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Cédric Gisler – der ruhige Techniker vom FC Altdorf

Wenn der FC Altdorf morgen im Tessin in die neue Saison startet, wird auch Mittelfeldspieler Cédric Gisler (21) im Fokus stehen. Er ist auf gutem Weg, zum Teamleader zu reifen.
Ronny Arnold
Altdorfs Cédric Gisler im Testspiel gegen den FC Schattdorf. (Bild: Roger Grütter (Altdorf, 8. August 2018)

Altdorfs Cédric Gisler im Testspiel gegen den FC Schattdorf. (Bild: Roger Grütter (Altdorf, 8. August 2018)

«Die Technik habe ich von der Mutter und die Zweikampfstärke vom Vater.» So beschreibt Cédric Gisler selber seine geerbten fussballerischen Fähigkeiten. Am Samstag startet der Fussballer mit Altdorf in die zweite 2.-Liga-interregionale Spielzeit. Als Zentrumsspieler ist er bei der Hauptort-Elf nicht mehr wegzudenken. Begonnen hat alles vor rund 15 Jahren beim ESC Erstfeld, bei seinem Heimatverein machte Cédric Gisler seine ersten Schritte im Fussball, dann bei den D-Junioren erfolgte der Wechsel zum SC Kriens, wo er bis zur U17 spielte und dort auch Schweizer Meister wurde. Aufgrund der Lehre und stetig steigenden Zeitaufwand entschied der Erstfelder sich schweren Herzens der Traum einer Profikarriere aufzugeben und zum Wechsel nach Brunnen.

Seit Sommer 2017 trägt er die Farben des FC Altdorf. «Für mich war vor allem wichtig, nach der Erfahrung in Brunnen zu viel Spielzeit zu kommen, diese erhielt ich in Altdorf und so konnte ich mich auch fussballerisch weiterentwickeln.» Der ruhige und zurückhaltende Zeitgenosse wird aber in dieser Saison in der jungen Altdorfer Mannschaft auch zum Leader wachsen und Verantwortung übernehmen müssen. «Dafür bin ich bereit», sagt Cédric Gisler. Wenn man mit dem 21-jährigen spricht, merkt man, wie sehr sein Herz für den Fussball schlägt. Verwunderlich ist dies nicht. Die Gislers sind eine richtige Fussballfamilie. Beide Elternteile spielten früher selber aktiv Fussball. Mutter Heidi ist heute Sportchefin beim ESC Erstfeld, Vater Norbert Trainer der zweiten Erstfelder Mannschaft, die Brüder Jannik (23) und Joachim (20) spielen beim ESC in der ersten Mannschaft und der Jüngste, Noël (17), trägt Rot-Schwarz von Schattdorf I. «Es ist schon unser Traum, dass alle Brüder mal zusammen in einer Mannschaft spielen. Aber momentan muss das halt noch warten.»

Angenehmes Umfeld und Fair Play sind sehr wichtig

Beruflich arbeitet Cédric Gisler als Arbeitsagoge bei der Stiftung Behindertenbetriebe in Schattdorf. In einem Jahr will er die gesundheitlich-soziale Berufsmatura in Angriff nehmen. «Ich arbeite sehr gerne mit Menschen zusammen. Mein Ziel ist es, auch mal in so einem Beruf zu arbeiten.» Kommen diese sozialen Eigenschaften ihm auch auf dem Platz zugute? «Schwer zu sagen. Mir ist einfach ein angenehmes Umfeld und Fair Play sehr wichtig. Ich bin auch stolz darauf, dass ich noch nie vom Platz geflogen bin.» Darum gefällt es ihm auch im Amateurfussball. «In den U-Mannschaften im Nachwuchsspitzenfussball herrschte irgendwo halt immer der Ego-Gedanke, jeder spielte schliesslich für seine eigene Karriere. Jetzt steht viel mehr das Team im Vordergrund.» Obwohl es ihm momentan im Urner Hauptort sehr gefällt, kann sich Cédric Gisler durchaus vorstellen, nochmals eine Stufe höher zu spielen: «In meinem Alter muss man Ziele haben, ich will weiter an mir arbeiten. Auf dem Platz noch mutiger auftreten und mich so auch persönlich weiterentwickeln. Aber ich bin schon jetzt stolz auf das, was ich im Fussball erreicht habe.» Überraschend bei seinem ruhigen Naturell sind seine fussballerischen Vorbilder. «Cristiano Ronaldo und Neymar, sportlich sind sie für mich die absolute Spitze», begründet der Manchester-United-Fan seine Wahl.

Bezüglich der neuen Saison gibt sich der Urner selbstbewusst: «Die Vorbereitung verlief resultatmässig definitiv nicht nach Plan, aber wir wollen nochmals die Liga halten und wenn möglich nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Zusätzlich wollen wir dem einen oder anderen Favoriten ein Bein stellen. Unsere Mannschaft hat das Potenzial, jetzt müssen wir es nur wieder auf den Platz bringen.» Einen ersten Schritt zu diesem Ziel will der Rechtsfuss mit seiner Mannschaft am Samstag um 18.30 Uhr auswärts gegen den Tessiner Aufsteiger Paradiso machen. Und wie gelingt es ihm eigentlich, auch mal vom Fussball abzuschalten? «Ich treffe mich gerne mit meinen Kollegen oder gehe eine Runde schwimmen.» Wetten, dass auch dort über Fussball gesprochen wird?

Hinweis

Mehr zur 2. Liga inter auf Seite 35.

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