Fussball
Der FC Knutwil hat sich in der 3. Liga früh Respekt verschafft

Drittliga-Aufsteiger Knutwil gibt eine gute Figur ab, trotz der jüngsten 2:5-Niederlage gegen Grosswangen-Ettiswil.

Michael Wyss
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Servan Dominguez, Trainer FC Knutwil.

Servan Dominguez, Trainer FC Knutwil.

Bild Michael Wyss

Der Liganeuling aus Knutwil ist in der 3. Liga angekommen. Nach dem neunten Spieltag haben die Knutwiler immerhin zehn Punkte auf dem Konto. Für einen Aufsteiger lässt sich das sehen. «Der Verein mit seinen Fans musste lange Zeit auf 3.-Liga-Fussball warten. Umso grösser ist die Freude, dass wir auf diesem Niveau kicken können», so Co-Captain Camille Kuster. Der 26-jährige Verteidiger sagt weiter: «Mit der neuen Fussballanlage Birrer-Arena, früher Seebli, und der tollen Infrastruktur sind die Erwartungen automatisch gestiegen.»

Letztmals spielten die Knutwiler in den 90-Jahren in der 3. Liga. Kuster: «Nach dieser Durststrecke wollen wir natürlich die Liga halten. Der Verein verdient Fussball auf diesem Niveau. Wir müssen uns sicher nicht verstecken, wie der bisherige Verlauf der Saison zeigte. Wir haben uns früh Respekt verschafft. Das Unterfangen Klassenerhalt wird nicht einfach, doch wir arbeiten hart, um dieses Ziel zu erreichen.»

Erfreut zeigte sich auch Co-Captain Marcel Müller (30, Verteidiger): «Wir müssen uns immer noch an den höheren Rhythmus gewöhnen. Der Unterschied zwischen der 4. und 3. Liga ist schon frappant. Mit der Punkteausbeute sind wir zufrieden, zumal wir in einer starken Gruppe spielen.» Müller weiter: «Wenn bei uns alles stimmt, können wir auch gegen einen Grossen der Liga punkten. Wichtig ist, dass wir uns schnell von der Abstiegszone befreien und so ohne Druck weiterspielen können.»

Trainer Dominguez trauert verpassten Punkten nach

Knutwils Trainer Servan Dominguez (49), der während 15 Jahren in der Zentralschweiz in verschiedenen Ligen als Spielertrainer wirkte, zeigte sich etwas mit gemischten Gefühlen, auf die Frage nach der Zufriedenheit mit der bisherigen Punkteausbeute: «Wir könnten den einen oder anderen Punkt mehr auf dem Konto haben. Spielerisch halten wir gut mit. Was uns fehlt, ist die Routine, dadurch auch etwas die Cleverness in gewissen Situationen.» Ein Vorteil auf dem Weg zum Klassenerhalt könnte für die junge Truppe sein, dass Dominguez ein eingespieltes Team hat. «Ich habe die Mannschaft vor vier Jahren als Trainer übernommen. Praktisch unverändert präsentiert sich das Gesicht heute. Und diejenigen Spieler, die neu zum Team stiessen, sind mit dem FC Knutwil verwurzelt.»

In der 3. Liga Gruppe 3 erwartet die Knutwiler am Samstag Aufstiegsaspirant Ruswil, und am 31. Oktober empfängt der Aufsteiger den FC Nottwil zum Abschluss der Vorrunde. Kuster: «In Ruswil sind wir Aussenseiter und werden ohne Druck ins Rottal reisen. Vielleicht können wir sie ärgern», und Müller fordert: «Gegen die Nottwiler müssen wir sicher punkten. Jeder Punktgewinn bringt uns dem Saisonziel einen Schritt näher.»

Grosswangen-Ettiswil verschafft sich etwas Luft

Nach fünf Partien ohne Siegeserlebnis feierte Grosswangen-Ettiswil einen eminent wichtigen 5:2-Sieg gegen Knutwil. «Der Sieg war wichtig gegen einen direkten Mitstreiter im Kampf um den Ligaerhalt. Das waren Big Points für uns», freute sich Trainer Philipp Diethelm (35). Mit diesem Erfolgserlebnis lässt es sich nun etwas ruhiger für sein Team an den Sempachersee reisen. Die Rottaler sind beim Tabellennachbar Nottwil zu Gast. «Der jüngste Sieg stärkt uns und war wichtig für das Selbstvertrauen», ist Diethelm überzeugt.

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