Dieses Luzerner Schwimm-Duo hat ehrgeizige Pläne

Am Jugend Cup im Campus Sursee wissen Lucyna Wasowicz und Richard Georgiev zu überzeugen.

Stefanie Barmet
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Lucyna Wasowicz und Richard Georgiev freuen sich über ihre Leistungen im Campus Sursee.

Lucyna Wasowicz und Richard Georgiev freuen sich über ihre Leistungen im Campus Sursee.

Bild: Jakob Ineichen (Oberkirch, 7. März 2020)

Richard Georgiev entdeckte seine Leidenschaft für den Schwimmsport bereits im Alter von fünf Jahren während eines Urlaubs in Griechenland. Heute trainiert der Absolvent der Sportklasse am Gymnasium Alpenquai sieben- bis achtmal für zwei Stunden im Wasser und macht zusätzlich vier einstündige Athletikeinheiten. Der 14-Jährige vom Swim Team Lucerne träumt von einer Teilnahme an Olympischen Spielen. Kurzfristig hat er sich den Gewinn von einer Medaille an den Schweizer Nachwuchsmeisterschaften sowie die Aufnahme ins Nationalkader zum Ziel gesetzt. Mit einem vierten Rang an den Nachwuchs-Schweizer-Meisterschaften über 200m Rücken – seinem bisher grössten Erfolg – scheint das erste Ziel zum Greifen nah. «Meine Ausdauer, mein Selbstvertrauen und der Ansporn, mich ständig verbessern zu wollen, zählen definitiv zu meinen Stärken. Manchmal bin ich aber zu ungeduldig und möchte die gesetzten Ziele zu schnell erreichen.» Besonders gerne schwimmt er über 400 und 1500m Freistil sowie über 200m Rücken. «Am Schwimmen fasziniert mich die Tatsache, dass man sich immer weiter verbessern kann. Das perfekte Rennen gibt es nicht.»

In Sursee lieferte der Luzerner, der nebenbei noch Chinesisch lernt, eine Kostprobe seines Könnens ab. Über 400m Freistil schwamm er in 4:18,01 Minuten auf Rang zwei, wobei er den Sieg lediglich um 12 Hundertstelsekunden verpasste. Auch über 100m Rücken (1:04,55) musste er sich nur einem Konkurrenten geschlagen geben. Über 100m Freistil (57,39 Sekunden) landete er auf dem fünften Rang. In allen drei Disziplinen stellte er persönliche Bestzeiten auf. «Mit dem Rennen über 400m Freistil bin ich sehr zufrieden. Dass ich den Sieg so knapp verpasst habe, hat mich aber schon etwas geärgert. In den anderen Rennen habe ich mir aber mehr erhofft», so Georgiev selbstkritisch. Mit seinen Klubkollegen gewann er zudem über 4x50m Freistil sowie über 4x50m Lagen zweimal Bronze.

Staffelgold und zwei Finalplätze für Wasowicz

Georgievs Klubkollegin Lucyna Wasowicz macht erst seit zwei Jahren Wettkampfsport und zählt dennoch bereits zu den besten Crawlerinnen der Region. «Das Schwimmen ist eine gute Abwechslung zum Alltag. Zudem motivieren mich auch minimale Verbesserungen der Bestzeiten weiter zu trainieren. Die Altishoferin, die sechs bis sieben Einheiten im Wasser sowie ein- bis zwei Krafttrainings pro Woche absolviert, besucht momentan die vierte Klasse der Kantonsschule Willisau. Nebenbei findet sie noch Zeit für ihre zweite Leidenschaft – das Schlagzeugspielen. «Ich kann mich sowohl im Training wie auch in den Wettkämpfen gut motivieren. Da ich verhältnismässig spät mit dem Leistungssport angefangen habe, muss ich im Bereich Kraftausdauer gegenüber meinen Teamkolleginnen noch einiges aufholen.»

Im Sommer möchte sie sich an den Schweizer Meisterschaften in möglichst vielen Rennen für den Final qualifizieren. «Langfristig strebe ich einen SM-Podestplatz in der offenen Klasse an.» In Sursee stellte Lucyna Wasowicz sowohl als Drittplatzierte über 100m Freistil in 1:00,94 als auch über 100m Rücken (1:09,90), wo sie Fünfte wurde, persönliche Bestzeiten auf. Über 4x50m Freistil gewann sie gemeinsam mit Felice de Groot, Fiona Maissen und Tamara Näf Gold. «In der letzten Staffel wurden wir leider disqualifiziert. Sonst bin ich aber sehr zufrieden.»