Landhockey
Nur Siege: Der Luzerner SC ist auf Meisterkurs

Die Männer des Luzerner SC sind in der Hallenmeisterschaft auch nach dem Heimturnier noch ohne Punktverlust. Die Chancen stehen gut, dass sie im Februar nach langer Zeit wieder den Schweizer-Meister-Titel in der Halle gewinnen können.

Jule Seifert
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Die Hallensaison könnte nicht besser laufen für die Männer des Luzerner SC. Am Sonntag spielten die sechs NLA-Teams auf dem Utenberg in Luzern je zwei Partien. Der LSC gewann in der vierten Meisterschaftsrunde gegen die Grasshoppers und Olten. Damit bleibt er nach acht Spielen weiterhin ohne Punktverlust.

Der Luzerner SC mit Captain Manuel Häfeli (Mitte) im Spiel gegen GC Zürich.

Der Luzerner SC mit Captain Manuel Häfeli (Mitte) im Spiel gegen GC Zürich.

Bild: Nadia Schärli (Luzern, 12. Dezember 2021)

Im letzten Spiel vor der Weihnachtspause gegen Olten gingen die Luzerner in der 9. Minute durch Sebastian Schneider in Führung. Es sei nicht ungewöhnlich, dass in der Halle auch mal ein Defensivspieler zum Torschuss komme, sagte der 29-jährige Abwehrspezialist nach der Partie. Das Feld in der Halle ist kleiner als auf dem Rasen, das Spiel ist schneller. Und nur fünf Akteure pro Team stehen gleichzeitig im Einsatz.

Trainer stellt Positionen erfolgreich um

Im zweiten Viertel spielten beide Mannschaften weiterhin defensiv. Die langen Pässe nach vorne kamen oft nicht an, Torchancen waren Mangelware auf beiden Seiten. Dann aber wurde die Partie hektischer. «Wir wurden etwas nervös und sind ins sogenannte Rush-Spiel gekommen. Wenn wir Bälle abgefangen haben, sind wir sehr viel gelaufen, das gab dem Gegner die Möglichkeit zum Kontern», erklärte Schneider.

Bei Fehlpässen und Ballverlusten leisteten die Luzerner grossen Effort, um den Ball zurückzuerobern.

«Wir spielen schon lange zusammen und können einander vertrauen»,

sagte Schneider, der bis auf ein Jahr in der deutschen Bundesliga seit seinen Jugendjahren in Luzern spielt. In der 30. Minute wurde der Teamgeist belohnt: Bei der zweiten Strafecke konnte Michael Casagrande zum 2:0 erhöhen.

Im letzten Viertel gewannen die Luzerner ihre Souveränität zurück. Trainer Jorge Federico Tanuscio änderte die Positionen der Mittelfeldspieler und Stürmer. Das half, das Zusammenspiel von Abwehr, Mittelfeld und Angriff zu verbessern. Die Passkombinationen wurden genauer, mehr Torchancen resultierten. Am Ende feierte der LSC einen 4:0-Sieg. «Ich bin sehr glücklich mit dem Resultat», sagte Trainer Tanuscio.

«Es war ein schwieriges Spiel bis zum dritten Viertel.»

Auch mit dem 5:2-Sieg gegen GC zeigte sich der Trainer zufrieden.

Auch den Frauen läuft es rund

Die Bilanz des LSC kann sich sehen lassen, in acht Spielen kassierten die Zentralschweizer nur neun Gegentore. «Wir können entspannt in die Winterspielpause gehen», freute sich denn auch Tanuscio. «Im Halbfinal und Final warten aber die wichtigsten Spiele auf uns.» In Pfäffikon wird sich am 5. und 6. Februar zeigen, ob der Luzerner SC nach zehn Jahren wieder einmal Schweizer Meister in der Halle werden kann. In den vergangenen Jahren scheiterte er stets am Rekordmeister Wettingen. «Bisher haben wir gute Arbeit geleistet. Aber wir müssen einen Schritt nach dem anderen machen», so Tanuscio.

«Natürlich werden wir alles geben, um den Titel wahr werden zu lassen.»

Nicht nur der amtierende Meister Wettingen ist dabei eine Konkurrenz: «Wir müssen jedem Gegner mit Respekt entgegentreten», betont der Trainer. Die nächste Runde spielen die Teams am 30. Januar in Zürich.

Auch bei den LSC-Frauen verläuft die NLA-Saison in der Halle gut. Am Wochenende in Basel gewannen die Luzernerinnen 4:0 gegen Olten II und 4:1 gegen den Basler SC. Nach sechs Spielen belegen sie den zweiten Tabellenrang. Am 16. Januar haben die Luzernerinnen ihren Heimauftritt. Der Halbfinal und Final finden ebenfalls im Februar in Pfäffikon statt.

Für das Männerteam des LSC spielten: Martin Greder, Häfeli (1), Kleikemper, Manuel Greder, Horvath, Wicki (2), Appel (3), Schneider (1), Casagrande (2), Jenal,

Für das Frauenteam des LSC spielten: Appel, Bühler, Bühner (4), Fontana, Kleikemper, Meier (1), Renner, Zepf (1), Zimmermann (2).