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BSV Stans vor finanziellem Kraftakt

Die Stanser empfangen am Sonntag den TV Steffisburg zum ersten NLB-Heimspiel. Und sie forcieren den Kampf für die Trainingshalle.
Stephan Santschi
Hinten auf der Wiese soll die Halle für den Stanser Nachwuchs gebaut werden. Bild: Janmaat FotografieHinten auf der Wiese soll die Halle für den Stanser Nachwuchs gebaut werden. Bild: Janmaat Fotografie
So könnte die neue Stanser Trainingshalle aussehen. Illustration: PDSo könnte die neue Stanser Trainingshalle aussehen. Illustration: PD
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BSV Stans vor finanziellem Kraftakt

240 Lizenzierte, 15 Teams, bis zu 70 Trainingsstunden pro Woche: Der BSV Stans ist im Schweizer Handball eine Institution. Seine beiden Aushängeschilder sind die NLB-Männer und die SPL2-Frauen, die jeweils in den zweithöchsten Ligen des Landes engagiert sind. Auch der Nachwuchs macht von sich reden, fünf Teams spielen in verschiedenen Altersstufen auf interregionalem Niveau.

Ob der Verein die hohe Qualität in der Ausbildung auch in Zukunft gewährleisten kann, ist allerdings ungewiss. Die Trainingsverhältnisse werden immer prekärer, die Eichli-Halle alleine vermag die Bedürfnisse schon lange nicht mehr zu decken. Die Folge: Die Nachwuchs-Auswahlen und die zweiten Equipen teilen sich entweder die Halle und üben damit auf zu engem Raum. Oder sie weichen nach Kriens, Altdorf und Emmen aus. Auch in der Kaserne Wil in Oberdorf stehen Einheiten auf dem Programm, dort gilt aber wie auch in den meisten Schulhallen Harzverbot. «Und Handball ohne Harz ist wie eine andere Sportart», erklärt Patrick Odermatt.

Alt-Ständerat leitet die Projektgruppe

Er ist der Kommunikationsverantwortliche des BSV Stans und Teil einer neunköpfigen Projektgruppe, die nun Gegensteuer gibt. Unter der Leitung des Nidwaldner Alt-Ständerats Paul Niederberger kämpft sie für den Bau einer eigenen Trainingshalle auf dem Eichli-Areal zwischen dem Kiesplatz und dem dritten Fussballplatz des FC Stans (wir berichteten). 55 Meter lang und 28 Meter breit soll die Holzkonstruktion werden, die neben einem Spielfeld auch Garderoben, WC-Anlagen, sowie einen Geräte-, Kraft- und Therapieraum beinhalten soll. «Jene mit den misslichsten Trainingsbedingungen hätten hier künftig ihre Heimat», sagt Odermatt und meint vor allem den Nachwuchs und die zweiten Teams.

Firma kann Namensrecht für Halle kaufen

Auf politischer Ebene konnte im letzten März eine wichtige Hürde genommen werden, als die Genossengemeinde das Landstück im Baurecht an die Gemeinde abtrat, welche wiederum dem BSV Stans ein Unterbaurecht gab. Nun geht es an die Finanzierung der Trainingshalle, die sich auf insgesamt 2.2 bis 2.5 Millionen Franken beläuft. «An der Fremdfinanzierung sollte es nicht scheitern, dort sind noch Details zu regeln. Bevor wir jedoch nicht jenen Teil, den wir selber beisteuern, zusammen haben, machen wir keinen Schritt in die Bank», betont Odermatt.

Konkret möchte der BSV Stans 1.5 Millionen Franken aus Eigenmitteln und Zuwendungen generieren, der Anteil des Fremdkapitals soll sich auf maximal eine Million Franken belaufen. «Bis Ende Jahr wollen wir damit so weit sein, dann würden wir gerne loslegen. Ende 2020 soll die Halle stehen», sagt Odermatt und fügt an: «Das ist ein sportlicher Zeitplan, dem sind wir auch uns bewusst.»

Mit dem Konzept der eigenen Trainingshalle wird die Projektgruppe in allen Nidwaldner Gemeinden vorstellig werden, «weil wir von überallher Junioren bei uns haben.» Neben Gemeindebeiträgen setzt man auf das Sponsoring von Firmen, auch das Namensrecht soll vergeben werden. Zudem wird im November unter www.funders.ch ein Crowdsupporting gestartet. «Vom Studenten bis zum Götti können Beträge ab 50 bis 1000 Franken einbezahlt werden. Im Gegensatz zum Crowdfunding bekommt man etwas für seine Investition zurück. In Form eines BSV-Burgers, einer Saisonkarte oder des Beitritts in eine Göttivereinigung als Beispiel.»

Nur Trainings, keine Events

Voraussichtlich wird der BSV Stans eine Aktiengesellschaft gründen, welche die Trägerschaft übernimmt. Finanziert werden soll der Betrieb unter anderem mit der Hallenvermietung an Firmen, Militär oder an Vereine, denn bis die ersten Handballer um 17 Uhr eintreffen, steht sie frei. Odermatt ist es wichtig zu betonen, dass die neue Halle ausschliesslich dem Training dienen soll und keine Events darin veranstaltet werden. «Es wird ruhig bleiben. Deshalb wird auch kein Gastronomiebetrieb integriert.»

Während Meisterschaftspartien von Junioren ebenfalls in der neuen Trainingshalle durchgeführt werden könnten, werden die beiden Fanionteams ihre Heimspiele weiterhin in der Eichli-Halle austragen. Als Nächstes empfangen die NLB-Männer dort am Sonntag den TV Steffisburg (17 Uhr). Die neu von Gréta Grandjean und Steffie Seerup trainierten SPL2-Frauen starten derweil heute Samstag in Arbon in die neue Saison.

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