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Solidaritätslauf: Auch Männer laufen für Frauen

Zum 16. Mal liefen über 200 Frauen und Männer die 660 Meter lange Strecke aus Solidarität. Bisher freuten sich Organisationen und Vereinigungen über mehr als 250000 Franken.
Marlis Jungo
Gab den Startschuss zum Solidaritätslauf: Stadträtin Franziska Staub. (Bild: Nadia Schärli, Luzern, 4. Mai 2019)

Gab den Startschuss zum Solidaritätslauf: Stadträtin Franziska Staub. (Bild: Nadia Schärli, Luzern, 4. Mai 2019)

«Nach nur drei Anläufen klappte es», sagt Ursi Wildisen, Co-Geschäftsführerin Frauenzentrale Luzern. Sie bekommt den Gesamterlös des Solidaritätslaufs 2019 für diese wichtige Dreh- und Anlaufstelle. «Die Zusammenarbeit mit OK-Mitglied Andreas Grüter war unkompliziert und äusserst angenehm», rühmt sie. Begeistert äussert sich auch Silvana Beeler Gehrer, Präsidentin der Luzerner Frauenzentrale. Seit 11 Jahren dabei, überzeugt sie die wunderbare Organisation, aber auch das massgeschneiderte Angebot für Frauen, Männer und Familien und speziell für junge Erwachsene. Sei es bei Fragen zu Recht, Finanzen, Ausbildungsfinanzierung sowie zur Vermittlung von Tagesfamilien und Nannys, die Frauenzentrale weiss Rat.

Die Fachfrauen machen ihre Arbeit professionell und unaufgeregt in der ganzen Zentralschweiz. Wenn auch der Name «Frauenzentrale» etwas irritieren mag, an der Marke wird festgehalten. 1961 ins Leben gerufen, um die Einführung des Frauenstimmrechts zu unterstützen, wird heute in über 10 Geschäftsstellen in der Schweiz gearbeitet. «Immer noch bestehen viele Ungleichheiten zwischen Mann und Frau», sagt Beeler.

32 Startnummern für die Stiftung Schwerbehinderte Luzern

So wundert es nicht, wenn 17 Vereinsmitglieder aus Schwyz, Beromünster oder Malters am Lauf teilnehmen. Optisch fallen die Läuferinnen mit ihren Perücken auf. Etwas aus dem Rahmen fällt Maria Pilotti mit ihrem bunten Outfit. Und auch mit dem Wäscheständer auf ihrer Schulter, behängt mit Parolen zum Frauenstreiktag vom 14. Juni. Solidarisch gibt sich Thomas Thali im roten Caritas-Shirt, dessen Partnerin Pia Zeder sich bei den Frauen engagiert. Vier «Kühnis» finden sich auf der Startliste, die Eltern Norbert und Renate mit Jens und Louisa laufen für Frauen.

Auf die Strecke schicken wird sie die Ehrenstarterin und Stadträtin Franziska Bitzi Staub. Sie mag Joggen überhaupt nicht. Getröstet durch zwei Lieblingszahlen auf ihrer Startnummer – die 3 und die 7 –, nimmt sie die 600 Meter aus Solidarität und rückschauend auf ihre Mitarbeit in der Frauenzentrale gerne unter die Füsse. Schiessen liebt sie. Familiär «vorbelastet» durch Offizier-Vater und Schütze-Onkel, hält sie nicht zum ersten Mal eine Pistole in der Hand. Sie werde sich bemühen, keine Regenwolke zu treffen. Wer weiss, ob die dann nicht das ganze Nass über die Läufer ausschütten würde.

Als beachtliche Delegation hat sich die Stiftung für Schwerbehinderte Luzern (SSB) eintragen lassen. Margrit Heim holt sich gleich 32 Startnummern. «Wir sind dabei, weil wir vielleicht auch einmal davon profitieren können.» Zudem sei es für die Bewohner ein absolutes Highlight, das noch lange nachwirke. Etwas rarer scheint die Teilnahme der Parteien. Bei der FDP begründet Sonja Döbeli Stirnemann dies mit Ferienabwesenden. Bei der GLP seien so viele am Start, wie bei der letzten Wahl Sitze gewonnen wurden, erklärt Roland Fischer. «Urgesteine» wie Rekord-Leichtathlet Franco Fähndrich und Stadtlauf-Ehrenmitglied Erwin Bachmann sind solo unterwegs. Bachmann war seinerzeit Fähndrichs Turntrainer im Bereich Jugendsport. Zehn Startende aus dem Verein Städtepartnerschaft Luzern-Potsdam wollen die deutschen Gäste Mike und Simone Schubert auf der Laufstrecke begleiten.

Lockere (Lauf-)Stimmung auf der Reussbrücke: Nicht die Zeit, sondern das Engagement war wichtig beim Solidaritätslauf. (Bild: Roger Zbinden, Luzern, 4. Mai 2019)

Lockere (Lauf-)Stimmung auf der Reussbrücke: Nicht die Zeit, sondern das Engagement war wichtig beim Solidaritätslauf. (Bild: Roger Zbinden, Luzern, 4. Mai 2019)

Spannende Ausmarchung

Einen Stammplatz in der Startliste belegt Daniel Salzmann, CEO der Luzerner Kantonalbank. Damit nicht genug, er wird anschliessend in der Firmenkategorie bei den 150 Mitarbeitenden mitlaufen. Nicht mehr dabei im Firmenpulk und neu am Solidaritätslauf engagieren sich die 16 Teilnehmer von Jato-Düsenbau AG. Solidarität und Teamarbeit ­haben Gemeinsamkeiten: «Man muss nicht alles allein machen wollen. Es gibt kompetente Leute, die etwas übernehmen können», bringt es Regierungsratskandidatin Korintha Bärtsch auf den Punkt. Regierungsrat Paul Winiker hofft, den Lauf im Hinblick auf den 19. Mai ohne Zerrung zu Ende zu bringen. Sein Vorschlag, das Säulirennen an der Luga, der Platz am Solidaritätslauf und das Wahlresultat vom 19. Mai sollen ergeben, wer dann als gewählter Volksvertreter ins Regierungsgebäude zieht, lässt Bärtsch schmunzeln.

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