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Ein Typ mit Wettkampferfahrung führt jetzt den SC Cham

Roland Schwegler, der neue Trainer des SC Cham, brennt auf den Saisonstart. Er mag es kaum erwarten, bis es losgeht.
Martin Mühlebach
Roland Schwegler wollte den Trainerjob in Cham, nun hat er ihn. Bild: Maria Schmid (Cham, 30. Juli 2019)

Roland Schwegler wollte den Trainerjob in Cham, nun hat er ihn. Bild: Maria Schmid (Cham, 30. Juli 2019)

Roland Schwegler erzählt: «Als ich erfuhr, dass Jörg Portmann nach sieben Jahren als erfolgreicher Trainer des SC Cham zurücktritt, bewarb ich mich um dessen Nachfolge bei Sportchef Marcel Werder und Teammanager Walter Riedweg. Innerhalb einer Woche war alles klar. Ich erhielt den Zuschlag, während ich in Magglingen den Lehrgang zum A-Diplom des Schweizer Fussballverbandes besuchte.» Der erste Eindruck seines neuen Vereins sei sehr positiv. Die Verantwortlichen des SC Cham hätten ihm offen und ehrlich gesagt, was möglich sei, und was nicht. Das habe ihn ebenso beeindruckt, wie die tolle Infrastruktur auf dem Eizmoos.

Der in Hochdorf aufgewachsene Roland Schwegler, wo er auch seine ersten fussballerischen Gehversuche machte, blickt auf eine erfolgreiche Profikarriere zurück. Im zarten Alter von 15 Jahren schloss er sich den Zürcher Grasshoppers an, die ihn nur zwei Jahre später in die 1. Mannschaft beriefen. Schwegler, der von der U16 bis zur U21 rund 60 Spiele für die Schweiz bestritt, erzählt: «Unter den GC-Trainerkoryphäen Marcel Koller und Roy Hodgson sowie Sportchef Erich Vogel lernte ich enorm viel, was mir nun auch als Trainer zu Gute kommt. Koller vermittelte mir eine ausgezeichnete Teamführung, und Hodgson hat mich vor allem taktisch geschult.» Erfolgreich, denn nach einem dreijährigen Engagement als Profi des FC Luzern und einem zweijährigen Abstecher nach Vaduz betätigte sich Schwegler vorerst als Trainer der Grasshoppers U13, ehe er den 2.-Ligisten FC Linth unter seine Fittiche nahm, mit dem er in der Saison 2017/2018 in die 2. Liga inter aufstieg und im Jahr darauf den Ligaerhalt sicherte.

Winnermentalität wurde ihm eingeimpft

Der mit seiner Frau Denise und seinem Sohn Noah (13) seit geraumer Zeit in Hünenberg See wohnhafte 37-jährige Roland Schwegler betont: «Das wichtigste für mich ist, dass es meiner Familie gut geht. Da ich nun praktisch vor meiner Haustür den Promotion-League-Club SC Cham trainiere, habe ich wieder mehr Zeit zur Verfügung, die ich mit meiner Familie einem verbringen darf.» Auf die Frage, worauf er als Trainer besonderen Wert lege, sagt Schwegler ohne auch nur eine Sekunde zu zögern: «Mir ist es wichtig, Zeit mit guten Leuten verbringen zu können, für die Training und Arbeit kein Muss ist. Mir ist ein Spieler lieber, der während 60 Minuten Vollgas gibt, als einer, der sich 90 Minuten lang durchmogelt.» Diesbezüglich gefalle ihm der Enthusiasmus und die Qualität, die er im Team des SC Cham vorfinde.

Trotz harter Trainings hätten alle Akteure freudig mitgezogen. Gefallen habe ihm auch, dass das Team von sich aus einen Grillevent am Sempachersee organisiert und damit den Teamgeist gestärkt habe. «Mir ist wichtig, dass meine Spieler selbstbewusst sind, Verantwortung übernehmen und eine Winnermentalität entwickeln.» Als er als 15-Jähriger in der U16 gespielt habe, sei der damalige GC-Sportchef in die Kabine gekommen und habe gesagt: «‹Ihr verliert während der gesamten, bevorstehenden Saison kein einziges Spiel.› Und tatsächlich hatte es das Team geschafft. Das zeigt, wie viel der Glaube an sich und seine Fähigkeiten ausmacht.»

Nach Verletzungen immer wieder zurückgekämpft

Roland Schwegler, der als Verteidiger mit GC in der Saison 2000/2001 und 2001/2002 Schweizer Meister wurde, musste als Aktiver auch negative Erfahrungen sammeln. Er sagt: «Ich erlitt mehrere gravierende Verletzungen, aber ich habe mich durchgebissen und bin immer wieder zurückgekehrt. Oftmals auch zu früh.» Er könne mitfühlen, was in einem Spieler vorgehe, wenn er verletzt sei. Als Trainer müsse er darauf achten, dass der verletzte Spieler sich genügend Zeit bis zur vollständigen Genesung lasse, ehe er wieder ins Training und in den Spielbetrieb einsteige.

Roland Schwegler beschreibt sich selbst als Wettkampftyp. Als Trainer ist er nicht nur das, er ist ein Typ, der dank Wettkampferfahrung seinen Spielern in allen Situationen mit Rat und Tat zur Seite stehen kann. Kurz gesagt: Mit der Verpflichtung von Roland Schwegler als Trainer ist dem SC Cham ein Glücksgriff gelungen.

Transfers

Zugänge: Marco Rüedi (Kriens). Lukas Riedmann (Luzern U21). Cleric Njau (Luzern U21). Geoffrey Le Bigonsan (Zug 94). Nikola Bozic (Brühl). Ronnie Aeberli (Linth 04). Kemil Festic (Rapperswil-Jona). – Abgänge: Jessy Nimi (Altdorf). Cyrill Gasser (Schötz). Esat Balaj (Wohlen). Davide Giampà (Wohlen). Daniele Romano (Weiterbildung). Lucas Thöni (Abwesend Vorrunde, Weiterbildung).

Testspiele

Red Star ZH 2:1, Wohlen 0:2, Kriens 2:5, SC Freiburg U21 2:5, Kosova 6:1.

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