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Delia Carmen Durrer: ein Nidwaldner Ski-Talent stürmt die Spitze

Die 16-jährige Delia Carmen Durrer mag Mikaela Shiffrin und spielt wie ihr grosses Vorbild gerne Klavier. Die Nidwaldnerin sorgt dafür, dass Entscheidungen in FIS-Rennen zuweilen erst ganz spät fallen.
Peter Gerber Plech
Delia Carmen Durrer sorgt in ihren ersten FIS-Rennen für Furore. Bild: Max Kraut (Klewenalp, 26. März 2018)

Delia Carmen Durrer sorgt in ihren ersten FIS-Rennen für Furore. Bild: Max Kraut (Klewenalp, 26. März 2018)

71 Fahrerinnen waren in Zinal bereits im Ziel – und dann war die Reihe an der Startnummer 72. Delia Carmen Durrer, 16 Jahre und knapp 2 Monate alt, fuhr in ihrem ersten FIS-Super-G auf Platz 2. Nur Lindy Etzensperger, eine um vier Jahre ältere Walliserin, war am vergangenen Freitag noch schneller. Und weil die Nidwaldnerin aus Oberdorf am selben Tag mit Startnummer 74 in der Abfahrt Siebte und am Vortag in einer Abfahrt Elfte (mit Startnummer 67) geworden war, liegt diesem zweiten Platz eine gewisse Aussagekraft inne: Delia Carmen Durrer, die Schülerin der Sportmittelschule Engelberg, hat Talent. Ganz zur Freude von Vater Andy. «Er hat immer gesagt, dass seine Kinder Skifahren, Jassen und Schwimmen können müssen», sagt Delia, die jüngere der Durrer-Töchter.

«Auf den Skiern stehe ich immer mit einem Lächeln»

Als Zweijährige stand die Nidwaldnerin erstmals auf Skiern. Die Leidenschaft für diesen Sport sollte sie aber erst Jahre später entdecken. «Im JO-Alter», sagt Durrer, «dort habe ich gemerkt, dass mir das Skifahren grossen Spass macht und ich diesen Sport länger ausüben möchte.» Das Interesse am Tennis spielen, dem Geräteturnen oder dem Ballett entschwand nach und nach in den Hintergrund. «Nichts davon hat mich emotional so gepackt, wie der Skirennsport. Auf den Skiern stehe ich immer mit einem Lächeln.» Sicher hätten die ersten Rennerfolge diese Einstellung positiv beeinflusst, erinnert sich die 16-Jährige.

Spätestens in der Begabtenförderung Ski alpin in Hergiswil habe sie sich entschieden, dass aus ihr eine Profi-Skirennfahrerin werden soll. Der privateste Lebensraum, ihr Zimmer im Elternhaus in Oberdorf, weist deutlich auf diese Absicht hin. In der Ecke mit Pokalen und Medaillen wird in absehbarer Zeit Platzmangel herrschen und das Poster mit dem grossen Vorbild erinnert Delia Carmen Durrer immer an das Ziel des von ihr eingeschlagenen Weges. Mikaela Shiffrin, die Weltmeisterin und Olympiasiegerin, lächelt vom Hochglanzbild als zusätzliche Motivation. «So wie sie fährt, möchte ich auch einmal fahren können», sagt die Zentralschweizerin.

Klar, dass sie den baldigen Aufstieg vom Nationalen Leistungszentrum in die Kader von Swiss Ski anstrebt. Aber nicht verbissen und nicht um jeden Preis. «Ich gehe mit der Einstellung auf den Berg, dass ich alle meine Möglichkeiten abrufen will. Gelingt mir das gerade im technischen Bereich, dann bin ich schnell, dann passen auch die Resultate.» Mit der Antwort auf die Frage, ob sie denn nun eher die Slalom-/Riesenslalomfahrerin oder doch eher die Speed-Spezialistin sei, tut sich Delia Durrer noch schwer. «Die technischen Disziplinen machen mir Spass und in den Speed-Disziplinen läuft es mir aktuell einfach sehr gut. Ich möchte mir in sämtlichen Disziplinen die Chance geben, um mich zu verbessern.» Und da kommt wieder Mikaela Shiffrin ins Spiel, denn: «Sie zeigt, dass wenn man technisch gut Ski fährt und im Slalom und Riesenslalom erfolgreich ist, man auch in den Speed-Rennen vorne mitfahren kann.»

«Es tut richtig gut, richtig in die Tasten zu hauen»

Schule, Lernen und Skifahren bestimmen Delia Carmen Durrers Leben. Auch die Musik bekommt ihren Raum. Genauer – übrigens wie Mikaela Shiffrin – das Klavier spielen. «Das hilft mir jeweils, etwas runter zu kommen. Ich spiele klassische und rockige Stücke. Manchmal tut es richtig gut, richtig in die Tasten zu hauen», sagt sie mit einem Lachen.

Mit den Rennen von Zinal hat sich bei der Nidwaldnerin auch ein gewisses Selbstwertgefühl entwickelt. Sie sagt: «Vielleicht müssen künftig die früher gestarteten Athletinnen warten, bis auch die letzte Fahrerin im Ziel ist.» Sicher aber so lange, bis Delia Carmen Durrer selber mit frühen Startnummern in die Rennen steigen darf.

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