Podestplatz an Segelregatta auf dem Urnersee

An der Meisterschaft der Onyx-Klasse landet das Team von Aldo Meyer aus Meggen auf Platz 3. Meyer war sowohl Organisator als auch Regatteur.

Walter Rudin
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Harte Positionskämpfe an der Meisterschaft der Onyx-Klasse: Das Team von Aldo Meyer (Bildmitte) wird von allen Seiten bedrängt.

Harte Positionskämpfe an der Meisterschaft der Onyx-Klasse: Das Team von Aldo Meyer (Bildmitte) wird von allen Seiten bedrängt.

Bild: Walter Rudin (Flüelen, 25. Juli 2020)

Eigentlich hätte die Meisterschaft der Onyx-Klasse bereits Anfang Juli durchgeführt werden sollen, der Veranstalter hatte den Event aber abgesagt. Die Onyx-Regatteure wollten aber endlich wieder segeln, die ersten vier Events in ihrem Regattakalender waren bereits gestrichen worden, den Titel als Klassenmeister wollte man unbedingt vergeben. Onyx-Sportchef Aldo Meyer aus Meggen hat den Aufwand nicht gescheut und deshalb die Meisterschaft kurzfristig selber organisiert. Es ist ihm gelungen, eine kompetente Crew zu rekrutieren, die für einen reibungslosen und speditiven Ablauf auf dem Wasser sorgte.

Die Bedingungen auf dem Urnersee waren am vergangenen Wochenende durchaus akzeptabel, acht Wettfahrten konnten an den drei Tagen durchgeführt werden, die meisten am Samstag bei guter Thermik. Es waren zwar nur neun Teams am Start, trotzdem gab es spannende und hochstehende Regatten.

Souveräne Sieger aus Männedorf

Sportchef Meyer ist auch erfolgreicher Regatteur, mit seinem Team «Silvia», das für den Regattaverein Brunnen startet, hat er schon mehrere Jahresmeisterschaften gewonnen und Klassentitel geholt. Meyer wollte trotz Organisationsstress auch dieses Jahr selber um den Titel kämpfen. Mit seiner Segelpartnerin Corinne Meyer hatte er den Römerswiler Philippe Erni als Steuermann ins Team geholt. Erni ist nicht nur einer der besten Jollensegler, mit seiner Crew vom Segelclub Cham sorgt er auch auf Jachten bei der Swiss Sailing League für Spitzenresultate.

Das Trio wirkte zwar kompakt und segelte an der Spitze mit, um die Entscheidung auf den Titel konnte es aber nicht eingreifen. Das Team Burgerstein vom Segelclub Männedorf präsentierte sich an diesem Wochenende in einer bestechenden Form. Es zeigte optimale Starts, las die Winddreher richtig und reagierte konstant. Mit fünf Laufsiegen holte die Crew den Titel damit verdient an den Zürichsee. Für Team «Silvia» resultierte der 3. Rang, mit dem sich Aldo Meyer aber zufrieden zeigte:

«Wir waren noch nicht ganz optimal abgestimmt und haben auch einige Starts verbockt, trotzdem, ein Podestplatz war das Ziel und das haben wir erreicht.»

Dass er in seiner Doppelfunktion eine besondere Belastung zu tragen hatte, verneint er vehement: «Ich hatte mit Regattaleiter Luc Monnin und seiner Crew so gute Leute, dass ich absolut frei segeln konnte.»