Die Altdorfer Handballer bleiben auf Erfolgskurs

Auch im dritten Spiel setzt der KTV Altdorf seinen Siegeszug fort. Die Urner bezwingen Emmen knapp mit 25:24.

Urs Hanhart
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Altdorfs David Arnold trifft in Emmen dreimal.

Altdorfs David Arnold trifft in Emmen dreimal.

Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 19. September 2020)

Das Gastspiel bei einem der vermeintlich härtesten Konkurrenten um den Einzug in die Finalrunde begann für die bisher noch mit weisser Weste dastehende KTV-Truppe denkbar schlecht. Sie geriet schnell mit 0:3 ins Hintertreffen. Nach dem verpatzten Start gelang den Gästen jedoch eine gewaltige Steigerung. Bis Mitte der ersten Halbzeit konnten sie den Drei-Tore-Rückstand dank eines eindrücklichen Zwischenspurts in einen ebenso grossen Vorsprung umwandeln (8:5).

Allerdings verzeichneten die Urner im letzten Drittel des ersten Durchgangs einen krassen Durchhänger. Fast zehn Minuten lang verzeichneten sie lauter Fehlwürfe und technische Fehler. Emmen liess sich nicht zweimal bitten und riss die Führung wieder an. Den Pausentee durften die Platzherren mit einem Zwei-Tore-Polster (14:12) geniessen. Bis Mitte des zweiten Abschnitts schafften es die dringend auf Punkte angewiesenen Gastgeber sogar, den Abstand auf vier Längen (19:15) zu verdoppeln. Doch die Altdorfer liessen sich nicht unterkriegen und kämpften sich kontinuierlich wieder heran.

Schlussmann Amrein rettet die zwei Punkte

Und es kam sogar noch besser: In der Schlussphase rissen die Gelb-Schwarzen das Spieldiktat ganz klar an sich. Linksaussen Ivan Fallegger erzielte 95 Sekunden vor dem Abpfiff mit seinem einigen Treffer in diesem Spiel das vermeintlich entscheidende 25:23 für Altdorf. Aber die Hausherren realisierten nur wenige Sekunden später den Anschlusstreffer. Altdorfs Rechtsaussen Fabian Auf der Maur vergab in der Folge bei Anbruch der letzten Minute mit einem Fehlwurf den Matchball. Dadurch kamen die Emmer nochmals zu einer Ausgleichschance, die jedoch von Altdorf-Keeper Christian Amrein mit einer mirakulösen Parade zunichtegemacht wurde.

Der 26-jährige Hüne zwischen den Pfosten avancierte damit wie schon vor Wochenfrist im Derby gegen Dagmersellen zum eigentlichen Matchwinner. Amrein, der im Verlaufe der zweiten Halbzeit seinen Goaliekollegen Marcel Luthiger im Hüten des Kastens ablöste, untermauerte seine aktuelle Bombenform mit einer sensationell hohen Abwehrquote von 58 Prozent. Er machte acht von 14 gegnerischen Würfen unschädlich.

Solide Defensivleistung hilfreich beim Erfolg

Erfolgreichster Skorer in den Reihen der Gäste war diesmal Spielertrainer Mario Jelinic, der sechsmal einnetzte, wovon zweimal mittels Siebenmeter. Dahinter folgten mit je fünf Torerfolgen Rückraumbomber ­Mario Obad und Rechtsaussen Fabian Auf der Maur. Am effizientesten agierte vorne schon fast wie gewohnt Kreisläufer ­Tomas Adamcik, der vier seiner fünf Torchancen nutzte. Der Grundstein zu diesem Auswärtserfolg wurde aber einmal mehr mit einer soliden Defensivleistung gelegt. So musste sich Emmens Topskorer Mark Schelbert, der zuvor im Schnitt zehn Tore pro Spiel geworfen hatte, mit einer für seine Verhältnisse bescheidenen Ausbeute von lediglich drei Treffern begnügen.

Das Überraschungsteam Muri sowie die beiden Gruppenfavoriten Olten und Altdorf stehen alle noch ohne Verlustpunkte da. Dieses Trio hat sich bereits deutlich vom restlichen Feld abgesetzt. Das wird sich spätestens am kommenden Samstag ändern, wenn Altdorf und Olten in der Altdorfer Feldli-Arena die Klingen kreuzen. Ein Erstliga-Spitzenkampf, dem viele mit grosser Spannung entgegenfiebern.

Emmen – Altdorf 24:25 (14:12)
Rossmoos. – 100 Zuschauer. – SR Celentano, Huber. – Emmen: Schnellmann, Schnyder; Huwiler (2), Schelbert (3), Acha-Orbea (2), Kim (3), Häberli (2), Brunner, Hartmann (1), Cilurzo (1), Kovacevic (7), Bucher (1), Dürger (1), Büchli (1). – Altdorf: Amrein, Luthiger, Dittli; Aschwanden, Gisler, Arnold (3), Fallegger (1), Baumann, Inderbitzin, Ledermann (1), Auf der Maur (5), Obad (5), Jelinic (6), Adamcik (4).