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Der Iceman auf der grossen Bühne

Dominic Tamsel (18) aus Malters vertritt die Schweiz an den Junioren-EM in Glasgow. Sein Ziel ist es, den einen oder anderen Gerätefinal zu erreichen.
Theres Bühlmann
Dominic Tamsel bei einer Übung am Boden in der Sporthalle Oberei in Malters. (Bild: Philipp Schmidli (26. Mai 2018))

Dominic Tamsel bei einer Übung am Boden in der Sporthalle Oberei in Malters. (Bild: Philipp Schmidli (26. Mai 2018))

Auf diesen Anlass hat er intensiv und hart gearbeitet. Der in ­Malters wohnhafte und aus Wädenswil stammende Dominic Tamsel wurde vom Schweizerischen Turnverband (STV) für die Junioren-Europameisterschaften in Glasgow (2. August bis 12. August) selektioniert. Der strenge Trainingsalltag trägt Früchte, die Resultate lassen sich sehen und teilweise aufhorchen. So entpuppte er sich als Überflieger an den Junioren-Schweizer-Meisterschaften in Brugg im letzten Monat, an der er neben dem prestigeträchtigen Mehrkampf im Programm 6 auch an den Gerätefinals reüssierte und Gold am Pauschenpferd, an den Ringen und am Barren gewann und die Bronzemedaillen am Boden und am Reck. Der 18-Jährige geht ruhig und fokussiert in seine Wettkämpfe, mit viel Coolness, was ihm auch schon den Namen Iceman eintrug.

Tamsel gehört dem TV Wädenswil an, trainiert aber seit rund sieben Jahren beim Regionalen Leistungszentrum (RLZ) des Kunstturnerverbandes Luzern, Ob- und Nidwalden in Malters, betreut von Cheftrainer Martin Weibel.

Lieblingsgerät ist das Pauschenpferd

Im Alter von fünf Jahren begann er mit dem Kunstturnen. Über Talent verfügte er schon immer, doch für die Verantwortlichen des Zürcher Leistungszentrums zu wenig. Deshalb wechselte er zu den Luzernern. «Ich fühle mich hier wohl und wurde sehr gut aufgenommen», sagt Tamsel, der im Juni die Matura an der Kantonsschule Reussbühl abschloss. Bereits im letzten Jahr vertrat er, der als Lieblingsgerät das Pauschenpferd angibt, die Schweiz an einem international grösseren Anlass. Er gehörte jenem Team an, das am Europä­ischen Olympischen Jugendfestival in Ungarn den dritten Platz belegte. Als Vorbereitung für die nun kommende Europameisterschaft bestritten die Schweizer am 21. Juli in Dornbirn (AUT) einen Länderkampf gegen ihre Kollegen aus Tschechien und Österreich, den sie zu ihren Gunsten entscheiden konnten. Tamsel, der mit 174 Zentimetern für Kunstturner eine respektable Grösse aufweist, betätigte sich an fünf Geräten als Punktesammler, einzig den Sprung liess er aus.

Rund 24 Stunden wendet Dominic Tamsel in der Woche für seinen Sport auf. Alles in allem feilten die Schweizer rund drei Wochen vor dem Grossanlass in Schottland, in Magglingen an der Form und an den Übungen, um am Tag X in Glasgow bereit zu sein. Genauer gesagt ist es der 10. August, dann findet für die Junioren die Qualifikation statt. Platz 5 lautet die Vorgabe des Verbandes für deren Mannschaftswettkampf. «Ich will einfach mein Bestes geben», sagt Dominic Tamsel.

Mehrkampffinal findet nicht mehr statt

Im Gegensatz zu der Elite geht es bei den Junioren auch um den Mehrkampftitel. Anders als in Bern 2016 findet in Glasgow kein separater Mehrkampffinal statt. Der Sieger der Qualifikation ist somit gleichzeitig Europameister. Mit dem Team verhält es sich gleich. Mitmischen im Mehrkampf um vordere Plätze kann Dominic Tamsel nicht, da er den Sprung auslässt. «Mein Ziel ist es, den einen oder anderen Gerätefinal zu erreichen.» Dafür muss er sich in der Qualifikation jeweils unter den besten acht klassieren.

Erfahrungen sammeln, heisst es für die Junioren in Schottland, – in diesem Sport von grosser Wichtigkeit. Um dann vielleicht irgendeinmal auf der ganz grossen Bühne, wie Weltmeisterschaften oder Olympische Spiele, Halt zu machen.

Glasgow. Frauen. Programm. Donnerstag, 2. August: Qualifikation Frauen (Schweiz in der 4. Abteilung; 20.00 Uhr bis 21.50 Uhr MEZ). – Freitag, 3. August: Wettkampf Juniorinnen (Schweiz in der 3. Abteilung; 16.45 Uhr bis 19.00 Uhr MEZ), inkl. Team- und Mehrkampffinal. – Samstag, 4. August: Teamfinal Frauen (14.00 Uhr bis 15.50 Uhr MEZ). – Sonntag, 5. August: Gerätefinals Frauen (15.30 Uhr bis 18.20 Uhr MEZ) und Juniorinnen (11.00 Uhr bis 13.55 Uhr MEZ).

Schweizer Aufgebot: Thea Brogli (18, Riazzino), Ilaria Käslin (20, Sagno), Leonie Meier (15, Schneisingen), Stefanie Siegenthaler (20, Bertschikon), Anina Wildi (15, Schafisheim). Trainer: Fabien Martin. – Juniorinnen: Lena Bickel (13, Morbio), Nina Ferrazzini (15, Chiasso), Alessia Gresser (14, Hinwil), Anastassia Pascu (13, Magglingen), Lou Steffen (14, Veyrier). Trainer: Nicolas Gitteau.

Männer. Donnerstag, 9. August: Qualifikation Männer.

Schweizer Aufgebot: Benjamin Gischard (22, Herzogenbuchsee). Oliver Hegi (25, Schafisheim). Henji Mboyo (19, Glattbrugg). Taha Serhani (23, Winterthur). Eddy Yusof (23, Bülach). – Junioren: Davide Bieri (16, Bassersdorf). Andrin Frey (17, Steffisburg). Marc Heidelberger (16, Regensdorf). Tim Randegger (18, Wilen b. Wollerau). Dominic Tamsel (18, Malters/Wädenswil).

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