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Ein Verteidiger des SC Goldau befindet sich auf Abwegen

Der Goldauer Fussballer Raphael Suter (28) spielte sein Leben lang als Verteidiger. Bis zur letzten Saison – als er kurzerhand zum Topskorer mutierte.
Robert Betschart
Raphael Suter (am Ball) sorgt für den SC Goldau auf und neben dem Platz für die Musik. Bild: Andy Scherrer

Raphael Suter (am Ball) sorgt für den SC Goldau auf und neben dem Platz für die Musik. Bild: Andy Scherrer

Der SC Goldau hat letzte Saison erneut Klubgeschichte geschrieben. Den Goldauern gelang nämlich in ihrer ersten 1.-Liga-Saison seit 31 Jahren im letzten Spiel der Klassenerhalt. Das hatte der Sportclub noch nie geschafft, da Goldau nach dem Aufstieg 1986/87 direkt wieder abgestiegen war. Am Samstag startet zu Hause gegen Solothurn also die zweite 1.-Liga-Saison in Folge.

Ein wichtiges Puzzleteil für den Ligaerhalt stellte in der vergangenen Saison das Goldauer Eigengewächs Raphael Suter dar. Er traf in 20 Spielen nicht weniger als acht Mal und war damit zusammen mit Konrad Huser der beste Torschütze des Teams – und dies als gelernter Innenverteidiger. Suter spielte nämlich bis zur letzten Saison immer in der Defensive. Sei es bei den Junioren oder danach viele Jahre in der ersten Mannschaft, wo der 28-Jährige bereits seit mehr als elf Jahren spielt. «Es kam letzte Saison auch für mich überraschend in der Offensive zu spielen. Ich wurde für 20 Minuten als Flügelspieler eingewechselt, wo ich prompt mein erstes Tor in der Ersten Liga erzielte. Danach folgte ein Cupspiel und ich traf als Mittelstürmer erneut. Es schien zu funktionieren.»

Die neu entdeckte Abschlussstärke

Deswegen hielt Coach Sandro Marini an Raphael Suter als Mittelstürmer fest. Nicht zuletzt deswegen, da der gebürtige Goldauer dank seiner Schnelligkeit und der neu entdeckten Abschlussstärke als Stürmer genau in das eher auf Konter ausgerichtete 4-4-2-System des Trainers passt. «Ich glaube, sieben meiner acht Tore erzielte ich durch Direktabnahmen. Wenn ich tief gehen kann und den Ball direkt auf den Fuss kriege, kann ich meine Stärken ausspielen. Ich bin aber nicht der Stürmer, der den Ball annimmt und dann die ganze Hintermannschaft des Gegners ausdribbelt», ergänzt Suter lachend.

Zurzeit hat Goldau in der Defensive ein paar Ausfälle zu verzeichnen. Deswegen lässt sich Marini die «Option Suter» noch offen: «Es ist immer super, wenn man Spieler im Kader hat, die variabel einsetzbar sind», meint der SCG-Coach. «Wo Raphi in der kommenden Saison vermehrt spielt, wird sich zeigen.» Auch wenn die Umstellung vom Stürmer zum Verteidiger nicht immer einfach fällt, gibt sich Suter mannschaftsdienlich: «Ich spiele da, wo mich der Trainer aufstellt und es der Mannschaft am meisten hilft.»

Raphael Suter ist der Inbegriff eines Eigengewächses. Er drosch auf dem Goldauer Sportplatz schon auf den Ball, bevor er in die Schule ging. Auch weil sein Vater ebenfalls in der ersten Mannschaft von Goldau spielte und später als Trainer und J&S-Coach für den SCG tätig war. Im jungen Team gehört der Softwareentwickler mit seinen 28 Jahren schon fast zur alten Garde. Natürlich nimmt er damit im Team auch eine Leaderrolle ein. «Auch wenn wir in den Freundschaftsspielen nicht restlos überzeugen konnten, stimmt der Teamspirit», sagt Suter. Auch die neuen Spieler seien schon bestens in die Mannschaft integriert. Diese stammen fast ausschliesslich aus der Region. Es sind Spieler von Ibach, Brunnen, Muotathal oder Küssnacht. Damit untermauert der SC Goldau, dass er gewillt ist, auch weiterhin auf regionale Spieler zu setzen.

Suter heizt den Leuten als «DJ Sunto» ein

Nachdem Raphael Suter im letzten Jahr mit seiner Freundin eine ausgiebige Reise tätigte und im November nach Steinen zog, konzentriert sich der gelernte Informatiker diese Saison wieder voll auf den Fussball. Zumindest fast. Denn an der Fasnacht oder an Vereinsanlässen heizt er als «DJ Sunto» zwischendurch den Leuten so richtig ein. «Es ist nichts Wildes», wiegelt Suter ab. «Es sind eingängige und fetzige Partytunes, die ich abspiele.» Er wolle damit den Vereinen etwas zurückgeben, wenn sie ihn anfragen.

Das passt zu Suter, welcher sich eigentlich nicht unbedingt gerne im Mittelpunkt sieht und sich stets für das Gemeinwohl oder eben die Mannschaft einsetzt. Sei es als Innenverteidiger, oder wenn es der Trainer möchte, halt als eiskalter Goalgetter.

Transfers

Zugänge: Manuel Reichmuth (Ibach). Jonas Truttmann (Brunnen). Yves Jöhl (Brunnen). Elias Ulrich (Küssnacht). Dario Schelbert (Team Zugerland/Muotathal). Andreas Mathis (Kriens-Luzern U17). – Abgänge: Dominic Schilling (Karriereende). Roman Greter (Emmen). Silvan Christen (Pause). Jozef Simoni (Brunnen). Livio Sommaruga (Auslandaufenthalt/Rückrunde evtl. Goldau). Silvan Büeler (Auslandaufenthalt/Rückrunde Goldau).

Testspiele

Ibach 1:4, Thalwil 1:2, Schattdorf 3:0, Altdorf 1:1, Ibach 1:2, Cham II 4:0, Red Star ZH 1:3.

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