Avelino Näpflin ist Teil der starken Junioren-Staffel der Langläufer

An der Junioren- und U23-WM läuft der Beckenrieder Avelino Näpflin mit der Schweizer Staffel auf den 4. Rang.

Roland Bösch
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Avelino Näpflin (mit Pokal) kann sich doch noch freuen.

Avelino Näpflin (mit Pokal) kann sich doch noch freuen.  

Bild: Swiss Ski

«Das Schweizer Team hat gut zusammengearbeitet und darf stolz auf das Gesamtergebnis sein», zieht die B-Kaderathletin Lea Fischer Bilanz über die Junioren- und U23-WM in Oberwiesenthal. Besonders eingefahren ist der 21-jährigen Engelbergerin die Goldmedaillenübergabe an das Schweizer Juniorinnen-Staffelteam am Freitagabend. Auch persönlich zieht Lea Fischer ein positives Fazit: «Ich konnte über 10 Kilometer im klassischen Stil das beste Distanzrennen in dieser Saison abrufen und habe so den Sprung in die Top 30 geschafft.» Mit dieser Leistung hat sich die Obwaldnerin zudem für die Mixed-Staffel zum WM-Abschluss aufgedrängt.

Mit diesem Wettkampf setzte auch der Eigenthaler Cyril Fähndrich einen Schlussstrich unter die U23-WM 2020. «Ich habe mir mit vier Rennen innerhalb von sieben Tagen ein taffes Programm zusammengestellt und habe demnach zwischendurch auch ziemlich gelitten», blickt Cyril Fähndrich zurück und stellt fest: «Ich bin nicht mit der Erwartung angereist, bei der U23 gleich eine Medaille zu gewinnen. Ich konnte aber bestimmt wertvolle Erfahrungen für kommenden Jahre sammeln.»

Lange auf Medaillenkurs in der Staffel

Auch die Resultate konnten sich durchwegs sehen lassen. Beim 15 Kilometer im klassischen Stil wurde Cyril Fähndrich als Drittbester seines Jahrgangs 17. Im selben Rennen belegte der Giswiler Janik Riebli den 40. Rang und beendet seine U23-WM nach dem erfolgreichen Halbfinal-Einzug im Sprint ohne weiteren Staffeleinsatz. «Ich konnte an der WM mein bestes Distanz-Rennen in dieser Saison zeigen. Ich blicke auf zwei positive Wettkämpfe zurück.», zog Janik Riebli Bilanz. «Leider ist die WM schon zu Ende. Ich werde nun einige Tage brauchen, um im Kopf klar zu kommen», stellte Avelino Näpflin fest. Der Jüngste im Innerschweizer Quartett durchlebte in Oberwiesenthal viele Auf und Ab. Im Sprint ein Stockbruch, über 10 Kilometer im klassischen Stil ein sehr ansprechendes Rennen mit dem 21. Rang und im 30-Kilometer-Rennen in der freien Technik wurde Näpflin nach 2 Kilometer in einen Sturz verwickelt. Das Feld zog davon, der Beckenrieder gab nicht auf und wurde dennoch 42. «Ich bin stolz, wie ich diese Situation nach dem Sturz trotz Frust gelöst habe und mich wieder richtig auf die restlichen 28 Kilometer einstellen konnte», sagt Avelino Näpflin.

Ein Wechselbad der Gefühle folgte im Staffelwettbewerb. Das Schweizer Junioren-Team lief über sich hinaus und war bis kurz vor dem Ziel auf klarem Medaillenkurs. Im letzten langen Aufstieg holten Schlussläufer Valerio Grond die blauen Beine ein und so musste er die Italiener noch vorbeiziehen lassen. «Im ersten Moment war die Enttäuschung riesengross. Nach und nach wurde uns aber bewusst, was wir geschafft haben, und so kam die Freude zurück», erklärt der Nidwaldner.

Die Zentralschweizer

Lea Fischer (Engelberg), U23: 23. Sprint. – 29. 10 km klassisch. – 12. Mixed-Staffel.
Cyril Fähndrich (Horw), U23: 17. Sprint. – 17. 15 km klassisch. – 36. 30 km freie Technik. –12 .Mixed-Staffel.
Avelino Näpflin (Beckenried), U20: 28. Sprint. – 21. 10 km klassisch. – 42. 30 km freie Technik. – 4. Staffel
Janik Riebli (Schwendi-Langis), U23: 11. Sprint. – 40. 15 km klassisch.