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Der Treueschwur des Mittelblockers

Nach harzigem Saisonstart kommt Volley Luzern immer besser in Fahrt. Am Sonntag (17 Uhr) ist mit Schönenwerd der NLA-Tabellenzweite zu Gast in der Sporthalle Bahnhof. Und mittendrin Nick Amstutz, der Lokalmatador.
Hat sich vor elf Jahren dem Volleyballsport verschrieben: der 25-jährige Nick Amstutz. (Bild: Bild Pius Amrein (Luzern, 27. November 2018))

Hat sich vor elf Jahren dem Volleyballsport verschrieben: der 25-jährige Nick Amstutz. (Bild: Bild Pius Amrein (Luzern, 27. November 2018))

Für den Laien wäre es spannend zu wissen, was der Aufgabenbereich eines Mittelblockers, der angestammten Position des 25-jährigen Nick Amstutz, alles beinhaltet. Im Gespräch erkennt man aber schnell einmal: zu kompliziert, zu komplex, um es in knappe Worte fassen zu können. Also: «Leute kommt vorbei und macht euch selber ein Bild.»

Volley Luzern fordert am Sonntag am frühen Abend Schönenwerd, den aktuellen Tabellenzweiten der NLA, und will Revanche für die diskussionslose 0:3-Niederlage im Hinspiel zu Beginn der Saison. «Inzwischen sind wir stärker, viel stärker geworden», sagt Nick Amstutz. Die Rädchen, die sich Anfang Saison in einer zu einem grossen Teil neu formierten Equipe aneinander wund rieben, seien nun geschmiert. Dass der Weg nun nach oben führen könnte, bewies Volley Luzern letztes Wochenende mit einem hart erkämpften 3:2-Auswärtssieg gegen Uni Bern. «Das ist eine Weichenstellung zum Guten», glaubt Amstutz.

Wenn einer das Innenleben dieser Mannschaft präzise beschreiben kann, ist dies Nick Amstutz. 25 Jahre jung, nach durchaus gelungenen sportlichen Startschritten im Tennis nun seit elf Jahren am Volley-Netz tätig. Der 1,94-Meter-Mann wurde beim damaligen VBC Luzern von seinem Vater, Kantilehrer und Volleymentor Erich Amstutz, sanft in die Geheimnisse des Volleysports eingeführt. Und er spürte schnell: «Das passt zu mir. Es ist herausfordernder und auch spannender in einer Mannschaft um Punkte und Siege zu kämpfen.»

Kein Raum für Sentimentalitäten

Nick Amstutz tat dies mit Luzern in den letzten Jahren derart beständig, dass der Aufstieg in die NLA – und somit auch ein Umbruch Tatsache wurde: «Der Teamspirit», sagt er, «ist nicht mehr so ausgeprägt wie früher», als man sozusagen eine kleine, nette Volley-Familie bildete. Der Verein hat sich, was die Männermannschaft als Aushängeschild betrifft, zum absoluten Leistungssport bekannt. Es habe keinen Raum mehr für Sentimentalitäten, die Anforderungen folglich sind rasant gestiegen: Mindestens 15 Stunden harte Trainingsarbeit in der Woche, hinzu kommen oft lange Reisewege. «Wir sind vom zeitlichen Aufwand her gesehen am Anschlag», gesteht der in Bern Sport studierende Luzerner. In zwei Jahren will er den Master abschliessen, sich dann für das höhere Lehramt bewerben. «Wichtig ist für mich, dass der Betrieb im Sommer ruht, sonst wäre ich kaum mehr dabei.»

Einmal Luzern – immer Luzern

Der polysportive junge Mann taucht im Sommer nicht nach gegnerischen Angriffsbällen, sondern in den Vierwaldstättersee, erkundet gerne mit dem Boot das Gewässer und wandert zusammen mit Freundin Milina, einer nicht minderbegabten Handballerin des SPL1-Tabellendritten Rotweiss Thun, in der Region in der freien Natur. «Das gibt neue Energie für den langen und harten Volley-Winter.»

Nick Amstutz zählt zu den stärksten Schweizer Akteuren auf seiner Position, weckte auch schon Begehrlichkeiten bei anderen Vereinen. Uni Bern war eine Option, doch der Treueschwur hielt Bestand: «Einmal Luzern – immer Luzern», lacht das Urgestein, dessen 90-jähriger Grosspapa Hugo jedes Heimspiel mit Argusaugen beobachtet.

Selbstverständlich auch am Sonntag am frühen Abend, wenn die Luzerner am Lack des Tabellenzweiten Schönenwerd kratzen wollen: «Wir haben ein hohes Saisonziel deklariert», erklärt Amstutz, «wir wollen diese Saison den Sprung in die Playoff-Halbfinals schaffen. Wer sich derart ambitionierte Ziele setzt, muss auch einmal einen Widersacher des Kalibers von Schönenwerd in die Knie zwingen.»

Also Leute, hereinspaziert in die Sporthalle Bahnhof in Luzern. Und Nick Amstutz, dem Mittelblocker mit dem grossen Verantwortungsbereich, auf die Finger schauen ...

Hinweis

Männer, NLA. Sonntag: Volley Luzern – Schönenwerd (17.00, Sporthalle Bahnhof). Resultate der Samstagsspiele auf Seite 42.

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