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Till Fischer will es beim FC Schötz nochmals wissen

Till Fischer (29) hat beim FC Kickers nach langer Verletzungspause wieder den Anschluss an den Aktivfussball gefunden. Nun wechselt er auf die neue Saison hin zum 1.-Ligist FC Schötz und brennt auf die neue Herausforderung.
Nicolás Schneuwly
Erst hat er sich geziert, dann entschloss sich Till Fischer dennoch für ein Engagement beim FC Schötz, mit dem er sich in den Top 5 einreihen möchte. (Bild: Eveline Beerkircher (Schötz, 28. Juli 2018)

Erst hat er sich geziert, dann entschloss sich Till Fischer dennoch für ein Engagement beim FC Schötz, mit dem er sich in den Top 5 einreihen möchte. (Bild: Eveline Beerkircher (Schötz, 28. Juli 2018)

«Ich habe mich zu Beginn schon etwas geziert und war mir nicht sicher, ob ich wechseln soll», verrät Till Fischer im Gespräch. Der 29-Jährige entschied sich am Ende für einen Transfer zum FC Schötz, der für die neue Saison einen Innenverteidiger suchte. Der Reiz, bei einem ambitionierten und gut geführten 1.-Liga-Klub wie Schötz zu spielen, sei doch zu gross gewesen. Eigentlich habe er sich beim FC Kickers Luzern sehr wohl gefühlt und habe noch ein paar Saisons bei diesem Verein spielen und hier seine Fussballkarriere beenden wollen.

Es wäre die Vollendung eines Zyklus gewesen, denn Fischer wechselte im C-Junioren-Alter zu Kickers und schaffte bei den Stadtluzernern den Sprung in die 1. Mannschaft. Auf die Saison 2010/11 wechselte er zum SC Buochs, bevor er sich anschliessend ein Jahr später dem SC Kriens anschloss.

Schwere Verletzungen setzen ihn ausser Gefecht

Lange Zeit wusste Till Fischer nicht, ob er jemals wieder würde Fussball spielen können. In der Vorbereitung beim SC Kriens für die Saison 2015/2016 verdrehte er sich im Abschlussspiel eines Trainings ohne gegnerische Einwirkung das rechte Knie. Es war eine happige Diagnose: ein gerissenes Kreuzband, ein angerissenes Innenband und zwei beschädigte Menisken. Zusätzlich hat Fischer eine hartnäckige Entzündung der Patellasehne am linken Knie, welche ihm schon vor dem Unfall beim SCK monatelang Schmerzen bereitete und sich teilweise heutzutage noch immer als widerstandsfähig erweist. Zwei Jahre lang spielte Till Fischer keinen Aktivfussball mehr. «Ich hätte nach der Verletzung früher mit dem Training anfangen können, aber ich wollte dies nicht», so Fischer.

Durch die schweren Verletzungen habe er mehr Zeit für andere Dinge gefunden, zum Beispiel für Reisen oder für die Pflege seiner Freundschaften. Er sei nicht mehr verpflichtet gewesen allwöchentlich zu trainieren und an den Wochenenden zu spielen; dies habe er sehr genossen. Wehmut empfindet Fischer nicht, wenn er daran denkt, dass er ohne seine Verletzung vielleicht mit Kriens in der Challenge League spielen könnte. «Das Einzige, was mich fuchst, ist, dass ich im Herbst nicht im neuen Kleinfeld-Stadion auflaufen kann», sagt Till Fischer mit einem Lachen.

Spass am Fussball wieder gefunden

Es sei eine Herzensangelegenheit gewesen, seinem abstiegsbedrohten Stammverein Kickers in der Rückrunde der letzten Saison auszuhelfen. Er wusste zwar zu Beginn nicht, wie sein Körper auf die Belastung reagieren würde. Er merkte in den Trainings aber schnell, dass seine Knie standhielten. So konnte er fast in jedem Spiel als Innenverteidiger durchspielen. «Die Rückrunde hat mir sehr Spass gemacht, denn Kickers hat ein cooles Team. Ich kannte viele Mitspieler von früher, und auch mein jüngerer Bruder spielt dort. Resultatmässig ist es leider nicht gut gelaufen, denn wir haben viele Spiele knapp verloren. Trotzdem habe ich die Freude am Fussball wieder gefunden», zieht Fischer ein Fazit. Der hauptberuflich als Sekundarlehrer arbeitende Till Fischer hat den Spass und den wieder entdeckten Biss in die Saison-Vorbereitung beim FC Schötz mitgenommen und gibt ein Versprechen ab: «Ich will persönlich gute Leistungen bringen und mit Samuel Huber ein starkes Innenverteidiger-Duo bilden. Durch meine Leistung will ich meinem Team eine stabile Basis bieten und Ende Saison unter den ersten fünf Mannschaften der Liga sein.»

Ob der FC Schötz Fischers Ziel erreichen kann, wird sich zeigen. Man darf gespannt sein, wie sich die Mannschaft von Trainer René Erlachner in der neuen Saison präsentieren wird, denn es hat einige Wechsel gegeben (siehe Box). Der FC Schötz bestreitet sein erstes Meisterschaftsspiel morgen um 17.00 Uhr in Basel gegen den FC Black Stars.

Transfers. Zuzüge: Till Fischer (Kickers Luzern). Nahuel Allou (Kriens). Samuel Huber (Sursee). Emir Sinanovic (Kosova). Lars Fankhauser (Wohlen U23). Endrit Rexhepi (Schötz II). Michael Lötscher (Schötz II). Jonas Bühler (Leih-Ende Willisau). – Abgänge: Halit Bajrami (Sursee). Noah Schnarwiler (Sursee). Marcel Gänsler (Pause). Nick Kälin (Pause). Luca Ferricchio (Karrierenende).

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