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Auch im Cup will er mit Zug 94 Stricke zerreissen

Mit dem 19-jährigen Mattia Hanusch schafft es ein Eigengewächs von Zug 94 ins Erstliga-Team.
Michael Wyss
Mattia Hanusch feierte beim Nachwuchs Erfolge, nun will er das auch in der ersten Mannschaft tun. Bild: Eveline Beerkircher (Zug, 27. Juli 2019)

Mattia Hanusch feierte beim Nachwuchs Erfolge, nun will er das auch in der ersten Mannschaft tun. Bild: Eveline Beerkircher (Zug, 27. Juli 2019)


«Es wäre ein grosser Traum, wenn ich eines Tages gegen den FC Zürich in der ersten Hauptrunde im Schweizer Cup spielen könnte», kommt Mattia Hanusch ins Schwärmen. Der 19-Jährige ist nämlich grosser Fan des FCZ. Auf dem Weg in die 1. Hauptrunde für die nächste Saison muss Hanusch mit seinen Teamkollegen vom Erstligisten Zug 94 jedoch noch zwei Hürden in der Vorqualifikation überstehen. Auswärts gegen Goldau und dann gegen Gossau. «Wir wollen nicht nur in der Meisterschaft, sondern auch im Cup Akzente setzen», fordert Hanusch. Bereits zwei Cuperfolge im Nachwuchs zieren sein Palmarès: «Ich wurde mit Zug 94 bei den B-Junioren und A-Junioren IFV-Cupsieger. Auch der Schweizer-Meister-Titel mit der IFV-U13-Auswahl bleibt unvergesslich. Das sind Momente, die in Erinnerung bleiben.» Im Cupwettbewerb dieser Saison ist Zug 94 bereits in der Qualifikation gescheitert.

Die Freude zum Fussball entdeckte der Mittelfeldspieler, der in Zug die Kantonsschule (im letzten Jahr) besucht und vor dem Maturaabschluss steht, im Alter von fünf Jahren bei den F-Junioren bei Hausen am Albis. «Aufgewachsen und wohnhaft bin ich in Mettmenstetten. Im Dorf gab es damals kein Fussballverein, deshalb ging ich bei Hausen am Albis schnuppern. Und es gefiel mir.» Anschliessend wechselte Hanusch in die Nachwuchsabteilungen des SC Steinhausen und später zu Zug 94, wo er auch dem Team Zugerland angehörte. «Bei diesen Vereinen hatte ich bessere Perspektiven, mehr Möglichkeiten, mich weiterzuentwickeln. Deshalb wechselte ich. Und ich bereue keinen Moment, in Steinhausen passte es für mich und jetzt in Zug fühle ich mich sehr wohl.» Dankbar zeigte sich Hanusch auch gegenüber seinen Eltern: «Sie haben mich immer unterstützt. Sie haben mir in den jungen Jahren dieses Hobby ermöglicht und viel Zeit dafür investiert, was ich sehr schätze. Fussball ist heute Teil meines Lebens.»

Bereits 1.-Liga-Luft geschnuppert

Dass Hanusch auf die neue Saison in den Kader der ersten Mannschaft berufen wurde, war ein schönes Gefühl: «Dass ich nun in der 1. Liga spielen kann, ist unbeschreiblich und macht mich stolz. Mit guten Leistungen möchte ich auf mich aufmerksam machen.» Bereits 1.-Liga-Luft schnupperte Hanusch in der vergangenen Spielzeit. «Ich durfte in der Meisterschaft nach personellen Engpässen im Spiel gegen Delsberg 86 Minuten spielen. Das war ein Erlebnis, ein Highlight für mich.» «Ich nehme Schritt für Schritt, gebe immer alles, auf dem Weg zu einem Stammplatz in der ersten Mannschaft. Wichtig ist, immer auf dem Boden zu bleiben und hart zu arbeiten.» Bestes Beispiel für Hanusch ist Tennisspieler Roger Federer. «Er blieb immer bescheiden, trotz Erfolg. Er ist ein Vorbild für mich. Das ist das Wichtigste, wenn du im Leben weiterkommen willst, denn Ball flach zuhalten und nicht abzuheben.» Hanusch ist eine Kämpfernatur: Er kam nach einer Knieverletzung (Knorpelschaden) und einer zehnmonatigen Pause wieder zurück. «Das war schlimm, wenn du deiner ganz grossen Leidenschaft nicht nachgehen kannst und am Spielfeldrand mitleiden musst.»

Selbstbewusster dank Amerika-Aufenthalt

Gut getan hat Hanusch auch das Austauschjahr in Übersee: «Ich war für ein Jahr in den USA, wo ich in Iowa in einer Highschool Englisch lernte, Fussball und American Football spielte. Die Zeit war hart, mit 16 Jahren weit weg vom Elternhaus. Doch es hat mich stärker gemacht, ich habe gelernt, selbstständig zu werden, und bin heute selbstbewusster. Und was für uns jeden Tag als selbstverständlich erscheint, ist es dort nicht. Deshalb schätze ich das Leben in der Schweiz.»

Am Samstag (17.00, Herti Allmend) beginnt die Meisterschaft mit dem Heimspiel gegen Buochs. Die Devise ist klar: «Heimspiele muss man gewinnen. Wir wollen drei Punkte. Der Start ist wichtig. Wir wollen ja so schnell wie möglich aus der Abstiegszone wegkommen.» Hanusch glaubt auch an eine Spitzenpositionierung: «Es ist alles möglich. Ich traue uns auch eine Rangierung unter den Top 5 zu. Letzte Saison fehlten uns beispielsweise nur zwei Punkte für Rang 7.» Klar ist, dass die Verantwortlichen nicht mehr um den Ligaerhalt zittern wollen und eine bessere Rangierung als den 11. Rang aus der vergangenen Spielzeit anstreben.

Transfers

Zugänge: Loue Armando Ivane (Thalwil). Raphael Mollet (Wettswil-Bonstetten). Diego Zoller (Wettswil-Bonstetten). Lum Thaqi (Kosova). Fabian Simic (Luzern U21). Eldin Beganovic (Perlen-Buchrain). Mattia Hanusch (Junioren). Erick Ntsika (Oerlikon). Okonagbe Ricardo (Zug 94 II). Berkay Sönmez (Zug 94 II). Tim Keller (Zug 94 II). Koko Ronaldo Lukikenga (Zug 94 II. – Abgänge: Geoffroy Le Bigonsan (Cham). Nicola Peter (Wettswil-Bonstetten), Noah Weiler (Thalwil). Lukas Bulut (Sursee). Clirim Shabani (Kosova). Mirzet Mehidic (unbekannt). Marco Mangold (Sursee). Yannick Waser (unbekannt). Dominik Fabbricatore (unbekannt). Alexander Herlea (Blue Stars).

Testspiele

Kosova 4:3, Red Star 3:1, Wettswil-Bonstetten 3:4, Tuggen 1:2, Thalwil 1:0.

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