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Captain von Zug 94: «Ein Schlag ins Gesicht»

Das prominenteste Opfer des künftigen Zuger Sparkurses in der 1. Liga ist der Captain Davide Palatucci. Der 30-jährige Mittelfeldspieler ist enttäuscht, zeigt sich aber fair.
Martin Mühlebach
Davide Palatucci bestritt 288 Partien für Zug 94. (Bild: Christian H. Hildebrand, 26. Mai 2018)

Davide Palatucci bestritt 288 Partien für Zug 94. (Bild: Christian H. Hildebrand, 26. Mai 2018)

Die Verantwortlichen von Zug 94 haben angekündigt, bis zu 40 Prozent weniger für die 1.-Liga-Mannschaft auszugeben. Unter den Abgängen findet sich ein Name, der über Jahre für die Mannschaft stand: Davide Palatucci (30). Der wirblige Offensivspieler trug – mit Ausnahme eines kurzen Abstechers nach Cham – in den letzten elf Jahren die Farben von Zug 94 und war mehr als nur ein Spieler: Er war in guten und in schlechten Zeiten das Herz der ersten Mannschaft und spielte 288 Mal für diese.

Der Zuger Sportchef Dusan Ilic sagt: «Es fiel mir nicht leicht, Davide mitteilen zu müssen, dass sein am Ende der Saison auslaufende Vertrag nicht mehr verlängert wird, zumal ich während mehreren Jahren sein Teamkollege war. Die massiven Budgetkürzungen ziehen einen radikalen Umbruch nach sich. Wir sind gezwungen, vermehrt auf unseren Nachwuchs und auf Ehemalige aus unteren Ligen zu setzen.»

Palatucci ist entsprechend nicht der einzige Spieler, von dem sich Zug 94 trenne. Auch bisherige Teamstützen wie Manuel Riedweg, Florim Mani, Denis Pozder oder Kemil Festic müssten den Verein verlassen. Dusan Ilic betont: «Wir sind im Begriff, einen Kaderumbruch einzuleiten, der zukunftsgerichtet ist. Es geht dabei nicht nur ums Geld.»

Palatucchi hätte angeblich auch für weniger gespielt

Davide Palatucci sieht das ein wenig anders. Er schildert: «Im April signalisierten sowohl der Trainer als auch der Sportchef, dass sie mich als Leader des Teams behalten wollen. Nachdem mir später ein deutlich schlechter dotierter Vertrag vorgelegt worden war, machte ich einen für mich nur unwesentlich besseren Gegenvorschlag.»

Palatucci versichert, selbst wenn dieser Gegenvorschlag nicht auf Gegenliebe gestossen wäre, hätte er weiterhin für Zug 94 gespielt, da ihm der Verein ans Herz gewachsen sei. Dies habe er dem Sportchef am Dienstag nach Pfingsten mitteilen wollen. Dazu kam es nicht mehr: «Am Pfingstmontag teilte mir Dusan Ilic telefonisch mit, dass Zug 94 das mir unterbreitete Angebot zurückziehe. Diese Vorgehensweise enttäuschte und schmerzte mich – es war ein Schlag ins Gesicht.»

Dennoch betont Davide Palatucci: «Ich hatte eine schöne Zeit bei Zug 94. Trotz verschiedener Angebote von anderen Klubs blieb ich dem Verein auch nach dem zwischenzeitlichen Abstieg in die 2. Liga interregional treu, um den sofortigen Wiederaufstieg schaffen zu können.»

Mehrere Optionen würden im Raum stehen

Für den Mittelfeldspieler steht fest, dass er die Fussballschuhe noch nicht an den Nagel hängen wird. Er sagt: «Ich habe bereits verschiedene Angebote bekommen, unter anderem von einem Erstligaverein, die ich sorgfältig prüfen werde. Ein Engagement als Spielertrainer eines ambitionierten Klubs halte er als weitere Option offen. Zug 94 wünsche er weiterhin alles Gute.

Das ist Sportchef Dusan Ilic tatsächlich zu wünschen bei der schwierigen Aufgabe, unter diesen Umständen ein erstligataugliches Team zusammenzustellen.

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