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Nidwaldner Maxime Chabloz – ein Multitalent auf Schnee und Wasser sammelt WM-Titel

Maxime Chabloz ist Junioren-Weltmeister beim Ski-Freeride und im Kiteboarding. An der Kitesurf-Freestyle World Tour beweist der 19-Jährige aus Beckenried, dass er auch bei den Profis zur Weltspitze gehört.
Walter Rudin
«Wenn ich abhebe, fühlt es sich an, als ob ich schwerelos wäre, ich fühlte mich dann einfach frei», beschreibt Maxime Chabloz seine Leidenschaft. (Bild: F-One (Madagaskar, 24. Juli 2018))

«Wenn ich abhebe, fühlt es sich an, als ob ich schwerelos wäre, ich fühlte mich dann einfach frei», beschreibt Maxime Chabloz seine Leidenschaft. (Bild: F-One (Madagaskar, 24. Juli 2018))

Der 19-jährige Maxime Chabloz führt ein Leben, von dem viele in seinem Alter nur träumen können. Rund 30 Wochen im Jahr ist der Beckenrieder unterwegs an den schönsten Stränden der Welt, immer auf der Suche nach idealen Windverhältnissen, um seine Passion leben zu können.

Um die 50 Stundenkilometer Wind sind ideal, um den Schirm hochzuziehen. Mit kleinsten Bewegungen an der Handlebar bringt er den Kite in die richtige Position. Dann hebt er ab, wirbelt durch die Luft, dreht Pirouetten, reisst das Brett von den Füssen und landet wieder sicher darauf. Im Gegensatz zum Kitesurfing, wo man mit Tempo auf Wellen gleitet, werden beim Boarding Sprünge, sogenannte Tricks, von der Jury bewertet.

Bereits zu dritten Mal sicherte sich der junge Nidwaldner diesen Frühling bei den U19 den Weltmeistertitel in dieser Disziplin. Er wurde dafür von Swiss Sailing mit dem Award Junior Sailor of the Year ausgezeichnet. Seit letzter Saison gehört der Beckenrieder mittlerweile auch bei der Elite zu den Favoriten. Am ersten Event der World Tour 2019 im südfranzösischen Leucate übertraf Chabloz sämtliche Erwartungen. Bei Windgeschwindigkeiten von gegen 90 km/h musste er sich im Kampf gegen den dreifachen Weltmeister Carlos Mario erst nach einem extrem knappen letzten Run geschlagen geben. Die Erfahrung des älteren Konkurrenten gab dabei den Ausschlag. Doch schon beim nächsten Mal könne es anders aussehen, ist der Beckenrieder überzeugt.

Verletzungsgefahr ist extrem hoch

Mit seinen Kontrahenten auf der Tour unterwegs zu sein und sich beinahe täglich mit den Besten der Welt zu messen, bedeutet dem 19-Jährigen alles. «Ich habe hart gearbeitet dafür, dass ich ein Leben als Profi-Kiteboarder führen kann. Also habe ich auch kein schlechtes Gewissen, mein Leben auf diese Art und Weise zu gestalten», sagt Chabloz, der seit seinem Schulabschluss an der Sportschule Hergiswil mit 15 Jahren keiner geregelten Arbeit mehr nachgeht und seither voll auf die Karte Sport setzt.

Eigentlich hatte Maxime Chabloz zuerst eine Karriere als Skirennfahrer angestrebt, sich dann aber für das Kiten entschieden. Sein Ziel ist, bei den Profis in naher Zukunft Weltmeister zu werden. Sollte er verletzungsfrei bleiben, stehen die Chancen für dieses Unterfangen gut. «Die Verletzungsgefahr ist bei dieser Sportart extrem hoch», ist sich der Beckenrieder bewusst. «Die hohen Sprünge mit den harten Landungen auf dem Wasser belasten Rücken, Kniegelenke und Schultern extrem.» Chabloz versucht deshalb, mit viel Konditionstraining seine körperliche Konstitution zu festigen.

2024 wird Kitesurfen eine olympische Disziplin. Doch wer jetzt schon mit einem Auge auf Maxime Chabloz als möglichen Medaillengewinner schielt, liegt falsch. Olympisch wird nicht die Freestyle-Disziplin mit den Sprüngen, sondern das Kitesurfen. Bei den Youth Olympic Games hatte Chabloz ohne Training mit einem 5. Rang zwar bewiesen, dass er auch Kite-Rennen erfolgreich bestreiten kann. Doch diese Disziplin mache keinen Spass, moniert Chabloz. Er weiss aber auch, dass eine olympische Disziplin ein ganz andere, grössere Resonanz in der Öffentlichkeit findet.

Ausrüstungsvertrag mit einem Skifabrikanten

Bereits bei den Skirennen haben Maxime Chabloz die Duelle gegen andere nicht interessiert. Deshalb hat der Nidwaldner, dessen Eltern aus der Waadt stammen, seine Skikarriere, bei der er auch einem Swiss-Ski-Kader angehörte, nach der obligatorischen Schulzeit aufgegeben. Ganz aufgehört hat er mit dem Skifahren allerdings nicht. Im letzten Winter hat er sich als Freerider versucht – und wurde auf Anhieb Weltmeister bei den Junioren.

Kiten soll zwar im Fokus stehen, trotzdem lässt Chabloz aber durchblicken, dass er für den nächsten Winter einen Ausrüstungsvertrag mit einem Skifabrikanten unterzeichnet hat. Realistisch sei es zwar nicht, auf lange Zeit beide Sportarten auf Weltniveau zu betreiben, versuchen will er es aber trotzdem: «Ich bin halt ein Mensch, der Polyvalenz liebt und gerne immer wieder etwas anderes macht.»

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