Darko Mladenovic: «Ich bin sicher, wir schaffen das»

Volley Luzern steigt am Sonntag (17.00) in den Playoff-Viertelfinal. Der Gegner ist ein zäher: Näfels.

Roland Bucher
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Darko Mladenovic (rechts mit der Nummer 2) am Block bei Volley Luzern.

Darko Mladenovic (rechts mit der Nummer 2) am Block bei Volley Luzern.

Photo:roger Gruetter / rogergruetter.com

Und mittendrin: Darko Mladenovic. Ein junger Mann, 19, aus Oberkirch bei Sursee, 1,90 Meter gross, talentiert: Letztes Wochenende wurde er beim 3:0-Spaziergang gegen Lutry zum besten Mann auf dem Spielfeld gekürt. Einer mit Volley im Blut. Doch davon erfuhr er erst, als er seine sportlichen Weichen bereits gestellt hatte: «Ich habe liebend gerne Volleyball, Fussball und Eishockey gespielt», erzählt der Aussenangreifer, «aber irgendeinmal habe ich gespürt, dass meine Talente doch am deutlichsten zum Volley passen.» Darko verriet den Entscheid seinem Vater, und der hatte nichts als Freude. Wissen muss man: Dejan Mladenovic, der Papa, hatte seinerzeit vor der politisch bedingten Ausreise in die Schweiz ebenfalls mit viel Geschick den Volleyball zentriert – und zwar in der zweithöchsten Spielklasse Serbiens. Und nie davon erzählt. Baff sei er gewesen, erinnert sich Darko, als er das erfahren habe und schiebt mit einem Lachen nach: «Er war in der Kleinstadt Trstenik daheim. Dort sind die Männer alle hoch gewachsen. Entweder spielen sie Basketball oder halt Volleyball.»

So viel zur Historie. Die aktuelle Story verweist indes konkreter auf den nächsten Sonntag, da Volley Luzern den ersten Playoff-Schritt in Richtung Meistertitel tun will.

Gegen Näfels noch immer ungeschlagen

Dreimal muss das Team von Liam Sketcher siegen, um den Halbfinal-Platz zu erobern. Die Chancen, vermutet Mladenovic, die stehen gut: «Wir haben in dieser Saison gegen Näfels noch nie verloren, das stärkt deinen Rücken.» Präzis müsse man spielen, Druck erzeugen, beim Service das Beste herausholen: «Dann schaffen wir das.» Mladenovic, der Aussenangreifer mit Libero-Vergangenheit, wird nicht in der Stammsechs stehen, aber wenn es eng wird und zusätzliche Muskelkraft erforderlich sei: «Dann bin ich parat.» Wobei zu präzisieren wäre: er sei kein Volley-Haudegen, betont der Sport-KV-Stift beim Lehner-Versand in Schenkon, er sei eher der Typ, der das Spiel lesen könne.

Schaut man übrigens in die Website von Darko Mladenovic, staunt man. Motto: – Nachgefragt: Wirklich keines? «Okay», meint das Volley-Juwel, «sagen wir mal: Was du heute besorgen kannst, das verschiebe nicht auf morgen.» Eine unzweideutige Kampfansage an Näfels.

Volleyball, NLA

Männer, Playoff-Viertelfinals (Best of 5). 1. Runde. Samstag. 17.30: Schönenwerd – Jona. – 18.00: Genève – Lausanne. – Sonntag. 17.00: Volley Luzern – Näfels (Sporthalle Bahnhof).

Appell an die Vernunft der Störenfriede

Vor zwei Wochen war es in der Bahnhofhalle beim Cup-Viertelfinal zwischen eben diesen beiden Erzrivalen, Volley Luzern und Näfels, zu unschönen Szenen gekommen: Gäste-Fans machten sich störend mit aufdringlichen Hupgeräten bemerkbar, so sehr, dass sich Luzerns Spieler vor allem beim Service in ihrer Konzentration beeinträchtig fühlten. «Es waren fünf oder sechs Supporter, die überbordeten», beschwichtigt Josef Wicki, der Teamverantwortliche von Volley Luzern, «und die wurden vom Verein auf der Website sogar zurechtgewiesen.» Damit sei – vorderhand wenigstens – die Sache erledigt. Man rekrutiere eine kleine Anzahl von Fanbeauftragten, welche sich in der Halle diskret umschauen und nötigenfalls eingreifen werden – «aber spezielle Sicherheitsvorkehrungen haben wir nicht ins Auge gefasst», betont Wicki, «wir appellieren einfach an die Fairness und Vernunft der Zuschauer.» Man darf davon ausgehen, dass zwischen 300 und 400 Volley-Anhänger beim ersten Playoff-Viertelfinalspiel zwischen den beiden Kontrahenten dabei sein werden. (rbu)