Eine lange Nacht mit Stop and Go für die Segler auf dem Vierwaldstättersee

Das Team el miracle vom Segelclub Tribschenhorn holt am Vierwaldstättersee-Cup den Sieg in der Racerklasse 2.

Walter Rudin
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Das Team el miracle hatte einen optimalen Start in die Challenge Night.

Das Team el miracle hatte einen optimalen Start in die Challenge Night.

Bild: Walter Rudin (Brunnen, 22. August 2020)

So schlecht ist die Saison für die Segler des Vierwaldstättersee-­Cups bisher gar nicht verlaufen: Nur eine Regatta musste abgesagt werden, eine wurde nachgeholt und am vergangenen Samstagabend erfolgte bereits der Startschuss zum dritten Event der Regattaserie. Die Challenge Night ist eine Nachtregatta, die von Brunnen nach Stansstad und zurück führt. Bis spätestens am Sonntagmittag hatte man Zeit, den langen Parcours zu absolvieren.

Es gab ein leichtes Säuseln auf dem See, als die gegen 30 teilnehmenden Jachten um 20 Uhr die Startlinie vor dem Föhnhafen passierten. Die schnellsten Regattaziegen setzten sich gleich ab, um wenig später doch wieder in der Flaute stecken zu bleiben. Dieses Spiel setzte sich die ganze Nacht fort, leichte Winde wechselten sich mit Flaute ab. Interessant war dann aber, dass sich nach elf Stunden Fahrt ein ganzer Pulk von Booten dem Ziel näherte und innerhalb einer Minute gleich drei Jachten die Ziellinie kreuzten.

Auf der Suche nach dem schnellsten Weg

Jan van de Broek mit seinem Team el miracle war auf einem dieser Boote. Mehrmals hatte das Team zwischen 2013 und 2015 die Gesamtwertung der Racerklasse 2 beim Vierwaldstättersee-Cup gewonnen, sich dann aber nach einem Bootwechsel mehr auf Klassenregatten konzentriert. Auf diese Saison hat sich das Team aber wieder bei den VC-Regatten zurückgemeldet. «Obwohl kurze Wettfahrten mit identischen Booten viel Action und Spektakel bieten, haben auch Langstreckenregatten ihren Reiz», meint van de Broek. «Du segelst nicht gegen die anderen Boote, sondern bist immer auf der Suche nach Wind und dem schnellsten Weg, das ist besonders nachts enorm anspruchsvoll. Und während der langen Dauer gibt es immer viel Spass im Team.»

Das Team vom Segelclub Tribschenhorn mit van de Broek am Steuer, Leo Felber, Thomas Stadelmann und Andi Vogt konnte nach berechneter Zeit einen Sieg in der Racerklasse 2 einfahren. Obwohl das bereits der zweite Erfolg in dieser Saison ist, rechnet sich van de Broek keine Chancen auf den Sieg in der Jahreswertung aus: «Leider haben wir die 50 Meilen Trophy verpasst, somit ist die Gesamtwertung kein Thema für uns.»

Hinweis: Resultate unter vierwaldstaettersee-cup.ch