Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Cheftrainer von Tennis Zentralschweiz rechnet bald wieder mit Titeln

Die 14 Athleten von Tennis Zentralschweiz zeigen an der Junior Champions Trophy solide Leistungen, zum Exploit aber reicht es nicht. Cheftrainer Philipp Dillschneider erklärt, was auf dem Weg zu Schweizer Meistertiteln verbessert werden muss.
Stephan Santschi
Philipp Dillschneider, Cheftrainer von Tennis Zentralschweiz, im Gespräch mit U16-Spieler Andrin Casanova aus Weggis. Bild: Pius Amrein (Kriens, 11. Januar 2018)

Philipp Dillschneider, Cheftrainer von Tennis Zentralschweiz, im Gespräch mit U16-Spieler Andrin Casanova aus Weggis. Bild: Pius Amrein (Kriens, 11. Januar 2018)

Drei Jahre sind seit der letzten Zentralschweizer Goldmedaille an Schweizer Hallen-Meisterschaften vergangen, 2016 holte Kiara Cvetkovic bei den U16-Juniorinnen den Titel. Am letzten Wochenende, im Rahmen der 50. Junior Champions Trophy in Littau und Kriens, kam kein weiterer hinzu – für die 14 Nachwuchsathleten des Regionalverbands Tennis Zentralschweiz (TEZ) war spätestens in der Runde der letzten Vier Schluss. «Wir erreichten zwei Halbfinals und vier Viertelfinals, das ist okay. Der Exploit oder ein Highlight ist uns aber nicht gelungen», resümiert TEZ-Cheftrainer Philipp Dillschneider.

Ihn freut, dass es fünf Athleten über die Qualifikation ins Tableau geschafft haben. «Mit 14 Teilnehmern stehen wir im Vergleich zur Vergangenheit gut da.» Eine besondere Erwähnung verdiene Andrin Casanova. Der Weggiser scheiterte bei den U16-Junioren zwar bereits in der 1. Runde, forderte dem späteren Turniersieger Mika Brunold aus Reinach aber alles ab und unterlag erst im Entscheidungssatz mit 6:4, 1:6, 4:6. «Andrin hat super Tennis gespielt und befindet sich auf dem richtigen Weg», lobt Dillschneider. Mit Finals oder gar Titeln habe er nicht gerechnet. «Das Niveau an den Schweizer Meisterschaften ist in den letzten Jahren ständig gestiegen. Für uns reicht es noch nicht nach ganz oben.»

Vier Ideen, wie die Zentralschweiz besser werden könnte

Auf die Frage, was der Zentralschweiz denn zum nationalen Toplevel fehle, antwortet Dillschneider in vier Punkten. «In der Zentralschweiz sollten die Klubs nointensiver das Kidstennis-Programm von Swiss Tennis umsetzen. So gewinnen wir eine noch grössere Breite.» Als Zweites wünscht er sich, dass die Vereine neben den obligaten Trainings am Mittwochnachmittag noch weitere Übungseinheiten für Wettkampf-Junioren subventionieren. «Jene Junioren, die mehr machen wollen, sollten in weiteren Gruppentrainings die Möglichkeit dazu erhalten, ohne dass deren Eltern damit finanziell zu stark belastet werden.»

Aspekt Nummer drei, der verbessert werden könne, sei die Qualität der Trainer. «Ausser an den obligatorischen Kursen zum Erhalt des J-&-S-Status sehe ich selten Trainer, die eine Aus- oder Weiterbildung im Wettkampfbereich absolvieren. Wenn in den Klubs das Know-how fehlt, wird es für uns im Verband schwierig, Einfluss zu nehmen. Wir wünschten uns noch mehr Talente, um sie in unserem Regionalkader zu integrieren.» Und zum Schluss betont Dillschneider, dass er es gerne sähe, wenn die Nachwuchsakteure auch in der Freizeit mehr Tennis spielen würden. «Wenn sie an den Wochenenden mit Kollegen Matches spielen, lernen sie viel dazu. Das macht oftmals auch mehr Spass als geleitete Trainingseinheiten.»»

Regionalverband Zug geht weiterhin einen eigenen Weg

Grundsätzlich stellt Dillschneider fest, dass in der Zentralschweiz grosses Interesse an Tennis herrsche und vielerorts gut gearbeitet werde. «Mit 55 Klubs und 10 400 Lizenzierten befinden wir uns im Schweizer Ranking an sechster Stelle von 19 Regionalverbänden. In Sachen Masse ist also viel Potenzial vorhanden.» Allerdings würden mit Horw, Meggen, Sursee und den beiden Vereinen der Stadt Luzern nur rund 10 Prozent den Leistungssport unterstützen. «Hier müssen wir für Goodwill sorgen. Der Zentralschweizer Regionalverband wird noch immer als Konkurrent wahrgenommen. Es geht uns nicht darum, Nachwuchs abzuwerben. Wir sind ein Dienstleister, um Talente effektiver zu fördern.» Erstrebenswert sei zudem eine Zusammenarbeit des TEZ mit dem selbstständig agierenden Regionalverband in Zug. «Leider ergab sich noch nichts, aber wir sind miteinander in Kontakt.»

Für Dillschneider steht fest: Wenn es in Zukunft gelingt, an den richtigen Schräubchen zu drehen, wird man spätestens in drei Jahren wieder mit zwei bis drei Schweizer Nachwuchsmeistern aus der Zentralschweiz rechnen können. «Doch um den Rückstand auf Zürich und das Welschland wettzumachen, müssen wir nun Gas geben.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.