Handball Emmen schleift Luzerns Rohdiamante

Emmen schlägt Neuhausen mit 36:31 und befindet sich auf NLB-Kurs. Fünf Talente rüsten sich dabei für höhere Aufgaben.

Stephan Santschi
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Emmens Remy Weingartner (am Ball) zählt zu den Toptalenten im Luzerner Handball.

Emmens Remy Weingartner (am Ball) zählt zu den Toptalenten im Luzerner Handball.

Bild: Philipp Schmidli (Emmen, 15. Februar 2020)

Vier Spiele, sieben Punkte, Rang zwei. Handball Emmen ist der Auftakt in die 1.-Liga-Finalrunde geglückt, am letzten Samstag resultierte zu Hause gegen Pfader Neuhausen ein 36:31-Sieg. Damit befindet sich die Mannschaft nur ein Jahr nach dem Abstieg wieder auf NLB-Kurs. «Moment, noch sind zehn Spieltage ausstehend, es kann noch viel passieren», wiegelt Trainer Heinz Fuhrimann zwar ab. Doch er sagt auch: «Wir befinden uns in einem guten Flow und haben viel Selbstvertrauen. Zudem funktioniert die Integration der jungen Spieler gut.»

Stichwort Nachwuchs: In dieser Saison stehen fünf Akteure im Kader, die über eine Talentförderungs-Lizenz verfügen. Das heisst: Sie spielen und trainieren sowohl für 1.-Ligist Emmen als auch für die U19-Elite-Junioren der SG Pilatus. «Dort sind sie Leistungsträger, bei uns können sie von erfahrenen Spielern lernen», erklärt Fuhrimann die Vorteile dieser Praxis. Im Folgenden stellen wir fünf Emmer Rohdiamanten der Jahrgänge 2001/2002, die dereinst beim HC Kriens-Luzern in der NLA eine Rolle spielen könnten, etwas genauer vor:

Remy Weingartner. Der linke Rückraumspieler zählt zu den Toptalenten der SG Pilatus. «Er verfügt über eine gute Sprungkraft sowie über einen harten und präzisen Wurf», sagt Fuhrimann. Zudem kann der Krienser in der Defensive im Innenblock decken. «Wenn er sich physisch weiterentwickelt und es auch im Kopf stimmt, ist für ihn eine grosse Zukunft möglich.» Mit 34 Treffern ist er Emmens sechstbester Torschütze.

Joel Hartmann. Der Linkshänder aus Emmenbrücke ist am rechten Flügel erste Wahl, wenn er im Aufgebot steht. «Er ist schnell, treffsicher und ehrgeizig», lobt Fuhrimann. Seine Qualität im Angriff könne mit jener in der Defensive allerdings noch nicht mithalten. «Joel ist ein Offensivspieler, hinten kann er sicher noch zulegen. Zuletzt ist er stark gewachsen, jetzt muss er noch etwas in die Breite gehen.»

Lou Dürger. Der Emmenbrücker steuert auf die Zwei-Meter-Marke zu. «Er ist ein sehr guter Abwehrspieler», hält Heinz Fuhrimann fest. Vorne spielt er links im Aufbau oder am Flügel.

Nando Cilurzo. Der linke Flügel aus Oberkirch gefällt im Angriff mit Sprungkraft, muss aber seine Wurfvariabilität erhöhen, fordert Fuhrimann. Besonders wertvoll: Er kann auch auf der Zweierposition decken.

Luca Schmitt. Der Goalie aus Emmenbrücke ist technisch gut ausgebildet und fungiert gelegentlich als Ersatzmann von Routinier Marcel Luthiger.

Zusammenfassend merkt Heinz Fuhrimann an, dass alle genannten Talente das Potenzial haben, zumindest in der NLB zu spielen. Vielleicht nächste Saison mit Emmen? Die nächsten Wochen werden es zeigen.

Emmen – Neuhausen 36:31 (18:13)
Rossmoos. – 100 Zuschauer. – SR Kappeler/Ettling. – Strafen: 7-mal 2 Minuten plus Disqualifikation für Ravlija (54./3-mal 2 Minuten) gegen Emmen, 1-mal 2 Minuten gegen Neuhausen. – Emmen: Luthiger/Masic; Schelbert (5), Häberli (2), Brunner, Hartmann (4), Weingartner (1), Ravlija (9), Acha-Orbea (3), Bucher (5/3), Flavio Dürger, Kovacevic (6), Baumann (1). – Bemerkung: Luthiger pariert Penalty von Leu (23./12:9).

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