Die Entlebucher Langläuferin Ramona Schöpfer macht den nächsten Schritt zu den Grossen

Die Marbacherin Ramona Schöpfer ist in Form. Sie gewinnt auch bei ihrem Heimrennen.

Roland Bösch
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Ramona Schöpfer wird hier ihrer Favoritenrolle gerecht.

Ramona Schöpfer wird hier ihrer Favoritenrolle gerecht.

Bild: Edi Zihlmann (Sparenmoos, 15. Februar 2020)

Der Langlaufcup des Zentralschweizer Schneesportverbandes geht in die Endphase. In der Winterfärren unterhalb der Marbachegg fand am vergangenen Samstag mit dem Luzerner J+S-Langlauf die zweitletzte Entscheidung statt. Der Skiclub Marbach als Organisator mus­ste dazu wie Mitte Januar beim Schrattenlauf auf dem Salwideli auf eine Ersatzstrecke ausweichen. Beide Ausweichstrecken sind dem klubeigenen Nachwuchstalent Ramona Schöpfer von den zahlreichen Trainings bestens bekannt. Die U16-Athletin wurde am Samstag ihrer Favoritenrolle gerecht und sicherte sich vor der Obwaldnerin Ronja Rietveld bereits den sechsten Sieg im Rahmen des Langlaufcups.

Den Sieg in der Gesamtwertung hat Ramona Schöpfer schon länger auf sicher. Auf das Heimrennen angesprochen kam die 15-jährige zum Schluss: «Zu Beginn hatte ich wie an den Schweizer Meisterschaften etwas Zweifel, ob ich das hohe Tempo durchziehen kann. Ich konnte den Gedanken dann aber weglegen.» Die Aussage von Ramona Schöpfer stellt ein wichtiger kleiner Schritt auf dem Weg dar, noch etwas selbstbewusster zu werden. «Ja, ich muss lernen, im Wettkampf noch etwas frecher zu sein und gerade in wichtigen Situationen an mein Potenzial zu glauben», ist sich Schöpfer bewusst.

In der Staffel bei den Eliten aufgeboten

Beim wichtigsten Rennen in dieser Saison ist dies der Schülerin des Gymnasiums Plus noch nicht gelungen. Ramona Schöpfer beendete die Schweizer Meisterschaften im Einzellauf auf dem sechsten Rang. «Vor einem Jahr hätte ich diese Rangierung dankend angenommen», blickt sie zurück. Bereits zu Beginn der Saison hat sie mit dem Sieg beim nationalen Helvetia Trophy-Rennen in Realp die Erwartungen erhöht. Knapp drei Wochen später folgte beim nächsten nationalen Rennen in Les Brassus als Zweite die Bestätigung. Für Schöpfer und ihr Umfeld eine neue Ausgangslage. Im Vorjahr war die Marbacherin in der nationalen Wertung noch Siebte ihres Jahrgangs. «Ja, ich konnte im Sommer 2019 einen grossen Schritt vorwärts machen. In guter Erinnerung bleiben mir dabei die zahlreichen Intervalltrainings bei den Zusammenzügen des Nachwuchskaders des Zentralschweizer Schneesportverbandes.» Wie ihre zwei Jahre ältere Cousine Selina Haas profitiert Ramona Schöpfer zudem von den Trainings im Gymnasium Plus respektive dem Schneesportstützpunkt Schüpfheim. Mit ihrer Schwester Leandra, die beim J+S-Langlauf als U14-Siegerin hervorging, ist Ramona Schöpfer oft auch im Klubtraining anzutreffen.

In der nationalen Gesamtwertung liegt Ramona Schöpfer mittlerweile mit einem Rückstand von lediglich drei Zählern an zweiter Position. Nach dem aufgrund des Corona-Virus die Nordic Games vom kommenden Wochenende auf der Lenzerheide abgesagt wurden, ist zurzeit noch unklar, ob noch ein Rennen in die Wertung einfliesst. Swiss-Ski klärt ab, ob im Rahmen der nationalen Elitemeisterschaften in Realp am 28.März ein Nachwuchsrennen durchgeführt werden könnte. Schöpfer nimmt es, wie es kommt. «Findet noch ein Rennen statt, gebe ich natürlich mein Bestes. Wird es nicht durchgeführt, freue ich mich sehr über den zweiten Schlussrang.» In Realp an den Start gehen will die Kaderläuferin des Zentralschweizer Schneesportverbandes so oder so. «Ich wurde angefragt, ob ich die Marbacher Frauenstaffel komplettieren würde», erklärt Schöpfer. Für die zierliche Langläuferin wäre dieser Staffelstart der Übergang zu den Grossen. In der nächsten Saison warten die FIS-Rennen auf die junge Sportlerin.

Langlauf

J&S Langlauf. Einzellauf. Freie Technik. Frauen U18/U20 (6 Klassierte): 1. Bianca Buholzer (Horw). 2. Selina Haas (Marbach). 3. Julia Hauser. – U16 (5): 1. Ramona Schöpfer (Marbach). 2. Ronja Rietveld (Schwendi-Langis). 3. Julia Gisler (Schattdorf). – U14 (12): 1. Leandra Schöpfer (Marbach). 2. Linn Zentner (Riedern). 3. Zoë Felder (Schwendi-Langis). – U12 (7): 1. Carina Haas (Marbach). 2. Nina Walker (Unterschächen). 3. Katharina Gwerder (Schwendi-Langis).
Männer U20 (4): 1. Lars Fankhauser (Entlebuch). 2. Marco Steiger (Horw). 3. Jeremias Renggli (Entlebuch). – U18 (6): 1. Ramon Riebli (Schwendi-Langis). 2. Armando Spaeti (Horw). 3. Raphael Studhalter (Horw). – U16 (13): 1. Silvan Lauber (Horw). 2. Silvan Hauser (Riedern). 3. Sven Buholzer (Horw). – U14 (11): 1. Gian-Luca Haas (Marbach). 2. Elias Haas (Marbach). 3. Andreas Gwerder (Schwendi-Langis). – U12 (11): 1. Marco Lauber (Horw). 2. Nico Briker (Unterschächen). 3. Matteo Gisler (Schattdorf).
3er Kombination (Riesenslalom, Skisprung, Langlauf). U16 gemischt (3): 1. Janik Joss (Horw). 2. Silvan Lauber (Horw). 3. Luzia Felder (Flühli). – U14 (5): 1. Simone Meyer (Horw). 2. Patrik Felder (Flühli). 3. Elijah Küng (Flühli). – U12 (9): 1. Marco Lauber (Horw). 2. Carina Haas (Marbach). 3. Jonas Felder (Marbach). – U10 (16): 1. Tobias Zihlmann (Marbach). 2. Timo Schnider (Flühli). 3. Nils Schmidiger (Flühli).