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Dagmerseller 2.-Liga-Handballer erzwingen Matchball

Dagmersellen gewinnt gegen Pratteln souverän mit 31:24 und steht kurz vor der Rückkehr in die 1. Liga. Auch der HC Kriens kämpft um den Aufstieg – allerdings aus einem speziellen Grund.
Stephan Santschi
Kilian Tschupp, hier beim Sprungwurf gegen Patrick Rätz, erzielte 9 der 31 Dagmerseller Treffer. Bild: Dominik Wunderli (Dagmersellen, 27. April 2019)

Kilian Tschupp, hier beim Sprungwurf gegen Patrick Rätz, erzielte 9 der 31 Dagmerseller Treffer. Bild: Dominik Wunderli (Dagmersellen, 27. April 2019)

Die Aufstiegsmodalitäten in der 2. Liga werden neuerdings kurzfristig ausgearbeitet. Erst dann, wenn klar ist, wie viele Teams überhaupt 1.-Liga-Ambitionen haben. Am letzten Wochenende haben die Promotionsspiele nun begonnen und zwar auf zwei Vierergruppen verteilt. Jedes Team trägt dabei drei Partien aus, die besten drei jeder Gruppe sind am Ende aufstiegsberechtigt. Eine durchaus machbare Sache also. Mit von der Partie sind mit Dagmersellen und Kriens auch zwei Luzerner Vereine.

Der TV Dagmersellen ist dabei in Gruppe 1 optimal in die Aufstiegspoule gestartet. Pratteln, das in der «Regular Season» 21 von 22 Partien gewonnen hatte, war in der Chrüzmatthalle chancenlos und verlor mit 24:31. «Der Auftakt war hart umkämpft. Dann aber haben wir uns steigern und bis zur Pause auf fünf Tore absetzen können», berichtet Sportchef Silvan Graf, der als Co-Trainer auch auf der Bank sitzt. Dank einer stabilen Defensive und dem effizienten Gegenstossspezialisten Kilian Tschupp (neun Tore) bauten die Luzerner Hinterländer den Vorsprung bis zur 49. Minute sogar auf zehn Einheiten aus (27:17).

Spiel wegen Verletzung für 30 Minuten unterbrochen

Dass es trotzdem noch eine Weile dauerte, bis der Sieg amtlich war, lag an einem harten Zusammenprall zweier Spieler. Der Baselbieter Akteur musste daraufhin mit Verdacht auf ein Schleudertrauma mit der Ambulanz in den Spital gebracht werden, die Partie war für rund eine halbe Stunde unterbrochen. «Nach Wiederaufnahme war es ein Spielen und Spielenlassen», sagt Graf.

Bemerkenswert bei Dagmersellen war dabei die Personalie im Tor. Mit dem zweifachen Schweizer Ex-Internationalen Dominic Rosenberg stand dort nämlich eine nationale Spitzenkraft. Bis zu seinem Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen im letzten Sommer lief er jahrelang für den BSV Bern Muri und den TV Endingen in der NLA auf. «Da unsere Nummer eins Michel Küng in den Aufstiegsspielen nicht mehr verfügbar ist, sahen wir Handlungsbedarf», erklärt Graf. Nachdem Dagmersellen-Trainer Martin Prachar, ein früherer Teamkollege von Rosenberg in Bern, mit ihm Kontakt aufgenommen hatte, war der Transfer schnell unter Dach und Fach. «Mit seinen Paraden hat er unsere Zuschauer bereits aus den Sitzen gerissen. Er ist ein Glücksfall für uns.» Unter anderem parierte der 27-jährige Aargauer drei Penalties.

Ehemaliger NLA-Spieler coacht in der 2. Liga

Die Ausgangslage, nur ein Jahr nach dem Abstieg in die 1. Liga zurückzukehren, ist in Dagmersellen damit vorzüglich. Schon am nächsten Samstag in Arbon steht der erste Matchball auf dem Programm. «Wir werden alles dafür tun, um dort mindestens einen Punkt zu holen», versichert Silvan Graf.

Weniger vielversprechend sieht die Situation derweil für den HC Kriens in der Gruppe zwei aus. Gegen GC Amicitia unterlag er am Samstag zu Hause klar mit 22:34. «In der ersten Halbzeit haben wir mithalten können, nach der Pause mussten wir dem hohen Tempo aber Tribut zollen», resümiert Präsident Heinz Flückiger. Auch hier verdient eine Personalie besondere Erwähnung: Spielertrainer beim Zweitligisten ist der 37-jährige Vukasin Stojanovic, der bis 2016 drei Jahre für den HC Kriens-Luzern in der NLA auf Torejagd gegangen war. «Nach einem Engagement in Serbien kam er kurz vor Weihnachten aus beruflichen Gründen zurück in die Schweiz und er fragte, ob er bei uns einsteigen könne», sagt Flückiger und er betont: «Stojanovic ist für uns ein Glückstreffer.»

HC Kriens soll die SG Pilatus absichern

Aufsteigen, das wollen die Kriense eigentlich gar nicht. Sie sind nur Teil der Aufstiegsrunde, um die SG Pilatus abzusichern. Diese Mannschaft spielt gegen die Relegation aus der 1. Liga und wird nächste Saison in den HC Kriens integriert. Bleibt die SG Pilatus oben, darf der HC Kriens daher gar nicht aufsteigen. Sollte die SG Pilatus absteigen, könnte der HCK jedoch den Platz in der 1. Liga mit einem Aufstieg bewahren.

Aktuell steht die SG Pilatus in der Abstiegsrunde auf dem siebten Platz, was die direkte Relegation bedeuten würde. Am letzten Samstag gewann sie zu Hause gegen Wohlen aber mit 38:29 und schöpfte nochmals Mut. «Für einmal hat bei uns alles gepasst», erzählt Trainer Ralf Stojan. Eine Runde vor Schluss ist für sein Team damit noch alles möglich – vom direkten Ligaerhalt (5. Platz) über die Rettung in der Barrage (6.) bis zum Direktabstieg (7./8.). Welchen Weg die SG Pilatus geht, wird sich am nächsten Samstag im Heimspiel gegen Herzogenbuchsee zeigen.

1. Liga. Abstiegsrunde, Gruppe 2: Wacker Thun – Herzogenbuchsee 26:30 (10:17). SG Pilatus – Wohlen 38:29 (20:14). BSV Bern – Horgen/Wädenswil 26:26 (13:14). Visp – Mutschellen 29:31 (16:13). – Rangliste: 1. Wohlen 14/19. 2. Herzogenbuchsee 13/18. 3. Wacker Thun 13/15. 4. Visp 14/13. 5. BSV Bern II 13/11. 6. Mutschellen 13/10. 7. SG Pilatus 13/10. 8. Horgen/Wädenswil 13/10.

Aufstieg 2./1. Liga, 1. Runde. Gruppe 1: Dagmersellen – Pratteln 31:24 (18:13). Unterstrass – Arbon 23:31 (15:13). – Gruppe 2: Lyss 1 – BSV Bern III 37:32 (22:15). Kriens – GC Amicitia Zürich 22:34 (13:16).

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