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Er rollt das Feld jetzt von hinten auf

Joel Lustenberger verpasste vor einigen Jahren aufgrund einer Verletzung seines Pferdes den Sprung ins Juniorenkader. Der junge Reiter aus Hergiswil bei Willisau startet jetzt mit jungen Pferden.
Sonja Grob
Joel Lustenberger unterwegs mit der jungen Stute Chicca de la Luna. (Bild: Sonja Grob (Dagmersellen, 12. Juli 2018)

Joel Lustenberger unterwegs mit der jungen Stute Chicca de la Luna. (Bild: Sonja Grob (Dagmersellen, 12. Juli 2018)

Er war auf dem besten Weg, sich einen Platz im nationalen Kader der Junioren im Springreiten zu sichern, als sich sein damaliges Pferd, die Stute Zarane, verletzte und für längere Zeit ausfiel: Joel Lustenberger, der im August 22 Jahre alt wird. «Ich hatte 2013 Erfolge bis über die Höhe von 120 Zentimetern, doch nach ihrer Verletzung war mein Ziel, ins Kader zu kommen, dahin», erinnert er sich und man spürt noch heute, dass dies nicht einfach war. «Das war wirklich etwas, das mir zu schaffen gab.» Die Resultate hatte er, aber keine Pferde, die Zarane ersetzen konnten. Nun ist er mit jungen Pferden unterwegs und erklärt lachend: «Jetzt rolle ich das Feld von hinten auf.»

Es waren seine Mutter und seine Schwester, die sich in den Sattel eines Freiberger Pferdes schwangen, und er musste jeweils mit in den Reitstall. «Ja, es war wirklich ein Müssen», erinnert er sich. Doch eines Tages wollte er dann doch mal selber aufs Pferd. Auf der kurzen Strecke vom Reitplatz zur Halle packte es ihn.

Internationale Karriere erwünscht

Als Siebenjähriger bekam er dann seine ersten Reitstunden, machte das Brevet mit dem Freiberger und startete schon früh mit diesem an ersten Turnieren. «Doch er war kein begeistertes Springpferd», sagt er. So stellte ihm Margrit Arnet in Gettnau das Connemara-Pony Windy zu Verfügung und es kamen die ersten Resultate. Dann kaufte seine Mutter die Stute Zarane und er war schon bald erfolgreich mit ihr unterwegs, bis eben zur Höhe von 120 Zentimetern. «Die Erfolge mit ihr waren toll», bestätigt er. Besonders in Hitzkirch im Frühling 2013. «Das war mein erstes Turnier über diese Höhe und ich wurde auf Anhieb Zweiter. Und ich war erst 17 Jahre alt.» Regelmässig ist der junge Landwirt, der heute auf dem Hochbau arbeitet, bei Niklaus Rutschi in Alberswil in den Reitstunden. Und dieser stellte für ihn die Verbindung zur Besitzerin der Pferde, die er heute reitet, her. Rita Künzli in Willisau züchtet seit Jahren erfolgreich und hat viele junge, talentierte Pferde. Seit Februar dieses Jahres reitet nun Joel Lustenberger regelmässig vier ihrer nun fünfjährigen Pferde. Wie in Dagmersellen die beiden Stuten Chicca de la Luna und Freyja. «Ich kann natürlich nicht jeden Abend alle vier reiten, doch Rita Künzli und ihr Team helfen da tatkräftig mit», beantwortet er die Frage, wie er alles schafft. Und im Herbst kommt noch ein weiteres Pferd dazu. Als Zarane verletzt war, wurde sie gedeckt. Inzwischen ist ihr Nachwuchs Elvador drei Jahre alt und kommt im Herbst nach der Fohlenweide heim auf den Hof seiner Eltern. «Dann wird er angeritten und ist dann meiner», freut sich Joel Lustenberger. So hat er für die Zukunft ein Pferd auf sicher, denn als Züchterin kann Rita Künzli nicht alle ihre jungen Pferde behalten und je nach Leistungen wird entschieden, ob und wann sie verkauft werden.

«Ich möchte etwas aufbauen», plant Joel Lustenberger seine Zukunft. Er wird als Landwirt sicher einmal den Betrieb daheim übernehmen. «Im Moment bin ich dazu etwas zu jung», doch die nächsten Jahre sieht er sich auf Pferden. Als er seine Springlizenz machte, war sein Ziel einmal, so weit zu kommen wie der international erfolgreiche Pius Schwizer. Er war sein Idol. «Ob ich es je so weit schaffe, das steht in den Sternen.» Denn dafür muss alles stimmen und man benötigt auch etwas Glück. Doch eins ist für ihn klar: «Ich will ein guter, nationaler Reiter werden.»

CS in Dagmersellen. Kategorie N140: 1. Niklaus Rutschi (Alberswil)/Baloubelle 0/0, 40,6. 2. Thomas Buholzer (Eschenbach)/Chardonnay V. Schl’hof 0/0, 43,9. 3. Nadine Steffen (Gränichen)/ Royal Anthem 0/0, 44,1. 4. Anthony Bourquard (Glovelier)/Albfuehren Vaya De Brenil Chaine 0/4, 39,41. 5. Rutschi/ Ambre de la Cense 0/4, 42,64.

N135: 1. Andreas Ott (Mettmenstetten)/Copilot 0, 58,58. 2. Cedric Bellanger (Root)/Carnac Du Friou 0, 59,02 . 3. Paul Estermann (Hildisrieden)/Anaba Haize 0, 63,12. 4. Andreas Ott (Mettmenstetten)/Loxana 0, 63,59. 5. Bronislav Chudyba (Steinhausen)/Angelotti 0, 64,14.

N125: 1. Rutschi/Balanita 0/0, 35,31. 2. Mauricio Huesca Perez (Neuendorf)/Bonieta 0/0, 35,84. 3. Chudyba/Gijanta 0/0, 36,51. 4. Estermann/Laguna 0/0, 39,0. 5. Deborah Lazzarotto (Lossy)/Hacorada de Guldenboom 0/0, 40,85.

R135: 1. Pascal Bucher (Retschwil)/Targa Athletic 0/0, 43,98. 2. Melissa Frischknecht (Seon)/ Dolcetto LHM 0/0, 46,22. 3. Hans Meier (Hagendorn)/Cassino III 0/0, 46,52. 4. Tiziana Realini (Amsoldingen)/Verygood Delacense 0/4, 42,5. 5. Christophe Borioli (Oberurnen), Kasanova de Planeyse 0/4, 44,02.

Mehr Resultate: www.krv-oberwiggertal.ch

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