Der Biathlon-Nachwuchs misst sich auf dem Langis

Rund 130 Schweizer Nachwuchsleute werden erwartet. Erwin Wallimann ist zum 17. Mal als Streckenchef mit dabei.

Roland Bösch
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Einsatz für eine tadellose Piste: Der langjährige Streckenchef Erwin Wallimann (vorne) und Loipenchef Jörg Kathriner.

Einsatz für eine tadellose Piste: Der langjährige Streckenchef Erwin Wallimann (vorne) und Loipenchef Jörg Kathriner.

Bild: Heinz Wolf

Auf der Homepage der Loipe Langis steht es schwarz auf weiss: letzter Schneefall am 28. Dezember 2019. Obwohl sich seit diesem Datum praktisch jeden Tag die Sonne gezeigt hat, nimmt es Erwin Wallimann gelassen. Als Streckenchef des Leonteq-Biathlon-Cup-Nachwuchsrennens von morgen Samstag hat er in den letzten 17 Jahren schon einiges erlebt. Trotzdem gibt der im November 70 Jahre alt werdende Sportfunktionär zu: «Rund um den Anlass ist man immer etwas angespannt und hofft frühzeitig auf viel Schnee.»

Gut möglich, dass Frau Holle am Samstag während den Rennen wieder einmal aktiv wird. Rund 130 Nachwuchsleute aus der ganzen Schweiz werden bei den Wettkämpfen rund um die Andresen-Hütte erwartet. Ab 11 Uhr treten sie zum Einzelstartrennen mit je nach Kategorie zwei bis vier Schiesseinlagen zu je fünf Schüssen an. Am Nachmittag geht ab 14.30 Uhr der Fun-Biathlon über die Bühne. Dieser Plausch-Wettkampf ist für jedermann ab 14 Jahren offen. Nachmeldungen sind am Renntag bis eine Stunde vor dem Start möglich.

Sturm hat Schiesswand verwüstet

«Die Strecke befindet sich dank der tollen Arbeit des Loipenteams rund um Jörg Kathriner in einem tadellosen Zustand», schwärmt Erwin Wallimann. Aufgrund der knappen Schneeverhältnisse konnte nicht alles maschinell präpariert werden. Auch Wallimann selber hat deshalb Hand angelegt. Zusammen mit anderen Clubtrainern hat der in Alpnach wohnhafte Pensionär im Vorfeld des Swiss-Jugend-Langlauflagers mit viel Schaufelkraft den Schiessstand hergerichtet. Dabei war Bauchef Geri Wirz in diesem Jahr besonders gefordert. Der Sturm hat die jeweils im November aufgestellte temporäre Schiesswand aus Holz Mitte Dezember verwüstet. Die Strecke und der wieder aufgebaute Schiessstand haben den Belastungstest in zweifacher Hinsicht mittlerweile bestanden. Im grössten Breitensport-Langlauflager der Schweiz haben in der Altjahreswoche die 190 Kinder einmal mehr Biathlon-Luft geschnuppert. Zudem wurden am letzten Mittwoch die Clubmeisterschaften des Nachwuchses des Skiclubs Schwendi-Langis durchgeführt.

Remo Burch und Jana Berwert glückt Hauptprobe

Sichtlich wohl fühlte sich am Mittwoch auch Erwin Wallimann. Er hilft selbstverständlich auch bei den Clubmeisterschaften mit. Nebst Heinz Wolf leistet er vermutlich das grösste Trainerpensum innerhalb des erfolgreichen Obwaldner Vereins. «Ich habe meine Stunden nie gezählt und werde im Alter auch nichts mehr Neues anfangen», meint der ehemalige Kaderläufer mit einem Lächeln und fügt hinzu: «Ich freue mich enorm, dass die Familie der Langläufer und Biathleten Jahr für Jahr wächst.» Das ist ein Grund, warum er noch nicht kürzer getreten ist. Es gebe viele engagierte jüngere Trainer und Funktionäre. Um die fast 50 Kinder des Skiclubs Schwendi-Langis betreuen zu können, sei man auf jeden Einzelnen angewiesen.

Übrigens: Jana Berwert und Remo Burch ist die Hauptprobe für das Rennen von morgen Samstag besonders gut geglückt. Die beiden 14-jährigen konnten die Clubmeisterschaften am vergangenen Mittwoch für sich entscheiden.

Leonteq-Biathlon-Cup. Samstag (Langis-Glaubenberg): ab 11.00 Kids; ab 13.00 Challenger; ab 14.30 Volksbiathlon; 16.00 Rangverkündigung beim Berghotel Langis. Nachmeldungen für den Fun- Biathlon bis 13.30 möglich. Mehr Infos unter www.scs-l.ch.