Andere Kantone spielten nicht mit: Zwangspause auch für Volley Amriswil

Die Playoff-Halbfinals im Schweizer NLA-Volleyball beginnen nun doch frühestens am 18. März. Betroffen davon ist auch die Serie zwischen Qualifikationssieger Amriswil und Lausanne. Den Thurgauern gefällt die neue Lösung nicht, auch wenn sie Verständnis für die Situation zeigen.

Matthias Hafen
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Die Spieler von Volley Amriswil müssen sich gedulden, bis das Meisterrennen in der NLA wieder aufgenommen wird.

Die Spieler von Volley Amriswil müssen sich gedulden, bis das Meisterrennen in der NLA wieder aufgenommen wird.

Mario Gaccioli (Amriswil, 23. November 2019)

Mitten in der Vorbereitung auf den Playoff-Halbfinal gegen Lausanne wurde Volley Amriswil wieder zurückgepfiffen. Das erste Spiel vom Samstag um 17 Uhr im Tellenfeld wurde aufgrund des Corona-Virus verschoben – so wie alle Partien der NLA bis und mit 15. März. Das ordnete der Schweizer Volleyballverband am Donnerstag an.

Noch am Dienstag hatten die Amriswiler von den kantonalen Behörden die Zusage bekommen, das Auftaktspiel mit maximal 1000 Zuschauern durchführen zu können. Doch in Solothurn entschied der Kanton anders. Schönenwerd hätte seine Serie gegen Luzern mit einem Geisterspiel eröffnen müssen, also ohne Zuschauer. «Damit hätten für die vier verbliebenen Teams unterschiedliche Bedingungen gegolten», sagt Amriswils Geschäftsführer Peter Bär. «Das wäre sportlich nicht mehr fair gewesen.» Bär gehört dem vierköpfigen Ausschuss von Clubvertretern an, der diesen Entscheid kurzfristig hat fällen müssen.

Nur ein Best of three anstelle eines Best of five

Nun gilt: Die Playoff-Halbfinals werden auf den 18. März verschoben und im Best-of-three-Modus gespielt (anstatt Best-of-five). Die Rangierungsspiele der Plätze fünf bis acht werden ebenfalls verschoben. Diese Massnahme wurde getroffen, um wenigstens Geisterspiele zu verhindern. «Dass wir am Ende aber auch darüber diskutieren müssen, ist nicht ausgeschlossen», sagt Bär. Etwa dann, wenn die getroffenen Massnahmen des Bundes am 15. März weiter aufrechterhalten oder gar verschärft würden.

Geplant sind die maximal drei Spiele der Playoff-Halbfinalserien sowie der Rangierungsspiele vorerst am Mittwoch, 18. März, (+/- 1 Tag), am Samstag, 21. März, und am Mittwoch, 25. März (+/- 1 Tag). Das heisst nicht nur, dass das Playoff durch den verkürzten Modus massiv an Brisanz gewinnt. Organisatorisch guckt Amriswil schon jetzt gewissermassen in die Röhre. Denn der Qualifikationssieger muss seine beiden Heimspiele unter der Woche austragen, während Lausanne am Wochenende vor eigenem Publikum spielen kann.

Änderungen im Terminplan wären sehr schwierig

«Das ärgert uns am meisten an der aktuellen Lösung», sagt Amriswils Geschäftsführer Bär, der den Entscheid aber grundsätzlich nachvollziehen kann. Man habe sich für diese Termine ausgesprochen, weil sie schon bei allen im Programm standen. «Wenn wir noch den Spielplan umkrempeln müssen, wird es richtig kompliziert», so Bär. Was im Volleyball die NLB, 1. Liga und Regionalliga betrifft, gelten die Weisungen der kantonalen Behörden.