Der FC Rotkreuz peilt die 1. Liga an

Der FC Rotkreuz hat professionelle Strukturen geschaffen. Um sie vollumfänglich nutzen zu können, ist der 2.-Liga-inter-Verein auf Mithilfe angewiesen.

Martin Mühlebach
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Der Rotkreuzer Davide Palatucci (rechts) im Duell mit dem Ägerer Linus Pfrunder.

Der Rotkreuzer Davide Palatucci (rechts) im Duell mit dem Ägerer Linus Pfrunder.

Stefan Kaiser (zz) / Zuger Zeitung

Sportlich läuft’s dem FC Rotkreuz (FCR) wie geschmiert. Die 1. Mannschaft mischt nach dem direkten Durchmarsch von der 3. Liga in die 2. Liga interregional erneut an der Tabellenspitze mit: Das Team von Trainer René Erlachner liegt vor dem Beginn der Rückrunde gemeinsam mit Mendrisio auf dem 2. Tabellenrang – nur 2 Punkte hinter dem Leader Willisau. FCR-Präsident Claudio Carbone gesteht: «Unser Ziel ist der Aufstieg des Fanionteams in die 1. Liga. Und die 2. Mannschaft, die mit eigenen Nachwuchsleuten und zwei, drei Routiniers bestückt in der 4. Liga spielt, ist bestrebt, heuer den Ligaerhalt und in der kommenden Saison den Aufstieg in die 3. Liga zu schaffen.»

Claudio Carbone betont, dass der FC Rotkreuz innerhalb der letzten vier Jahre um 100 Mitglieder auf 511 Mitglieder angewachsen sei. Die Strukturen für den sportlichen Erfolg seien geschaffen worden, aber derzeit müssten noch Leute gesucht werden, die aktiv an der Gestaltung des Vereinslebens mitwirken würden.

Zwei Spieler aus der 1. Liga verpflichtet

René von Euw, der Teammanager der 1. Mannschaft betont: «Sportlich haben wir in den letzten Jahren schon fast professionelle Verhältnisse geschaffen. Angesichts dieser Tatsache kann man die beiden aufeinanderfolgenden Aufstiege als Pflicht bezeichnen.» Der geplante Aufstieg in die 1. Liga stelle nun aber eine echte Herausforderung dar. Mit Willisau, Mendrisio, Emmenbrücke und Ibach stünde man nun ebenbürtigen Gegnern gegenüber.

Um ihnen Paroli bieten zu können, habe Rotkreuz den Kader gestrafft. Spieler, welche die in sie gesetzten Erwartungen nicht zu erfüllen vermochten, seien aussortiert worden. «Die nicht geplanten Wechsel von Alan Nabarro zum Ligakonkurrenten Emmenbrücke und von Levis Tavares zu Brunnen haben wir mit der Verpflichtung von Nahuel Allou von Schötz, Pasquale Martino von Zug 94 und der Rückkehr von Tsvetan Churlinov aus der 1. Liga in Mazedonien mehr als nur kompensiert.» Mit Mentor Latifi, der infolge einer gravierenden Kreuzbandverletzung längere Zeit ausgefallen sei, kehre zudem ein Innenverteidiger ins Team zurück, der die bislang noch nicht ganz sattelfeste Abwehr zu stabilisieren vermag. Das Torverhältnis von 40:20 verdeutliche, dass Rotkreuz offensiv eine Macht sei. Balu Ndoy (13 Tore) und Dragan Gyorgiev (12 Tore) seien echte Torgaranten.

In Rotkreuz wird am Samstag gespielt

Zum Rückrundenauftakt empfängt Rotkreuz morgen um 18 Uhr den gegen den Abstieg kämpfenden FC Sursee. René von Euw warnt davor, die Luzerner zu unterschätzen. «Sursee ist derzeit unter seinem Wert klassiert. Ich erwarte eine harte Auseinandersetzung.» Der Kanton Zug habe die Spielbewilligung erteilt. Die Hygienevorschriften des Bundesamtes Gesundheit (BAG) seien aber strikte einzuhalten, schieb von Euw nach.