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Der Meisterkampf beginnt für die Ringer von Willisau denkbar schlecht

Die ersatzgeschwächten Willisauer verlieren den ersten Meisterschaftsfinal auswärts deutlicher als erwartet mit 12:24. Titelverteidiger Kriessern ist zum richtigen Zeitpunkt in Topform.
Simon Gerber
Tobias Portmann (oben), hier gegen Kriesserns Marc Dietsche, ist einer der wenigen Willisauer Lichtblicke. Bild: PD (Widnau, 8. Dezember 2018)

Tobias Portmann (oben), hier gegen Kriesserns Marc Dietsche, ist einer der wenigen Willisauer Lichtblicke. Bild: PD (Widnau, 8. Dezember 2018)

Wie schon im letzten Jahr duellieren sich die beiden Spitzenteams Kriessern und Willisau im Kampf um die Meisterschaftskrone. Die Ostschweizer sind alles andere als ein Lieblingsgegner der Luzerner. Letztes Jahr verloren sie zwei der drei Finalbegegnungen und mussten sich mit der Silbermedaille begnügen. Die Neuauflage der beiden Rivalen stand diesmal für die Lions von Anfang an unter keinem guten Stern. Sie reisten mit einer Hypothek ins Rheintal. Mit Samuel Scherrer fehlte in der schweren Gewichtsklasse jener hochkarätige Trumpf, der vor einer Woche bei seinem Comeback gegen Einsiedeln für den Finaleinzug noch gestochen hatte. Der Internationale spürte erneut auftretende Beschwerden am Knie und pausierte. Zudem gab nach einer leichten Verletzung mit Michael Portmann ein weiterer Leistungsträger Forfait.

Diese Absenzen erschwerten die ohnehin schon schwierige Aufgabe noch zusätzlich. Für die Innerschweizer begann der Abend nicht nach ihren Vorstellungen. Der Rheintaler Wirbelwind Urs Wild blies von Beginn weg mit voller Kraft. Der Leichtgewichtler Timon Zeder blieb chancenlos. Ihm gelang es erneut nicht, dem Routinier mindestens einen Punkt abzuluchsen. In der schwersten Gewichtsklasse stand Dominik Bossert gegen den Juniorenvizeweltmeister Ramon Betschart zwar auf verlorenem Posten, brachte dennoch einen Mannschaftspunkt ins Trockene. Nach zwei Kämpfen lag der Rekordmeister schon mit 1:7 im Rückstand.

Portmann gewinnt erstmals gegen Marc Dietsche

Der Cheftrainer Thomas Bucheli dürfte in der ersten Hälfte mehr als einmal geseufzt und gezittert haben. Für ihn gab es nur gerade zwei Lichtblicke. Der junge bulgarische Spitzenmann Dimitar Sandov ging mit viel Elan ans Werk und gewann das Gefecht gegen den Routinier Gabor Molnar mit 5:2. Der Internationale Stefan Reichmuth doppelte nach und kam gegen den extrem passiven Philipp Hutter zu einem Disqualifikationssieg. Noch vor der Pause baute das Ausnahmetalent Dominik Laritz die Führung von Kriessern auf vorentscheidende 12:7-Punkte aus. Er fegte den überforderten Mansur Mavlaev von der Matte. Im zweiten Kampfabschnitt kamen die Lions weiter unter Zugzwang und gewannen nur noch zweimal. Der Routinier Jonas Bossert liess dank seiner grossen Kampfübersicht nichts anbrennen und hielt Fabio Dietsche sicher auf Distanz. Tobias Portmann lieferte einmal mehr in dieser Saison einen begeisternden Kampf ab. Der 19-Jährige brachte seinen ebenfalls international ausgewiesenen Rivalen Marc Dietsche schon früh in Bedrängnis und war auch sehr nahe an einem Schultersieg. Am Ende triumphierte der gelernte Landschaftsgärtner mit 10:3 Punkten und feierte gegen Dietsche den ersten Sieg überhaupt.

Beim letzten Fight des Abends verlor der Leihringer von Oberriet-Grabs, Andreas Vetsch, vollends den Faden. Nach einer 0:5-Führung ging der Landwirt gegen David Hungerbühler nach einem Hüfterangriff noch auf die Schulter. Dadurch kam der Gastgeber auf sechs Siege, Willisau lediglich auf deren vier. Der Titelverteidiger Kriessern wirkte eine Spur abgeklärter und kompakter. «Schon von Beginn weg lief vieles für uns. Ausnahmslos setzten unsere Leistungsträger die Vorgaben in deutliche Siege um, was schliesslich zu diesem doch klaren Erfolg führte. Es war jenes Feuer zu spüren, das für einen weiteren Titel nötig ist», resümierte Kriesserns Cheftrainer Hugo Dietsche.

Thomas Bucheli sieht dem Rückkampf positiv entgegen

Sein Antipode, Thomas Bucheli, lässt den Kopf nach der für ihn eindeutig zu hoch ausgefallenen Niederlage nicht hängen. «Das Resultat entspricht nicht ganz den guten Leistungen unserer Athleten. Klar waren einige zu wenig effizient und holten beim Gegner zu wenige Punkte ab, andere erfüllten ihre Aufgabe indes vorzüglich. Die zweite Begegnung am nächsten Samstag mit dem Wechsel der Stilarten liegt uns besser. Wir wollen die St. Galler unbedingt zu einem dritten Duell herausfordern», erklärte Bucheli. Ein solcher Exploit gelang den Luzernern schon vor einem Jahr.

Schweizer Mannschaftsmeisterschaft. NLA. Final (best of 3). Erstes Duell: Kriessern (3. der Qualifikation) – Willisau (1.) 24:12 (12:7). Stand 1:0. – Zweiter Finalkampf am Samstag, 15. Dezember in Willisau. – Eventueller dritter Finalkampf am 21. Dezember in Willisau.

Um Platz 3: Einsiedeln (4. der Qualifikation) – Freiamt (2.) 16:22 (8:11). – Rückkampf am Sonntag in Muri.

Kriessern – Willisau 24:12 (12:7)

Aegeten, Widnau. – 1100 Zuschauer. – KR Zimmermann (Fässler/Motzer). – 57 kg: Urs Wild s. Timon Zeder 3:0 (6:0). – 61 kg: Gabor Molnar v. Dimitar Sandov 1:2 (2:5). – 65 kg: Dominik Laritz s. Mansur Mavlaev 4:0 (15:0). – 70 kg: Sergiy Sirenko s. Mike Burkart 4:0 (15:0). – 74 kg: Marc Dietsche v. Tobias Portmann 1:3 (3:10). – 74 kg: David Hungerbühler s. Andreas Vetsch 4:0 (SS). – 79 kg: Tobias Betschart s. Mirco Studer 3:0 (7:0). – 86 kg: Fabio Dietsche v. Jonas Bossert 0:2 (0:4). – 97 kg: Philipp Hutter v. Stefan Reichmuth 0:4 (Disqualifikation). – 130 kg: Ramon Betschart s. Dominik Bossert 4:1 (18:2). – Bemerkung: Willisau ohne Samuel Scherrer und Michael Portmann (verletzt).

Einsiedeln – Freiamt 16:22

57 kg: Lars Neyer v. Nils Leutert 1:2. – 61 kg: Michel Schönbächler v. Nino Leutert 0:4. – 65 kg: Adrian Mazan v. Randy Vock 1:3. – 70 kg: Jan Neyer v. Michael Bucher 0:3. – 74 kg: Saifulla Avtorkhanov s. Nico Küng 4:1. Yves Müllhaupt v. Pascal Strebel 0:4. – 80 kg: Andreas Burkard s. Reto Gisler 3:1. – 86 kg: Mathias Käser v. Andrey Maltsev 1:2. – 97 kg: Andry Vysar s. Jeremy Vollenweider 4:1. – 130 kg: Sven Neyer s. Marc Weber 2:1.

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